VonSebastian Oppenheimerschließen
E-Autos verkauften sich zuletzt schlecht. Das liegt vor allem am hohen Preis, wie nun eine Umfrage bestätigt. Außerdem zeigt sich: Viele zweifeln am Verbrenner-Aus.
Die Mobilitätswende ist in Deutschland in den zurückliegenden Monaten gehörig ins Stocken geraten. Zwar stieg der Bestand an reinen Elektroautos (BEV) bis Ende 2023 laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Deutschland um 39,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 1,4 Millionen Fahrzeuge an. Doch zuletzt verkauften sich Stromer alles andere als gut: Im April beispielsweise konnten E-Autos nicht vom deutlichen Anstieg der Neuzulassungen profitieren. Im Gegenteil: Es ging sogar leicht ins Minus. Hauptgrund für die Zurückhaltung der Käufer ist nach wie vor das Förderungs-Aus durch den Umweltbonus im vergangenen Dezember. Auch eine Umfrage zeigt nun, dass für viele potenzielle Kunden vor allem der hohe Preis von E-Autos ein Problem ist.
Zu hohe Preise: 46 Prozent der Befragten sind Elektroautos zu teuer
Laut dem Automobilbarometer 2024 „Motorists are in a fog“ von Consor Finanz ist für 46 Prozent der Deutschen der Kaufpreis das Hauptargument, sich kein Elektroauto anzuschaffen. Außerdem befürchten knapp Dreiviertel der Befragten, dass steigende Stromkosten E-Autos auf Dauer teurer machen könnten als Benziner. 70 Prozent der Umfrageteilnehmer sind davon überzeugt, dass Subventionen essenziell sind, um die Autofahrer zu unterstützen.
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51 Prozent der Deutschen glauben nicht, dass E-Autos Verbrenner komplett ersetzen werden
Auch von der Umweltfreundlichkeit von E-Autos sind die Menschen nicht gänzlich überzeugt: Nur 52 Prozent der Deutschen glauben, dass Elektroautos den ökologischen Wandel bringen. Eine reine Elektro-Zukunft auf den Straßen können sich ebenfalls viele nicht vorstellen: Etwas mehr als die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) glaubt der Umfrage zufolge nicht, dass Elektroautos irgendwann die Verbrenner komplett ersetzen werden.
Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023




Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Gegen die Anschaffung eines Stromers spricht für zahlreiche Deutsche laut der Umfrage neben dem Preis die fehlende Reichweite: Für 40 Prozent der Befragten ist dies ein Kaufhindernis. 37 Prozent verbinden mit dem E-Auto noch ungelöste Umweltprobleme. Außerdem sorgen sich 62 Prozent darum, dass überhaupt genügend Strom produziert werden kann, um alle E-Autos flächendeckend zu versorgen.
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