Nur Platz 15

Ranking zeigt – so wenig Geld haben die Deutschen im EU-Vergleich

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Die Europäische Zentralbank veröffentlicht eine Rangliste der Vermögen in den einzelnen EU-Ländern. Deutschland liegt relativ weit hinten.

Ist Deutschland arm dran? In einer Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) wurden die Vermögensverhältnisse in der Europäischen Union ausgewertete und gerankt. Deutschland schafft es dabei nur auf Platz 15 von 20 – und das, obwohl eine Auswertung der DZ Bank zeigt, dass Deutsche derzeit so reich wie nie sind.

Ranking der Europäischen Zentralbank – Deutschland auf Platz 15

Im Ranking der EZB schafft es Deutschland mit einem durchschnittlichen Vermögen von 106.000 Euro lediglich auf Platz 15, so „bild.de“. Dieses Vermögen stellt den Mittelwert dar und bedeutet, dass die Hälfte der Haushalte weniger und die andere Hälfte mehr Vermögen besitzt. Noch schlechter als Deutschland schnitten Länder wie Griechenland (97.000 Euro), Ungarn (69.000 Euro) oder Litauen (69.000 Euro) ab.

Der deutliche Sieger dieses Rankings: Luxemburg. Mit sattem 739.000 Euro im Durchschnitt hebt sich das kleine Land um über 400.000 Euro vom zweitplatzierten Malta ab, das „nur“ mit 333.000 Euro prahlen kann. Dicht daran liegt Irland mit 315.000 Euro auf Platz drei. Eine Übersicht über die genauen Platzierungen gibt es hier:

  • 1. Luxemburg 739.000 Euro
  • 2. Malta 333.000 Euro
  • 3. Irland 315.000 Euro
  • 4. Zypern 298.000 Euro
  • 5. Belgien 277.000 Euro
  • 6. Niederlande 229.000 Euro
  • 7. Spanien 197.000 Euro
  • 8. Frankreich 185.000 Euro
  • 9. Italien 161.000 Euro
  • 10. Slowenien 154.000 Euro
  • 11. Österreich 153.000 Euro
  • 12. Finnland 134.000 Euro
  • 13. Portugal 126.000 Euro
  • 14. Slowakei 116.000 Euro
  • 15. Deutschland 106.000 Euro
  • 16. Griechenland 97.000 Euro
  • 17. Estland 86.000 Euro
  • 18. Ungarn 69.000 Euro
  • 19. Litauen 69.000 Euro
  • 20. Lettland 37.000 Euro

Deutsche haben geringes Vermögen – daran könnte es liegen

Auch wenn die EZB keine genauen Gründe für die, im Vergleich, ziemlich niedrigen Vermögenswerte nennt, könnte laut „focus.de“ die besonders niedrige Wohneigentumsquote ein wichtiger Faktor sein. Diese liegt laut dem Statistischen Bundesamt nämlich nur bei 42 %, was bedeutet, dass Millionen Menschen lebenslang zur Miete leben – die immer teurer wird. Experten warnen davor, dass die Mietpreise im Jahr 2025 deutlich steigen werden.

Im Vergleich zu Deutschland ist der Anteil an Immobilienbesitzern in anderen Ländern wie Italien und Spanien deutlich höher, berichtet „blackout-news.de“. Immobilien gelten weiter als wertstabile Anlage, die in den letzten Jahrzehnten trotz Preisschwankungen an Wert gewonnen haben. Je weniger Deutsche im Besitz einer Immobilie stehen, desto weniger können dementsprechend Vermögenswerte aufbauen.

Rubriklistenbild: © IMAGO

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