Tiere von unten

Schräge Ansichten – Fotoprojekt „Underlook“ zeigt Tiere aus einer ganz neuen Perspektive

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Da wir größer sind als die meisten Tiere, die wir im Alltag zu Gesicht bekommen, kennen wir sie oft nur aus der Draufsicht. Ein besonderes Fotografie-Projekt will das ändern.

Wir sehen vier tapsige Pfoten, flauschige Ohren und einen neugierigen Blick à la „Was da unter mir wohl gerade geschehen mag?“ – die Fotos des ebenso ungewöhnlichen wie auch einzigartigen Fotografie-Projekts „Underlook“ sind meist urkomisch, manchmal zum Kopfverdrehen, für den Betrachter sind sie jedoch immer unterhaltsam und äußerst interessant.

„Underlook“ – reine Neugierde brachte den Fotografen auf die Idee

Im Rahmen seiner Marke „Underlook“ gelingt es dem litauischen Fotografen Andrius Burba, verschiedene Tiere aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel zu fotografieren. (Symbolbild)

Aus reiner Neugierde begann der litauische Fotograf Andrius Burba 2015 auf einer Katzenausstellung damit, Katzen aus einem besonders ungewöhnlichen Blickwinkel, nämlich von unten, zu fotografieren. Als das ursprüngliche Projekt „Under-Cats“ zum viralen Hit wurde, entschloss sich der Tierliebhaber dazu, die Strecke fortzusetzen und weitere Tiere von unten abzulichten. Nachdem ein Buchverlag auf das tierische Projekt aufmerksam geworden war und einen Bildband dazu veröffentlicht hatte, kam 2016 das Nachfolge-Projekt „Under-Dogs“ ins Rollen – ebenfalls mit zugehörigem Buch.

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Europaweite „Underlook“-Ausstellungen für Tierliebhaber

Bei Ausstellungen in Großbritannien, Deutschland und Litauen zwischen 2017 und 2019 konnte die inzwischen stark angewachsene Fangemeinde die ungewöhnlichen Fotos auch im Rahmen von Ausstellungen besuchen. Seit 2015 waren neben Hunden und Katzen nämlich auch Pferde, Kaninchen, Zootiere, Babys, Fahrräder und vieles anderes hinzugekommen. Derzeit befinden sich beispielsweise Projekte über Kühe, Kamele, Tiger, Breakdancer, Skater, oder auch Oldtimer in Planung.

„Under-Horse“ – bisher größtes Projekt über Pferde von unten

Bei seinem bisher größten und schwierigsten Projekt, „Under-Horse“, wollte der Fotograf aus Litauen versuchen, „die Schönheit und Kraft von Pferden von unten einzufangen“, wie auf der Homepage des Projekts zu lesen ist. Um den Pferden keinen unnötigen Stress zu bereiten, wurde dafür eine rund 400 Kilogramm schwere Glasscheibe in einem drei Meter tiefen Loch im Boden über eine Holzkonstruktion gelegt. „So mussten die Tiere nicht auf eine Höhe von 3 Metern klettern und wurden von ihren hilfsbereiten Besitzern an ihrer Seite unterstützt“, schreibt das Team von Burba online. „Trotz der Schwierigkeiten war das Ergebnis besser, als wir erwartet hatten, und es war jede Sekunde des Stresses wert.“

Wie genau es der Fotograf schafft, beispielsweise ein Pferd von unten zu fotografieren, können Interessierte auf der Homepage nachschauen – es lohnt sich, versprochen!

Zehn Fotos, die Ihren Tag versüßen: die witzigsten Haustierfotos von 2023

Katze sitzt im Hafen der Stadt Fukuoka in Japan
„Ich mache dir ein Angebot, das du nicht ablehnen kannst“. Wenn „Der Pate“ spricht, dann hören alle zu. Katze im Hafen von Fukuoka in Japan.  © Kenichi Morinaga/Comedy Pets
Ein Border Collie versucht den Ball zu fangen, den sein Frauchen ihm zu wirft.
„Ich kriege ihn noch, ich kriege ihn noch, ich kriege ihn noch“. Ein Border Collie versucht den Ball zu fangen, den sein Frauchen ihm zu wirft. Aufgenommen im Zentrum des Viertels Union Square in New York. © Chris Porsz/Comedy Pets
Hund schnuppert an Maus
„Wer bist du denn? Geht es dir gut? Ich habe dich lieb“. Dazu sagt der Fotograf: „Unsere Katze Lilly hat mit einer Maus gespielt, wir haben die Maus gerettet und unsere Hündin Amy war von der Maus fasziniert“.  © Udo Krauss/Comedy Pets
Hund Oscar und sein Frauchen haben sich gesucht und gefunden.
„Wie der Herr, so’s Gescherr“. Hund Oscar und sein Frauchen haben sich gesucht und gefunden. Aufgenommen in einem Fotostudio in Russland.  © Lana Polyakova/Comedy Pets
Zwei Katzen am Strand in Japan
„Wir sind dann mal weg“. Aufgenommen wurde das Katzen-Paar in Kagawa, Japan. © Masayoshi Yamamoto/Comedy Pets
Ein Hund und eine Katze sitzen in einem Obstgarten.
Er so: „Wie das duftet. Können wir noch ein klein wenig von dem Selbstgebrannten haben?“. Sie so: „Wonach sieht es für dich aus?“ English Springer Spaniel Misty und Katze Nala führen ein ernstes Gespräch im Obstgarten in Herefordshire, Großbritannien © Kim Horstmanshof/Comedy Pets
Eine Art Marder gähnt in einem Feld.
„Wenn morgens der Wecker klingelt, man aus dem Bett krabbelt und man erst mal einen Kaffee braucht“. Die Fotografin hat das kleine, niedliche marderartige Tier Daisy getauft. Aufgenommen wurde das Foto im US-Bundesstaat Massachusetts. © Darya Zelentsova/Comedy Pets
Hund versucht, einen Ball zu fangen.
Manchmal muss man sich auch ein wenig strecken, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Der britische Fotograf betitelte seinen Schnappschuss mit: „Keep your eyes on the ball“. © Gill Woodcock/Comedy Pets
Katzen in einem Hinterhof in Japan
„Also, was ich euch schon immer mal sagen wollte“. „Echt jetzt? Muss das sein? Na gut“. Ein Wurf von Katzen, aufgenommen in Fukuoka, Japan. © Kenichi Morinaga/Comedy Pets
Ein Hund sitzt auf dem Fahrersitz und trägt eine Maske.
„Ich bin der Rächer der Enterbten“. Das Spiel mit dem Schatten lässt es so aussehen, als ob der Labrador eine Zorro-Maske trägt. Alle Helden benötigen eine Maske. Und so sagt der Fotograf: „Die obligatorische Maske ist ein Muss“. © Karl Goldhamer/Comedy Pets

„Underlook“ soll weitergehen: Tiger, Elefanten … oder ein Orchester

Der tierbegeisterte Fotograf möchte auch in Zukunft mit „Underlook“, seinem Herzenprojekt, weitermachen und die Dimensionen ausweiten, wie er im Interview mit mpb.com verrät: „Anstelle eines Holzkistenstudios für ein einzelnes Shooting möchte ich ein tragbares Studio aus einem Schiffscontainer bauen und die Möglichkeit haben, überall auf der Welt zu reisen. Außerdem möchte ich ein stationäres Studio mit noch größerem Glas bauen. Bei meiner Arbeit gilt: Je größer das Glas, desto größer die Möglichkeiten. Irgendwann möchte ich die ganze Welt von unten fotografieren. Nicht nur Tiere wie Tiger und Elefanten, sondern auch Breakdancer oder Ballerinas. Ich würde auch gerne Autos oder ein ganzes Schlafzimmer, ein Orchester oder sogar eine Straße fotografieren. Ich arbeite ständig daran, diese Ideen zu verwirklichen.“

KOMMENTARE

Auf dem Instagram-Profil von „Underlook“, @underlook_project, bringen zahlreiche User ihre Begeisterung angesichts der einfallsreichen Idee von Andrius Burba zum Ausdruck – anbei eine Auswahl:

  • „Du hast den besten Job überhaupt! 😍“
  • „Wahnsinn! Ich liebe diesen Mann!“
  • „Wow mega Bilder 😂😍 Ich hau‘ mich weg! ❤️“
  • „Ich liebe das. Ich möchte es mit meinen Hunden ausprobieren. Ich brauche auch ein Glas und all die anderen Dinge …“
  • „Geniale Fotos! 😍👏🔥“

Rubriklistenbild: © Pond5/Imago

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