Falsche Steuerbescheide

Per Post: Finanzministerium berichtet von zahlreichen Fällen gefälschter Briefe

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Im ganzen Land werden verfälschte Steuerbescheide versendet – Die Finanzministerien mahnen zur Vorsicht vor dieser Betrugsmasche. Lernen Sie, wie Sie sich dagegen wehren können.

München – Immer wieder versuchen Kriminelle mit neuen Maschen, an vertrauliche Informationen oder das Geld von Menschen zu gelangen. Aktuell warnen die Finanzministerien der Bundesländer eindringlich vor betrügerischen Schreiben, die angeblich von ihnen stammen sollen.

Finanzministerium warnt vor betrügerischer Post im Briefkasten

Das Finanzministerium in Brandenburg hat in einer Pressemitteilung auf diese gefälschten Briefe hingewiesen. Diese falschen Steuerbescheide wurden an Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland verschickt. Die Empfänger werden darin aufgefordert, ausstehende Einkommenssteuerbeträge zu begleichen. Einige Empfänger wurden misstrauisch und wandten sich an die zuständigen Finanzministerien.

Die Finanzministerien warnen eindringlich vor gefälschten Briefen. Empfangende sollten keinesfalls Daten eingeben oder Geld überweisen. (Symbolbild)

Von den offiziellen Stellen erfuhren sie, dass die Briefe nicht von ihnen stammten. Zunächst wirkten die Schreiben authentisch, da Name und Adresse der Empfänger korrekt waren. Allerdings waren die angegebenen Steuernummern und Steueridentifikationsnummern falsch. Das Finanzministerium Brandenburg rät dringend davon ab, auf diese Briefe zu reagieren.

Mehrere Warnungen: Betrügerische Schreiben per Post und E-Mail

Falls Sie ein solches Schreiben erhalten, sollten Sie sofort die persönliche Steuernummer im Brief überprüfen. Bei Zweifeln an der Echtheit des Steuerbescheids oder wenn kein Bescheid erwartet wird, empfiehlt es sich, beim zuständigen Finanzamt nachzufragen. Wer sich von vornherein schützen möchte, kann das kostenlose Portal der Steuerverwaltung „Mein Elster“ nutzen. Hier kann der elektronischen Zustellung des Steuerbescheids zugestimmt werden, sodass keine postalische Übermittlung mehr erfolgt.

Vor einigen Wochen berichtete das Finanzministerium Schleswig-Holstein zudem von Spam-Mails, die im Namen von Elster versendet werden. In diesen Mails wird den Empfängern im Namen des Bundesministeriums der Finanzen Steuerhinterziehung vorgeworfen. Um einer Geldstrafe oder sogar einer Verhaftung zu entgehen, solle eine bestimmte E-Mail-Adresse kontaktiert werden. Dazu müssen Empfänger auf einen beigefügten Link klicken, woraufhin auf einer neuen Seite persönliche Daten abgefragt werden. Auch hier wird dringend davor gewarnt, auf den Link zu klicken, um nicht Opfer eines Betrugs zu werden. (rd)

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