Opel ändert Manta-Plan

„Der Manta ist eine automobile Legende“: Elektro-Comeback ohne Retro-Anstrich

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Nun also doch: Der Manta feiert sein Comeback. Ein Retro-Modell wird es aber nicht geben. In der Designsprache neuer Opels spielt der Sportcoupe aber dennoch eine Rolle.

In seiner langen Geschichte hat Opel so einige Modelle hervorgebracht, die das automobile Herz höherschlagen ließen. Darunter Autos wie der Kapitän, Diplomat, Monza und natürlich den Manta. Letztere eroberte im gleichnamigen Film „Manta, Manta“ 1991 auch die große Leinwand. 2023 kam die Fortsetzung in die Kinos und wurde zum Kassenschlager. Höchste Zeit also für ein elektrisches Comeback des Kult-Autos. Doch genau dem erteilten die Rüsselsheimer Anfang 2024 eine Absage. Nun gibt es die Kehrtwende.

Opel kündigt Elektro-Comeback an: „Aber wir machen keinen Retro-Manta“

Im Interview mit Auto, Motor und Sport, erklärte Opel-Chef Florian Huettl, dass es weiterhin Pläne gibt, den Manta als Elektroauto wieder aufleben zu lassen. „Aber wir machen keinen Retro-Manta. Der Manta ist eine automobile Legende in Deutschland, und damit gehen wir respekt- und verantwortungsvoll um“, erklärt der Manager.

So schön der Manta GSe ElektroMod auch ist, auf den Markt kommen wird er nicht.

Ein Sportcoupe nach Vorbild des Manta Rerstomod ist damit ausgeschlossen. Die Neuauflage dürfte viel mehr als ausgewachsener Crossover daher kommen. Eine entsprechende Studie hatte Opel bereits 2023 auf der IAA in München präsentiert. Der Autobauer aus Rüsselsheim würde damit dem Vorbild von Ford folgen. Die Amerikaner verkaufen mit dem Mustang Mach-E bereits seit längerem einen elektrischen SUV.

Die schönsten Autos aller Zeiten: Zehn Exemplare, die uns faszinieren

Ein Porsche 928
Platz 10 – Porsche 928: Wie bitte? Ausgerechnet der 928 hat es in unsere Top 10 geschafft? Ja. Auch, wenn dem Gran Turismo aus Zuffenhausen nie das gelang, wozu er eigentlich entwickelt worden war – nämlich, eines Tages den 911er zu ersetzen. Ab 1977 wurde der 928 mit V8-Frontmotor in Transaxle-Bauweise produziert, 1995 war schon wieder Schluss. Das Design war dennoch ein großer Wurf – auch, wenn man darüber streiten kann, wie der 928 mit aufgeklappten Scheinwerfern aussieht. Uns gefällt vor allem das Heck – allerdings in der Vor-Facelift-Version mit den vertikalen Rückleuchten. © agefotostock/Imago
Ein Ferrari Enzo
Platz 9 – Ferrari Enzo Ferrari: In einer Auflistung der schönsten Autos darf natürlich auch ein Ferrari nicht fehlen. Wir haben uns für den zwischen 2002 und 2004 gebauten Supersportwagen entschieden, der nach dem Firmengründer Enzo Ferrari benannt wurde. 399 Exemplare des V12-Boliden wurden produziert – und waren ab etwa 660.000 Euro zu haben. Doch selbst wer so viel Geld parat hatte, ging möglicherweise leer aus – denn der Enzo wurde nur an ausgewählte Kunden verkauft. © Heritage Images/Imago
Ein BMW 507
Platz 8 – BMW 507: Im Jahr 1955 präsentierte BMW auf der IAA in Frankfurt den zweisitzigen Roadster 507. Der von Graf von Goertz designte Sportwagen wurde nur 252 Mal gebaut. Tatsächlich erinnerte man sich bei BMW Ende der 1990er-Jahre wieder an diesen Design-Ikone – und lehnte die Gestaltung des Z8 daran an. © Heritage Images/Imago
Ein Audi R8
Platz 7 — Audi R8: Was war das für ein Paukenschlag: Mitte der 2000er-Jahre präsentierte die Marke Audi mit dem R8 einen eigenen Supersportwagen. Und was für einen! Der designtechnisch gelungene Sportler zahlte viel auf das Image der Ingolstädter Marke ein, die lange Zeit als bieder galt – ganz im Gegensatz zu heute. Charakteristisch sind vor allem die Sideblades des R8, die sich zumeist von der Wagenfarbe abheben. © Martin Vogt/Imago
Ein Ford Mustang der ersten Generation
Platz 6 – Ford Mustang: Auch ein klassischer US-Sportwagen hat es in unsere Top 10 geschafft – wir haben uns für die erste Generation des „Pony Cars“ entschieden. Der ab 1964 gebaute Ford Mustang war von Anfang an ein großer Erfolg – was auch mit seinem für damalige Verhältnisse moderaten Preis zu tun hatte. Mittlerweile trägt mit dem Mustang Mach E auch ein Elektro-SUV den legendären Namen – eine Entscheidung, die nicht bei allen Mustang-Fans gut ankam. © Zoonar/Imago
Ein BMW 7er (E38)
Platz 5 – BMW 7er (E38): In Ranglisten der schönsten Autos tauchen zumeist Sportwagen auf – doch es gibt auch schicke Limousinen: Im Jahr 1994 kam die dritte Generation der 7er-Baureihe von BMW auf den Markt – knapp 330.000 Exemplare wurden bis Sommer 2001 gebaut. Oft tragen Limousinen der Oberklasse ziemlich dick auf – doch dieser Münchner überzeugte durch sein schlichtes und extrem elegantes Design. © BMW
Ein Lamborghini Countach
Platz 4 – Lamborghini Countach: Flach, flacher, Countach. Mit dem Mittelmotor-Sportwagen trieb Lamborghini das Automobilddesign auf die Spitze. Bis heute ist der Countach mit seinen Scherentüren eine Ikone in Sachen Design. Produziert wurde er über einen ziemlich langen Zeitraum: von 1974 bis 1990. © Heritage Images/Imago
Ein McLaren F1
Platz 3 – McLaren F1: Superschnell – und wie wir finden, auch superschön: Der McLaren F1 gehört zu den spektakulärsten Supersportwagen der 1990-Jahre. Ein V12-Motor von BMW befeuerte den von 1993 bis 1997 gebauten McLaren auf eine Spitzengeschwindigkeit von rund 370 km/h. Schmetterlingstüren und die mittige Sitzposition gehören zu den Markenzeichen dieser Design-Legende. © Heritage Images/Imago
Ein Mercedes 300 SL
Platz 2 – Mercedes 300 SL: Weniger autoaffine Menschen können mit dem Kürzel W 198 nichts anfangen. Erklärt man aber, dass es sich dabei um „den mit den Flügeltüren“ handelt, haben sie meist doch ein Bild dieses klassisch schönen Sportwagen im Kopf, der nur von 1954 bis 1957 gebaut wurde. Ab 1957 bis 1963 wurde nur noch die Roadster-Variante hergestellt. Der W 198 war der darüber hinaus der schnellste Sportwagen seiner Zeit. Die Abkürzung „SL“ steht übrigens für „super-leicht“. © Heritage Images/Imago
Ein Jaguar E-Type
Platz 1 – Jaguar E-Type: Was für eine Silhouette! Den Jaguar E-Type, der im März 1961 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, gab es auch als Roadster, doch die geschlossene Version ist unserer Meinung nach, noch deutlich schöner. Zu größeren Leinwand-Ehren kam der britische Sportwagen übrigens im Kultfilm „Harold and Maude“ – darin wird der E-Type allerdings in einen Leichenwagen umgebaut. © Heritage Images/Imago

Manta, Monza und Co. inspirieren Opel Design

Doch auch wenn es kein Retro-Modell geben wird, spielt der Ur-Manta in der Designsprache der Rüsselsheimer eine wichtige Rolle. Genauso wie andere legendäre Autos wie der GT, Monza und Diplomat. So lässt man sich in der Konzernzentrale von dem inspirieren, was Opel in der Vergangenheit ausgemacht hat.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

„Wenn Sie sich unser neues Front-Design anschauen, kann man sagen: Die Ursprünge liegen 40, 50 Jahre zurück – zum Beispiel beim Kühler des Manta A“, sagt Huettl im Interview mit Auto, Motor und Sport. Das gilt auch für das Compass-Design, den Vizor oder auch die puristischen Innenräume. „Eine Menge solcher Elemente ziehen wir heute wieder heran, um unseren Auftritt zu stärke“, betont der Opel-Chef. Mit einem Hauch Vergangenheit geht es also in die vollelektrischer Zukunft. Denn bereits ab 2028 will die Stellantis-Tochter nur noch Elektroautos verkaufen.

Rubriklistenbild: © Opel

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