VonÖmer Kayalischließen
Im digitalen Zeitalter ist Passwortsicherheit unerlässlich. In diesem Artikel erfahren Sie die grundlegenden Regeln für den Umgang mit Passwörtern.
Ein Passwort hat im Prinzip nur eine simple Aufgabe: Es soll verhindern, dass jemand anderes außer Sie selbst Zugriff auf Ihre Geräte oder Dateien erhält. Das Kennwort sollten nur Sie selbst kennen und es sollte logischerweise nicht so einfach geknackt werden können. Kombinationen wie „1234“ oder Geburtstage von Freunden und Familie sind denkbar ungeeignet. Aber das dürfte längst jedem klar sein.
Trotzdem gehen viele Leute sehr nachlässig mit ihren Passwörtern um. Und in einer Zeit, in der unsere persönlichen Daten immer stärker digital vernetzt sind und die Bedrohungen durch Cyberkriminalität zunehmen, ist das Thema Datenschutz von enormer Bedeutung. Doch was macht ein Passwort wirklich sicher? Und welche typischen Fehler werden weiterhin begangen? Die Antworten liefern die Datenschutz-Experten von caralegal.
Was macht ein sicheres Passwort aus?
Ein starkes Passwort ist eine wichtige Verteidigung gegen unbefugten Zugriff auf persönliche Daten und Konten. Es sollte eine Kombination aus verschiedenen Elementen sein, um die Sicherheit zu gewährleisten. Laut den Experten von caralegal zeichnen folgende Eigenschaften ein gutes Passwort aus:
- Es ist ein Unikat, das Sie nicht bereits verwenden.
- Je länger das Passwort ist, desto besser – als absolutes Minimum gelten acht Zeichen.
- Es handelt sich um eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen.
- Sie können Buchstaben mit ähnlich aussehenden Sonderzeichen ersetzen, um die Sicherheit weiter zu verbessern – zum Beispiel ein „$“ statt „S“ oder ein „1“ statt einem „i“.
Was sollte man bei Passwörtern vermeiden?
- Verwenden Sie nicht dasselbe Passwort für mehrere Konten.
- Vermeiden Sie einfache Kombinationen wie „123456“ oder „Passwort“, da diese leicht zu knacken sind.
- Vermeiden Sie bekannte Muster oder Sequenzen wie Geburtsdaten, Namen von Familienmitgliedern oder Haustieren sowie häufig verwendete Phrasen – zum Beispiel: „abcdef“.
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Passwörter sollten regelmäßig geändert werden
Auch wenn Sie ein sicheres Passwort haben, sollten Sie dieses von Zeit zu Zeit aktualisieren. Vor allem dann, wenn es sich um kritische Konten wie E-Mail, Banking oder auch soziale Medien handelt. Das hilft bei der Minimierung des Risikos.
Wie oft sollte man Passwörter ändern?
caralegal empfiehlt die folgende Vorgehensweise:
- Für sensible Konten, die etwa persönliche oder finanzielle Informationen enthalten, ist es ratsam, Passwörter alle drei bis sechs Monate zu ändern.
- Für weniger kritische Konten, kann die Passwortänderung seltener erfolgen, solange das Passwort stark und sicher ist.
Unabhängig von der Frequenz der geplanten Passwortänderungen ist es wichtig, sofort zu handeln, wenn es Anzeichen für eine Kompromittierung gibt. Ändern Sie das Passwort in dem Falle sofort, um weiteren Schaden zu verhindern.
Geschützt: Stimmen Sie mit ab
Wie kann ich meine Passwörter schützen?
Ein noch so gutes Passwort ist aber auch keine Garantie, dass es nicht geknackt wird. Um dieses zusätzlich abzusichern, können Sie einige Maßnahmen ergreifen:
- Nutzen Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Dadurch wird eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzugefügt, indem neben dem Passwort auch eine zusätzliche Bestätigung wie ein Einmalpasswort per SMS oder E-Mail abgefragt wird.
- Verwenden Sie einen vertrauenswürdigen Passwort-Manager oder Antivirus-Programme, um starke und einzigartige Passwörter für jedes Ihrer Konten zu generieren und zu speichern. Passwort-Manager bieten auch Funktionen wie automatisches Ausfüllen von Anmeldeinformationen und sichere Speicherung Ihrer Passwörter.
- Seien Sie vorsichtig mit Phishing. Durch gefälschte Webseiten oder E-Mails reicht ein Klick auf einen Phishing-Link, dass ihre Daten in die Hände von Betrügern gelangen. Seien Sie grundsätzlich misstrauisch gegenüber unerwarteten E-Mails, die nach Ihren Anmeldeinformationen fragen.
Das alles sind nur die grundlegenden Tipps zum Thema Passwörter. Datenschutz und Passwortsicherheit wird auch in Zukunft wichtig sein. Leider erkennt man die eigenen Sicherheitslücken meist erst dann, wenn es zu spät ist. Den Schaden hinterher wieder zu beheben, ist äußerst schwierig. Wenn Sie die oben aufgeführten Dinge berücksichtigen, ist das schon mal ein guter Anfang.



