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Mit Öl, Gas, Holz oder Strom heizen? Prognose verspricht Entlastung für Verbraucher

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Verbraucher können aufatmen: Nach Jahren hoher Heizkosten deutet sich eine Trendwende an. Die Prognose für 2024 sieht vielversprechend aus.

Hamm – Die Energiekrise 2022 brachte für Verbraucher erhebliche Heizkosten mit sich, hauptsächlich aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine, der zu einem Mangel an günstigem Gas und steigenden Preisen führte. Seitdem sind die Preise jedoch wieder gesunken und auch in diesem Jahr dürften die meisten Verbraucher eine Reduzierung ihrer Heizkosten feststellen.

Mit Gas, Strom oder Holz heizen? Prognose verspricht Entlastung für Verbraucher

Die gemeinnützige Energieberatungsgesellschaft co2online veröffentlicht jährlich den Heizspiegel für Deutschland. Für 2024 wird eine weitere Senkung der Heizkosten prognostiziert - für Gas (-25 Prozent), Wärmepumpen (-18 Prozent), Holzpellets (-6 Prozent) und Heizöl (-4 Prozent). Die Daten für diese Prognose stammen aus der Auswertung von 144.137 Gebäudedaten zentral beheizter Wohngebäude in ganz Deutschland.

Eine Analyse des Handelsblatts, die auf Daten verschiedener Vergleichsportale wie Verivox, Heizoel24, Check24 und Heizpellets24 basiert, kommt zu dem gleichen Ergebnis: Die Heizkosten für Verbraucher, die auf Gas, Heizöl oder Holzpellets angewiesen sind, werden 2024 sinken. Gleiches gilt für Nutzer von Wärmepumpen.

Laut der Prognose von co2online werden jedoch die Kosten für Fernwärme um 21 Prozent steigen. Dies wird auf den Wegfall der Preisbremsen und höhere Energiepreise in diesem Jahr zurückgeführt. Darüber hinaus könnten eine unzureichende Regulierung und intransparente Preisgestaltung bei der Fernwärme weitere Gründe für den Preisanstieg sein.

Prognose für Heizölpreise noch nicht ganz sicher

Ob die Prognose der Heizölpreise für dieses Jahr zutrifft, bleibt abzuwarten. Zuletzt waren die Ölpreise aufgrund des Kriegs im Nahen Osten starken Schwankungen unterworfen, was sich auch auf die Heizölpreise auswirkte. Die seit 2022 gesunkenen Gaspreise sind auch auf die Bemühungen der Bundesregierung zurückzuführen, andere Gaslieferanten als Russland zu finden. Die Gasspeicher in Deutschland sind auch in diesem Jahr gut gefüllt, während andere EU-Länder derzeit mit ihrer Abhängigkeit von russischem Gas zu kämpfen haben.

Die gestiegenen Kosten für Wärmepumpenbesitzer im Jahr 2022 sind auf die Funktionsweise des europäischen Strommarkts zurückzuführen. Dieser arbeitet nach dem sogenannten Merit-Order-Prinzip, bei dem Kraftwerke, die Strom kostengünstig produzieren können, zuerst herangezogen werden, um die Nachfrage zu decken. Der Preis richtet sich jedoch nach dem zuletzt geschalteten, also teuersten Kraftwerk - oft Gaskraftwerke.

Heizen mit Holzpellets wird noch günstiger

Das Heizen mit Holzpellets wird ebenfalls günstiger und bleibt preislich deutlich unter Heizöl, Erdgas und Fernwärme. In der Handelsblatt-Analyse der Vergleichsportale ist das Heizen mit Pellets sogar leicht günstiger als das Nutzen einer Wärmepumpe. „Holz ist ein nachwachsender und heimischer Rohstoff, dessen Vorrat in den deutschen Wäldern höher ist als in jedem anderen EU-Land“, so Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV).

Die Nachhaltigkeit der Pellets hängt jedoch auch von ihrer Herkunft ab: „Wenn die Pellets aus Abfallprodukten in den Sägewerken hergestellt werden, ist das in Ordnung. Nicht aber, wenn ganze Baumstämme zu Pellets werden“, warnt Stefan Materne vom Energieteam im Verbraucherzentrale Bundesverband.

Heizen ist gerade bei den niedrigen Temperaturen wichtigen. Im Winter erhöhen nasse Fenster im Haus die Schimmelgefahr. Ein simples Hausmittel kann helfen. Es gibt auch eine grundlegende Lösung für das Problem. (mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Zoonar/ Imago

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