Verhalten von Tieren

Ist Ihr Pferd gestresst? Das Blinzeln gibt laut einer Studie mögliche Hinweise

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An den Augen lässt sich Wissenschaftlern zufolge einiges über den Gemütszustand der Tiere ablesen. Die Forscher haben sich mit den Lidschlägen der Tiere beschäftigt.

Tierärzte können unter anderem an den Augen erkennen, wie es dem Pferd geht. Für Laien ist es hingegen oft schwierig, Symptome, die auf ein Unwohlsein des Tieres hindeuten, wahrzunehmen. Gerade bei der Frage, ob das Pferd gestresst sein könnte, ist die Antwort manchmal nicht einfach. Im Zweifel sollte man immer einen Fachmann fragen.

Ist Ihr Pferd gestresst? Das Blinzeln gibt laut einer Studie mögliche Hinweise

Beim Blick in die Augen von Reitpferden haben Forscher der Universität Guelph aus Ontario (Kanada) vor einigen Jahren ein interessantes Detail zum Stresslevel der Tiere herausgefunden: 33 Pferde wurden für die Studie unterschiedlichen Stresssituationen ausgesetzt. Sie seien für den Test nicht an ihr Futter gekommen, mit einem Gegenstand erschreckt oder von der Herde getrennt worden, heißt es in Berichten zu der Studie.

Das Ergebnis: „In belastenden Situationen blinzelten die Testpferde weniger als in entspannten Situationen“, wie Cavallo.de über die Studie damals berichtete. Die Forscher hätten darüber hinaus noch eine weitere Entdeckung gemacht, wie es in dem Beitrag unter anderem hieß: „Wenn die Tiere gestresst waren, blinzelten sie zwar weniger, dafür flatterten ihre Augenlider deutlich öfter. Hauptsächlich dann, wenn sie kein Futter bekamen.“

Was verraten Pferdeaugen? Diese Frage beschäftigt auch die Forschung.

Augenlidzucken bei Pferden: Forschung zu möglichen Arten von Stress

Die Forscher kamen dem Magazin Pferde.de zudem zu folgendem Schluss: Die Ergebnisse hätten eine Zunahme von Augenlidzuckungen während des Futterentzugs gezeigt, was die Pferde als Stress empfunden hätten. „Umgekehrt führten die Trennung von Artgenossen und der Schrecktest nicht zu einer Zunahme des Augenlidzuckens. Das deutet darauf hin, dass das Augenlidzucken häufiger in Stress-Situationen auftritt, da die Pferde diese beiden letzteren Situationen anscheinend nicht als Stress empfanden“, so das Fazit der Forscher dem Bericht zufolge.

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Die zehn außergewöhnlichsten Pferderassen – und ihre wichtigsten Eigenschaften

Ein Pferd im Miniatur-Format ist das American Miniature Horse. Diese Rasse zeichnet ein feiner, eleganter Körper mit schönen Proportionen aus.
Ein Pferd im Miniatur-Format ist das American Miniature Horse. Diese Rasse zeichnet ein feiner, eleganter Körper mit schönen Proportionen aus. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Von mini zu maxi: Eine imposante Erscheinung sind die Shire Horses aus England. Die größte Pferderasse der Welt wird auch liebevoll als sanfter Riese bezeichnet. Mit ihrem coolen Temperament sind sie der ideale Freizeitpartner.
Von mini zu maxi: Eine imposante Erscheinung sind die Shire Horses aus England. Die größte Pferderasse der Welt wird auch liebevoll als sanfter Riese bezeichnet. Mit ihrem coolen Temperament sind sie der ideale Freizeitpartner. (Symbolbild) © Horst Galuschka/Imago
Die American Bashkir Curly Horses haben nicht nur lockiges Fell und Langhaar, sondern sind auch für die meisten Allergiker geeignet. Ihr Proteinmuster in den Hautzellen unterscheidet sich von anderen Rassen, weshalb sie als hypoallergen gelten.
Die American Bashkir Curly Horses haben nicht nur lockiges Fell und Langhaar, sondern sind auch für die meisten Allergiker geeignet. Ihr Proteinmuster in den Hautzellen unterscheidet sich von anderen Rassen, weshalb sie als hypoallergen gelten. (Symbolbild) © Anni Sommer/Imago
Das Exmoor Pony hat Ähnlichkeit mit dem Urtyp des europäischen Wildpferds. Ihr Körperbau ist klein und kompakt. Sie sind als äußerst robuste Pferderasse bekannt, die in Südengland nahezu wild im gleichnamigen Nationalpark aufwachsen.
Das Exmoor Pony hat Ähnlichkeit mit dem Urtyp des europäischen Wildpferds. Ihr Körperbau ist klein und kompakt. Sie sind als äußerst robuste Pferderasse bekannt, die in Südengland nahezu wild im gleichnamigen Nationalpark aufwachsen. (Symbolbild) © Miroslav Chaloupka/Imago
Der Marwari hat ein markantes Erkennungsmerkmal: seine Sichelohren, die sich fast an der Spitze berühren. Die elegante, indische Pferderasse hat seidiges Fell und Langhaar.
Der Marwari hat ein markantes Erkennungsmerkmal: seine Sichelohren, die sich fast an der Spitze berühren. Die elegante, indische Pferderasse hat seidiges Fell und Langhaar. (Symbolbild) © Vladimir Sklyarov/Imago
Seinen Namen hat der Jütländer von der gleichnamigen Region Dänemarks, aus der er stammt. Er zählt zu den ältesten europäischen Kaltblutrassen, die ein Gewicht von bis zu 800 Kilogramm erreichen.
Seinen Namen hat der Jütländer von der gleichnamigen Region Dänemarks, aus der er stammt. Er zählt zu den ältesten europäischen Kaltblutrassen, die ein Gewicht von bis zu 800 Kilogramm erreichen. (Symbolbild) © Antje Lindert-Rottke/Imago
Robust, intelligent und vielseitig: Die Eriskay Ponys sind an der Westküste Schottlands beheimatet. Sie gelten als die letzten Überlebenden der ursprünglich einheimischen Ponys. Die Rasse wird daher vom Rare Breed Survival Trust (RBST) als vom Aussterben bedroht eingestuft.
Robust, intelligent und vielseitig: Die Eriskay Ponys sind an der Westküste Schottlands beheimatet. Sie gelten als die letzten Überlebenden der ursprünglich einheimischen Ponys. Die Rasse wird daher vom Rare Breed Survival Trust (RBST) als vom Aussterben bedroht eingestuft. (Symbolbild) © Ernie Janes/Imago
Eine Kreuzung aus Warmblut und Kaltblut ist der Budjonny. In Deutschland sind die Pferde eher selten vertreten, in ihrer Heimat in Südrussland sind sie dagegen umso bekannter. Budjonny Pferde sind temperamentvoll und äußerst zäh, da sie ursprünglich für die russische Kavallerie gezüchtet wurden.
Eine Kreuzung aus Warmblut und Kaltblut ist der Budjonny. In Deutschland sind die Pferde eher selten vertreten, in ihrer Heimat in Südrussland sind sie dagegen umso bekannter. Budjonny Pferde sind temperamentvoll und äußerst zäh, da sie ursprünglich für die russische Kavallerie gezüchtet wurden. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Kinsky-Pferde sind mittelgroße, leichte Warmblüter, deren Ursprung in Tschechien liegt. Daher sind sie in Deutschland eher weniger verbreitet. Die Rasse ist vor allem für ihren goldenen Schimmer im Fell bekannt. Dafür ist das sogenannte Cream-Gen verantwortlich.
Kinsky-Pferde sind mittelgroße, leichte Warmblüter, deren Ursprung in Tschechien liegt. Daher sind sie in Deutschland eher weniger verbreitet. Die Rasse ist vor allem für ihren goldenen Schimmer im Fell bekannt. Dafür ist das sogenannte Cream-Gen verantwortlich. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Bei den Mérens handelt es sich um schwarze, stämmige Gebirgspferde aus den Pyrenäen. Sie sind robust, trittsicher und sanftmütig. Vom Aussehen ähneln sie dem englischen Fell Pony und dem Dales-Pony.
Bei den Mérens handelt es sich um schwarze, stämmige Gebirgspferde aus den Pyrenäen. Sie sind robust, trittsicher und sanftmütig. Vom Aussehen ähneln sie dem englischen Fell Pony und dem Dales-Pony. (Symbolbild) © Carol Walker/Imago

Studie zu Lärmempfindlichkeit von Pferden

Fakt ist: Fluchttiere wie Pferde haben sehr gut funktionierende Sinnesorgane. Eine andere Studie unterstreicht, wie hochsensibel die Ohren von Pferden sind.

Rubriklistenbild: © terekhov igor/Design Pics/imago

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