Clean und Modern

Nach über 70 Jahren: Sportwagenhersteller Porsche ändert sein Wappen

  • schließen

Der Stuttgarter Autobauer Porsche stellt anlässlich „75 Jahre Porsche Sportwagen“ ein neues Wappen vor. Das Markenzeichen verkörpert nun Historie und Zukunft.

Zuffenhausen - Der Autohersteller Porsche überragt seit vielen Jahren durch seine sportliche Gestaltung und sein luxuriöses Design. Nun wagt der Autobauer aus Stuttgart eine Veränderung: Das bekannte Markenzeichen wurde überarbeitet. Seit 1952 trägt Porsche das Wappen mit den rot-schwarzen Streifen, den stilisierten Stangen eines Hirschgeweihs und dem aufsteigenden Pferd in der Mitte. Nach über 70 Jahren sei es einmal mehr an der Zeit gewesen, das Logo zu modernisieren.

Neues Porsche-Wappen kreiert einen „Spannungsbogen zwischen der Historie und Zukunft der Marke“

„Das Jubiläum ‚75 Jahre Porsche Sportwagen‘ war für uns der Anlass, das Markenzeichen zu überarbeiten“, sagt Michael Mauer, Leiter Style Porsche. Bereits in den Jahren 1954, 1963, 1973 und 1994 sowie zuletzt 2008 habe man das Wappen einen neuen Anstrich bekommen. Gebürstetes Edelmetall, dreidimensionale Wabenstruktur, aufgefrischtes Wappentier sowie dezentere Goldfarbe machen das Design nun aus, erklärt der Zuffenhausener Autohersteller.

„Wir haben historische Elemente neu interpretiert und mit innovativen gestalterischen Elementen wie einer Wabenstruktur und gebürstetem Metall kombiniert. Ergebnis ist ein ästhetisch anspruchsvoller Spannungsbogen zwischen der Historie und Zukunft der Marke“, erklärt Mauer.

Die verschiedenen Porschen-Wappen aus den vergangenen Jahren. Ganz rechts befindet sich das neuste Design.

Mit dem neusten Design des Wappens transportiere man den „cleaneren und modernen“ Charakter des Sportwagenherstellers und dennoch bleibt es auf den ersten Blick wiederzuerkennen. Für das neuste Design haben sich die Entwickler drei Jahre Zeit gelassen. „Der Faktor Zeit ist in einem solchen Reifeprozess ganz wichtig“, beschreibt Joachim Paetzel, Fachreferent Color and Trim bei Style Porsche. Ein Markenzeichen entwerfe man immerhin „nicht ‚mal schnell‘ binnen weniger Tage“. Die ersten Fahrzeuge werden erst Ende 2023 mit dem neuen Porsche-Wappen ausgestattet.

Spannende 6 Fakten zum bekannten Porsche-Wappen

Die verschiedenen Porsche-Wappen aus den vergangenen 71 Jahren sind bei Porsche Classic im Rahmen des Originalteile-Angebots weltweit verfügbar. Das historische Markenzeichen hat einige spannende Fakten zu liefern, die sicherlich nicht jeder Fan des Stuttgarter Autoherstellers gehört hat. Hier kommen sechs spannende Fakten zum Wappen:

  • Das aufsteigende Pferd in der Mitte des Porsche-Wappens stammt vom Stuttgarter Stadtsiegel. Dieses geht auf eine Pferdezucht („Stutengarten“) zurück. Zusammen mit dem Stadtnamen bekennt sich der Autohersteller damit zu seiner schwäbischen Heimat.
  • Die schwarzen und roten Streifen sowie die Stangen eines Hirschgeweihs sind aus dem traditionellen Wappen Württemberg-Hohenzollerns entnommen.
  • Porsche suchte 1951 sein Markenzeichen per Preisausschreiben. Der Stuttgarter Arzt und Kunstsammler Ottomar Domnick rief hierfür einen Wettbewerb an deutschen Kunstakademien ins Leben. 1.000 DM wurden für die Entwicklung eines Logos ausgeschrieben, doch am Ende entsprach kein Entwurf den Vorstellungen der Geschäftsleitung von Porsche.
  • Das Wappen wurde schließlich von Franz Xaver Reimspieß Anfang 1952 in einer ersten Urform entworfen. Der zeichnerisch hoch begabte Konstrukteur soll 1936 auch das Volkswagen-Logo gestaltet haben.
  • Der Sportwagenhersteller hat sein Wappen 1952 als Marke (DE 657728) schützen lassen. Nur mit der Zustimmung der Porsche AG darf es kommerziell verwertet werden.
  • Zum ersten Mal auf einem Porsche verwendet wurde das Markenzeichen erst vier Jahre, nachdem es entwickelt wurde. Ende 1952 erschien das Logo erstmals auf der Lenkradnabe, bevor es im November 1954 in den Griff auf der Fronthaube des 356 Speedster integriert wurde. Ab 1959 zierte es auch die Radkappen der Sportwagen.

(Quelle: Porsche AG)

Rubriklistenbild: © Porsche AG

Kommentare