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Tomaten richtig düngen: So erzielen Sie eine reichhaltige, aromatische Ernte

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Tomaten sind unter Hobbygärtnern beliebt. Sie schmecken gut und lassen sich leicht anpflanzen: Ihnen reichen ein sonniges Plätzchen, Wasser und Nährstoffe.

Ob Kübel oder Beet – Tomaten brauchen viele Nährstoffe, damit sie gedeihen. Für eine reichhaltige Ernte ist Tomatendünger deshalb unverzichtbar: Er liefert den Pflänzchen die Nahrung, die sie benötigen. Von Beginn an haben Tomatenpflanzen einen besonders hohen Bedarf an Nährstoffen, da sie schnell wachsen und viele Früchte bilden. 

Grunddünger: eigener Kompost oder organischer Langzeitdünger

Wenn möglich, verwenden Sie für Ihre Tomatenpflanzen am besten organischen Dünger. Im Gegensatz zu mineralischem Dünger bringt er folgende Vorteile mit sich:

  • Er wird aus natürlichen Abfallstoffen gewonnen,
  • ist kostengünstig zu produzieren,
  • hält die Pflanzen gesund und
  • verhindert, dass die Tomaten überversorgt werden.

Schon im Herbst, lange bevor Sie die Tomaten anpflanzen, können Sie das zukünftige Tomatenbeet mit eigenem Gartenkompost vorbereiten. Im Kompost sind Mikroorganismen enthalten, die sich über den Winter ausbreiten und die Erde mit Nährstoffen versorgen. Die gleiche Wirkung hat übrigens eine Mischung aus Hefe und Zucker.  Falls Sie keinen eigenen Kompost haben, greifen Sie auf organischen Langzeitdünger zurück. Das Granulat oder Pulver mischen Sie ebenfalls unter die Erde, bevor Sie die Tomaten pflanzen. Mit dem Grunddünger sorgen Sie dafür, dass Ihre Tomatenpflänzchen von Anfang an alle Nährstoffe bekommen, die sie benötigen.

Nach dem Anpflanzen: Tomatendünger für eine ertragreiche Ernte

Haben sich Ihre Pflänzchen gut im Kübel oder Beet eingewöhnt, wachsen sie schnell. Damit Sie im Sommer viele geschmacksintensive kleine oder große, gelbe oder rote Früchte ernten, düngen Sie Ihre Tomatenpflanzen am besten alle zwei Wochen. Dazu verwenden Sie einen flüssigen Tomatendünger. Diesen mischen Sie einfach regelmäßig ins Wasser, wenn Sie Ihr Gemüse gießen. Den Flüssigdünger erhalten Sie im Handel, können ihn jedoch auch selbst herstellen. Dazu gibt es zwei Alternativen:

Mit dem richtigen Dünger erzielen Sie eine reichhaltige Tomatenernte.
  1. Wurm- oder Komposttee: So heißt die Flüssigkeit, die im Komposthaufen automatisch entsteht. Dazu brauchen Sie einen Komposter, der die Flüssigkeit auffängt. Bei vielen Komposthaufen versickert der Wurmtee einfach im Boden. Es gibt auch die Möglichkeit, den Komposttee aus Melasse, Wasser und Wurmhumus selbst herzustellen oder fertig zu kaufen.
  2. Brennnesseljauche: Dazu lassen Sie Brennnesseln, Wasser und Gesteinsmehl gären, um sie dann abzuseihen. Wichtig ist, dass Sie den Sud mit Wasser mischen, bevor Sie ihn auf die Pflanzen gießen. Sonst steigt der pH-Wert in der Erde zu stark an. 

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Tomatendünger: So setzen Sie ihn richtig ein

Am sichersten gärtnern Sie mit fertig gemischtem Tomatendünger (werblicher Link). Dieser enthält alle wichtigen Nährstoffe für Ihre Pflanzen in der richtigen Menge. Wenn Sie auf natürlichen Dünger zurückgreifen und diesen selbst herstellen, beobachten Sie Ihre Tomatenpflanzen genau. Folgende Anzeichen sind ein Hinweis dafür, dass der Dünger nicht richtig ist:

Am frühen Morgen oder am Abend ist die beste Zeit, um Ihre Tomaten zu düngen. Dann sind die Pflanzen nicht der Sonne ausgesetzt und Sie verhindern, dass die Wurzeln verbrennen. Den Flüssigdünger setzen Sie erst ein, wenn die Tomatenpflanzen bereits ein gutes Stück gewachsen sind. Wichtig: Zur Aussaat düngen Sie Ihre Tomaten nicht, da diese sonst zu schnell wachsen, ohne genügend Wurzeln zu bilden.

Rubriklistenbild: © Alex Mak/Imago

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