Verkehrssünder-Auswertung

Punkte in Flensburg: Mercedes-CLA-Fahrer sündigen am häufigsten

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Ein Vergleichsportal hat untersucht, welche Automodelle besonders häufig Punkte sammeln. Spitzenreiter sind demnach Fahrer des Mercedes CLA.

Wer sich nicht an die Verkehrsregeln hält, dem drohen bei schwereren Verstößen Punkte in Flensburg. Landläufig spricht man von der „Verkehrssünderkartei“ – im offiziellen Behördendeutsch nennt sich das Punktekonto aber „Fahreignungs-Bewertungssystem“. Bei acht oder mehr Punkten wird die Fahrerlaubnis entzogen – und so ein Fall wird dann wiederum im „Fahreignungsregister“ (FAER) festgehalten. Erst kürzlich deckte der ADAC große Lücken beim Führerschein-Wissen von Autofahrern auf – nun zeigt eine Auswertung, welche Marken und Modelle besonders häufig Punkte sammeln.

Laut der Auswertung eines Vergleichsportals sammeln Fahrer des Mercedes CLA besonders häufig Punkte in Flensburg. (Symbolbild)

Punkte in Flensburg: Mercedes-CLA-Fahrer ganz vorn dabei

Das Vergleichsportal Verivox hat dafür anonymisierte Daten aus Kfz-Versicherungsabschlüssen untersucht, die über das eigene Portal erfolgten. Demnach sammeln Fahrer des Mercedes CLA am häufigsten Punkte: Die Lenker des Stuttgarter Modells liegen dabei 70 Prozent über dem Durchschnitt. Auf dem zweiten Rang landete der Škoda Superb. Auffällig stark in den Top 10 der Punktesünder vertreten ist die Marke Audi – gleich sechs Fahrzeuge der Ingolstädter sind darunter: A5, Q5, A1, A6, TT und A4.

Punkte in Flensburg: Porsche liegt im Marken-Ranking der Verkehrssünder vorn

Im reinen Markenranking der Punktesünder hat jedoch ein anderer Hersteller die Nase vorn: Porsche. Fahrer der Modelle aus Stuttgart haben laut der Auswertung zu 68 Prozent häufiger Punkte in Flensburg als der Durchschnitt der Fahrer. Erst kürzlich war ein 17-jähriger Fahranfänger im Porsche gleich zweimal von der Polizei erwischt worden, weil er zu schnell unterwegs war. Audi landete in der Marken-Untersuchung auf Rang zwei, gefolgt von Land Rover. Besonders regeltreu sind der Auswertung zufolge Fahrer der Marke Suzuki unterwegs. Der Toyota Yaris war das Modell, das am wenigsten von Punktesündern gelenkt wurde.

Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Streit um Tempolimit für Ortsdurchfahrt
Zum 9. November 2021 ist der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Wer innerorts 16 bis 20 Stundenkilometer zu schnell fährt und geblitzt wird, zahlt statt wie früher 35 nun 70 Euro. © Sebastian Gollnow/dpa
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder.
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder. © Uwe Anspach/dpa
 Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. M
Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. (Symbolbild) © Arne Dedert/dpa
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläuterte.
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläutert hatte. Dies gelte dann, wenn Radfahrer vorschriftswidrig auf einem Gehweg fahren.  © Paul Zinken/dpa
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen.
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen.
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen. (Archivbild/Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa
Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.
Wer keine Rettungsgasse bildet oder die sogar selbst zum schnelleren Vorankommen mit dem Auto nutzt, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.  © Patrick Seeger/dpa
Polizei-Kontrollaktion zu Drogen und Alkohol
Lkw-Fahrer, die gegen die neu eingeführte Pflicht verstoßen, mit dem Lastwagen beim Rechtsabbiegen innerorts nur mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren, werden mit 70 Euro zur Kasse gebeten. (Archivbild/Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa
Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.
Auto-Poser aufgepasst: Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.  © Patrick Pleul/dpa

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Punkte auf dem Flensburger Konto werden auch automatisch wieder gelöscht – allerdings unterscheiden sich die Fristen nach der Schwere des Verstoßes. Auch ein Abbau von Punkten ist möglich – bei freiwilliger Teilnahme an einem sogenannten „Fahreignungsseminar“. Das geht allerdings nur, wenn man noch nicht mehr als fünf Punkte auf dem Konto hat.

Rubriklistenbild: © Mercedes-Benz

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