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Von Stauden bis Sträucher – die schönsten Beetnachbarn für Pfingstrosen

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Blühende Pfingstrosen sind die Königinnen der Frühlingsbeete. Und können besonders gut glänzen, wenn man ihnen die passenden Begleitpflanzen zur Seite stellt.

Gesunde, üppig blühende Pfingstrosen sind Pflanzen, die auch alleinstehend schon sehr viel Zierde in den Garten bringen. Geschickt kombiniert mit Stauden oder Sträuchern, die ähnliche Ansprüche an den Standort, Boden und Pflege haben, erzählt das Arrangement aber eine Geschichte über ihre Besitzer und ihre Kreativität. Denn letzterer kann man mit Pfingstrosen wunderbar freien Lauf lassen – ob im romantischen, verspielten Cottage-Garten oder im moderner Stil mit eher aufgeräumten Beeten und klaren Linien und Farbvorgaben. Ein wenig wählerisch sollte man bei der Auswahl der Beetnachbarn allerdings sein, denn um gesunde Pflanzen zu haben, müssen sich alle gut miteinander vertragen.

Beetpartner sollten Sonne und einen humosen Boden lieben

Storchschnabel, Allium und Pfingstrosen sind drei, die sich gut vertragen – und farblich sehr harmonisch wirken.

Eins vorab: Pfingstrosen (Päonien) werden nicht gerne umgepflanzt und bestrafen solche Vorhaben schonmal mit ausbleibender Blüte für die nächsten zwei bis drei Jahre. Wenn Sie also nicht gerade ein Beet mit neuen Pflanzen bestücken, sollten sich die künftigen Beetnachbarn am besten um die bestehenden Pfingstrosen versammeln und nicht umgekehrt. Pfingstrosen bevorzugen einen sonnigen Standort, der darf aber auch halbschattig sein. Außerdem mögen sie einen nährstoffreichen, durchlässigen Boden mit einem schwach sauren pH-Wert von 5,5 bis 6. Die für eine Kombination gewählten Sträucher und Stauden sollten ähnliche Voraussetzungen erfüllen.

Nun muss nur noch die Entscheidung fallen, ob alle Pflanzen im Beet zur gleichen Zeit blühen sollen, oder ob rund ums Jahr andere Stauden ihre Blüten entfalten. Die Pfingstrosen selbst blühen je nach Sorte etwa von Mitte April bis Mitte Juni.

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Die besten Begleitpflanzen für Pfingstrosen – nach Farben

Die folgenden Vorschläge für passende Stauden-Beetpartner sind nach Farben sortiert. Da viele Arten Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben haben, hat man zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten:

  • Weiß: Schafgarbe, Glockenblume, Phlox, Stockrose, Fingerhut, Beetrose
  • Rosa: Schafgarbe, Phlox, Stockrose, Fingerhut, Beetrose, Sterndolde
  • Blau-Violett: Steppen-Salbei, Zierlauch (Allium), Rittersporn, Storchschnabel, Katzenminze, Glockenblume, Traubenhyazinthe
  • Gelb: Frauenmantel, Goldlack, Narzisse, Beetrose, Taglilie

Gut kombiniert: Zehn Pflanzen, die besonders gut zu Rosen passen

Es sind Clematis neben Rosen zu sehen.
Kletterpflanzen wie die Clematis unterstützen durch ihren Wuchs und Form Rosen optisch. Aber auch wegen ihrer Blatt- und Blütenfarbe sowie der ähnlichen Blütezeit eignet sich die Clematis optimal als Begleitstaude für Rosen. Die Blütezeit reicht je nach Sortenwahl von Mai bis September. Kletterrosen und Clematis brauchen zudem ein Rankgerüst, an welchem sie entlangwachsen können.  © stock&people/Imago
Es ist eine Strauchrose mit Rittersporn im Garten zu sehen.
Als Rosenbegleiter eignet sich der Rittersporn besonders gut. Die hochwachsenden Blüten bilden einen schönen Kontrast zur Rosenblüte. Die ausgedehnte Blüte des Rittersporns verlängert die Pracht rund um die Rosen im Beet. Dazu sollten Gartenfreunde den Rittersporn gleich nach der Blüte abschneiden und anschließend unbedingt düngen. Die Stauden haben dann die Möglichkeit, im Spätsommer ebenfalls nochmals zu blühen.  © Erich Geduldig/Imago
Lampenputzergras in einem Beet.
Ziergräser wie das Lampenputzergras lassen die Rosen dichter wirken und werten so das Gartenbild auf. Durch sie wirken die Blumen nicht nur voluminöser, sondern bereichern auch die blütenarmen Monate im Winter. Die stimmungsvollen rotbraunen Blüten des Liebesgrases sorgen zudem für einen schönen Kontrast.  © emer/Imago
Es ist ein Eisenhut im Garten zu sehen.
Um die Blütenpracht im Beet zu verlängern, sollte man auf die Blühdauer der Rosenbegleiter achten. Stauden wie der Eisenhut beginnen in der Regel erst nach der Hauptblüte der Rosen, dafür aber bis in den Herbst hinein zu blühen. Der Eisenhut bevorzugt lockere Böden, welche feucht und nährstoffreich sind. Geeignet sind zudem helle oder halbschattige Standorte.  © Peter Widmann/Imago
Es sind Weinreben und Rosen zu sehen.
Echter Wein ist besonders bei Kletterrosen eine beliebte Kombination. Die strahlend grünen Blätter heben die Blütenpracht der Rosen hervor, ohne ihnen die Show zu stehlen. Das Pflanzen von Rosenstöcken neben Weinreben hat zudem eine lange Tradition. Der Grund: Da die Rosen anfälliger sind für Krankheiten wie Mehltau, können Weinbauern so ihre Reben besser schützen.  © LianeM/Imago
Es ist echter Thymian im Beet zu sehen.
Thymian kann Rosen helfen, gesund zu bleiben. Denn die ätherischen Öle des Krauts halten nicht nur Schnecken, sondern auch andere Fraßschädlinge von den Beeten fern. Das robuste Kraut duftet zudem aromatisch und ergänzt mit seinen feinen Blüten die Schönheit der Rosen.  © F. Hecker/Imago
Es ist ein Storchschnabel zu sehen.
Ebenfalls ein Klassiker unter den Rosenbegleitern ist der Storchschnabel. Die blauvioletten Blüten lassen sich mit fast allen Rosenfarben kombinieren. Niedrige, bodendeckende Storchschnäbel lassen sich ideal mit hochwachsenden Rosen kombinieren. Diese legen einen kleinen Blumenteppich um die Rose und blühen über Wochen hinweg.  © Bildagentur Geduldig/Imago
Es ist Oregano zu sehen.
Kräuter wie Oregano sind eine zauberhafte Kombination mit Rosen. Die weißen Blüten des Oreganos wirken neben den Rosen besonders schön. Die grünen Blätter sind darüber nicht nur nützlich, sondern setzen auch einen feinen Kontrast zu den großen Blättern der Rosen.  © Hans Eder/Imago
Strauchrosen mit Lavendel.
Lavendel gehört zu den Klassikern neben Rosen. Nicht nur umspielt die farbenfrohe Pracht des Lavendels die Rosen über die Sommermonate hinweg. Auch der Duft bereichert den Garten und soll zudem Läuse von den Rosen fernhalten. Allerdings kann Lavendel den Schädlingsbefall nur eindämmen. Sind die Läuse einmal auf der Rose, kann der Lavendel sie nicht vertreiben.  © BA-Geduldig/Imago
Es ist ein Buchsbaum zu sehen.
Ein weiterer klassischer Rosenbegleiter ist der Buchsbaum. Mit seinen kleinen grünen Blättern kann er entweder als Strauch zwischen den Rosenstöcken gepflanzt werden oder dient als Umfassung der Beete. Da der Buchsbaum sehr einfach zu pflegen ist, können Gartenfreunde sich so ganz auf die Rosen konzentrieren.  © Imago

In der Vase passen die oben genannten Blumen übrigens ebenfalls sehr gut zu Pfingstrosen als Schnittblumen. Auch wenn blühende Sträucher im Wuchs meist etwas mächtiger sind, geben sie mit Pfingstrosen oft ein harmonisches Bild ab. Hier eignen sich Flieder, Deutzie, Kolkwitzie, Azaleen oder Rhodondren.

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago

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