Wachstumsschub?

Oleander umtopfen: Im Oktober ist es durchaus noch möglich

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Einen jungen Oleander sollte man einmal jährlich umtopfen. Bevor die mediterrane Kübelpflanze ins Winterquartier kommt, kann man das noch machen.

Vor allem in den ersten Lebensjahren sind Oleanderpflanzen recht wuchsfreudig. Daher ist es sinnvoll, sie regelmäßig umzutopfen. Wenn man den Moment bisher verpasst hat oder die Pflanze zum Ende des Jahres noch einen ordentlichen Wachstumsschub bekommen hat, kann man diese Aufgabe auch noch im Herbst erledigen. Ein paar Dinge gibt es zu beachten.

Oleander umtopfen: Auch im Herbst ist es noch möglich

Bis kurz vor dem Einwintern ist es möglich, den Oleander umzutopfen.

Bei älteren Oleanderpflanzen ist das Umtopfen nur alle drei bis fünf Jahre notwendig, aber spätestens, wenn die Wurzeln den Topf sprengen, ist es Zeit – auch im Herbst. Eigentlich ist das Frühjahr der beste Moment, der Pflanze ein neues Wurzelzuhause zu schenken. Aber im Prinzip ist es während der ganzen Saison möglich, auch wenn es zum Winter hin für die Pflanze etwas stressiger wird.

Da der Oleander in der Regel nicht winterhart ist, sollte er zumindest in kälteren Regionen im Haus überwintern. Einen Rückschnitt sollte man dabei im Herbst laut dem Oleanderhof Nunsdorf unbedingt vermeiden, da dies zu einem verstärkten Wurzelwachstum führt, das die Pflanze unnötig Kraft kostet. Aber es ist eine gute Gelegenheit, um Stecklinge zu machen.

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Der neue Kübel für den Oleander sollte nicht zu groß sein

Bevor die Kübelpflanze im Herbst oder frühen Winter in sein warmes Quartier zieht, kann man den Oleander folgendermaßen umtopfen:

  • 1. Das richtige Pflanzgefäß auswählen: es sollte eher breit als tief sein und nicht zu viel größer als das alte sein, am besten sodass auf jeder Seite des Wurzelballens nicht mehr als zwei Finger breit hineinpassen, empfiehlt Mein schöner Garten.
  • 2. Das passende Substrat verwenden: Keine übliche Blumenerde, sondern eine hochwertige Erde für mediterrane Kübelpflanzen oder eine eigene Mischung, die mit Lehm und Kalk angereichert ist.
  • 3. Den Oleander vor dem Umtopfen etwa eine Stunde gründlich wässern und die Triebe locker zusammenbinden, welke und gelbe Blätter des Oleanders dabei entfernen.
  • 4. Den Wurzelballen mithilfe eines Messers vom Topfrand lösen und die Pflanze vorsichtig aus seinem bisherigen Pflanzgefäß ziehen. Verfaulte, kranke sowie beschädigte Wurzelteile entfernen. Auch wenn der Wurzelballen zu groß ist, kann er etwas gestutzt werden.
  • 5. Den Oleander so tief in den neuen Kübel mit Erde setzen (eine Tonscherbe sollte das Abflussloch bedecken), dass bis zum Rand des Topfes noch etwa fünf Zentimeter Platz sind und mit neuem Substrat auffüllen. Den Kübel auf einen Untersetzer stellen und gut angießen.

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Buchsbäume im Kübel nebeneinander.
Da der Buchsbaum (Buxus sempervirens) immergrün ist, stellt er eine beliebte Kübelpflanze im Winter dar.  © Cora Niele/Imago
Eine weiß blühende Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum).
Jüngere Schneeforsythien benötigen im Winter noch eine leichte Abdeckung.  © Hans-Roland Mueller/Imago
Eine rot blühende Skimmie.
Die Skimmie beeindruckt im Winter mit ihren roten Beeren. © Stock&people/Imago
Roter Fächerahorn im Herbst.
Einen sonnigen Platz mag der hübsche Fächerahorn am liebsten.  © Gottfried Czepluch/Imago
Eine weiß blühende Säckelblume.
Da sie nur bedingt winterhart ist, benötigt die Säckelblume einen leichten Schutz vor Schnee und Eis. © Stock&people/Imago
Bergkiefer in der Sonne.
Kompakte Sorten des Bergkiefers können wunderbar im Kübel gehalten werden.  © Herbert Berger/Imago
Lilafarbene Früchte des Liebesperlenstrauches.
So hübsch sie auch sein mögen – die Früchte des winterharten Liebesperlenstrauches sind ungenießbar.  © Norman Krauß/Imago
Schwarze Apfelbeeren an einem Baum.
Die Schwarze Apfelbeere ist besonders reich an Vitamin C. Die Sorte „Viking“ ist besonders gut als Kübelpflanze geeignet. © Hans-Roland Muelle/Imago
Eine rosa blühende Zwergkirsche.
Obwohl die Zwergkirsche Wärme mag, kommt sie auch gut mit niedrigen Temperaturen zurecht. Besser ist jedoch, wenn man sie zusätzlich leicht abdeckt. © Stock&people/Imago
Eine rot-grüne Glanzmispel.
Die Glanzmispel „Red Robin“ ist schön, aber nur bedingt winterhart, weshalb man sie bei starkem Frost besser leicht abdeckt. © Hans-Roland Mueller/Imago

Wenn der Oleander schon recht groß ist, ist es oftmals hilfreich, das Umtopfen mit einer zweiten Person zu erledigen. Es ist auch einfacher, wenn man den Oleander auf die Seite legt, während man ihn aus dem Topf zieht.

Ein Düngen des Oleanders ist im Herbst nicht mehr nötig, da die Triebe nicht richtig ausreifen können.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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