Dienstwagen als „Lockmittel“: In welchen Branchen die Chancen auf ein Auto hoch sind
Wie eine Analyse der Mietwagen-Plattform billiger-mietwagen.de und des Job-Portals Indeed ergab, stieg der Anteil der angebotenen Dienstwagen in Stellenanzeigen zwischen 2019 und 2022 auf mehr als das Doppelte an: War im Jahr 2019 nur in 1,96 Prozent aller Inserate ein Dienstwagenangebot enthalten, so fand sich dies im Jahr 2022 bereits in 4,05 Prozent der Stellenanzeigen.
Immer mehr Arbeitgeber locken mit Dienstwagen – speziell Unternehmen aus dem Handwerkssektor
Speziell Unternehmen aus dem Handwerk offerieren gerne Dienstfahrzeuge: Ihr Anteil lag bei mehr als 30 Prozent am Gesamtvolumen der Jobanzeigen mit Dienstwagenangebot. Auch Vertriebler werden gerne damit bedacht: 13,8 Prozent der Inserate enthielten ein Dienstfahrzeugangebot. Platz drei belegt das medizinische Fachpersonal mit einem Anteil von 9,5 Prozent. Wenig Chancen auf einen Dienstwagen dürfen sich dagegen Dienstleister im Beratungssektor erhoffen: Hier lag der Anteil bei den Stellenanzeigen gerade einmal bei 0,2 Prozent.
Top 10: Das sind die beliebtesten Dienstwagen der Deutschen
Doch bei der Untersuchung wurden nicht nur die Branchen ausgewertet, sondern auch die spezifischen Berufe. Die Top-3 bei den Stellenanzeigen mit Dienstwagenangebot waren demnach:
Platzierung/Beruf
Anteil
1. Anlagenmechaniker
8,9 Prozent
2. Vertriebsbeauftragte & Heizungs- und Sanitärmonteure
4,8 Prozent
3. Elektriker
4,7 Prozent
Immer mehr Arbeitgeber locken mit Dienstwagen – aus Klima-Sicht problematisch
Ein Problem aus Klima-Sicht: Bei Dienstwagenfahrern sind mitunter Plug-in-Hybride sehr beliebt – denn diese bieten einen besonderen Steuervorteil. Bei der Versteuerung dieser Antriebsgattung werden nämlich nur 0,5 Prozent statt eines Prozentes des Bruttolistenpreises fällig. Allerdings nähern sich Plug-in-Hybride nur dem angegeben günstigen Normverbrauch, wenn man sie auch entsprechend auflädt. Doch viele verfeuern lieber den vom Arbeitgeber bezahlten Sprit als das Fahrzeug zu Hause mit Strom zu betanken. Denn Letzteren muss man ja schließlich aus eigener Tasche zahlen. Letzten Endes ist der Elektromotor dann nur unnötiger Ballast und treibt den Verbrauch in die Höhe – und führt den vermeintlichen Umweltvorteil ad absurdum.