EU-Bericht

Sparsamer, aber nicht sauberer: Verbrenner stoßen so viel CO2 aus wie vor 12 Jahren

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Befürworter der Verbrennungsmotoren werden enttäuscht. Trotz technischer Verbesserungen bleibt der CO2-Ausstoß hoch. Fahrzeuge mit Diesel-Motoren sind besonders schmutzig.

Der Motorenexperte Fritz Indra sorgt immer wieder mit provokanten Thesen für Aufregung. So seien Verbrenner seiner Meinung nach besser für die Umwelt als Elektroautos. Und das, obwohl zahlreiche Studien das Gegenteil belegen. Und offenbar sind moderne Verbrennungsmotoren auch nicht so sauber, wie man bisher dachte.

Obwohl die EU ihre Vorschriften verschärft hat, emittieren die meisten Autos auf Europas Straßen laut EU-Rechnungshof immer noch so viel CO2 wie vor zwölf Jahren. Technologische Verbesserungen haben die Motoreffizienz erhöht, doch das zusätzliche Gewicht und die gesteigerte Leistung haben diese Fortschritte zunichtegemacht, wie ein aktueller Bericht des Europäischen Rechnungshofs vom 24. Januar zeigt.

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Elektroautos sorgen für Rückgang der CO2-Emissionen

Laut den Prüfern ist der Rückgang der CO2-Emissionen um 4,6 Prozent im realen Fahrbetrieb ausschließlich auf Elektroautos zurückzuführen. „Die CO2-Emissionen von Fahrzeugen werden erst dann wirklich zurückgehen, wenn der Verbrennungsmotor seine dominierende Stellung verliert“, erklärt Pietro Russo, das für den Bericht verantwortliche Mitglied des Rechnungshofs.

Dieselautos sind in den letzten zehn Jahren nicht sauberer geworden.

Die EU-Pkw-CO2-Verordnung von 2010 verpflichtet Hersteller, den CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeuge offenzulegen und Gebühren zu entrichten, wenn sie bestimmte Grenzwerte überschreiten. Bis 2035 sollen Neufahrzeuge keine Emissionen mehr verursachen.

Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023

Fahraufnahme eines Mini SE
Platz 10 – Mini Cooper E/SE: 13.953 Neuzulassungen im Jahr 2023 reichten Mini für den Einzug in die Stromer-Top-10. Der Cooper E/SE sicherte sich im Jahres-Ranking den zehnten Platz. © Mini
Ein BMW iX1
Platz 9 – BMW iX1: Die vollelektrische Version des BMW X1 wurde im vergangenen Jahr 14.694-mal neu zugelassen. Damit landet der iX1 auf dem neunten Rang im Jahres-Ranking 2023. © BMW
Ein Tesla Model 3
Platz 8 – Tesla Model 3: Der US-Hersteller Tesla sicherte sich mit seinem Model 3 den achten Platz im Ranking. Laut KBA kam der Stromer 2023 in Deutschland auf 15.865 Neuzulassungen. © Imagebroker/Imago
Fahraufnahme eines Cupra Born
Platz 7 – Cupra Born: Einst ein Seat-Ableger, inzwischen eine eigene Marke: Der vollelektrische Cupra Born wurde im vergangenen Jahr laut KBA 17.464-mal neu zugelassen – und landete damit auf Rang 7. © Cupra
Fahraufnahme eines Audi Q4 e-tron
Platz 6 – Audi Q4 e-tron: Laut KBA kam der Audi Q4 e-tron im Jahr 2023 auf 18.061 Neuzulassungen. Damit erreichte der Ingolstädter den sechsten Platz im Ranking. © Audi
Ein VW ID.3
Platz 5 – VW ID.3: Noch vor den zum Konzern gehörenden Marken konnte sich ein „eigenes“ VW-Produkt platzieren: Mit 22.270 Neuzulassungen im Jahr 2023 sicherte sich der VW ID.3 den fünften Rang. © VW
Fahraufnahme eines Fiat 500e
Platz 4 – Fiat 500e: Laut KBA wurde der Elektroflitzer Fiat 500e im Jahr 2023 in Deutschland 22.608-mal neu zugelassen – das reicht für den vierten Platz. © Fiat
Ein Skoda Enyaq
Platz 3 – Škoda Enyaq: Auch auf dem dritten Platz findet sich eine Marke aus dem VW-Reich: 23.498-mal wurde das E-SUV Škoda Enyaq im vergangenen Jahr neu zugelassen. © Škoda
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4/ID.5: Für die erfolgsverwöhnten Wolfsburger reichte es nur für den Vize-Titel des Jahres 2023. 36.353 Neuzulassungen der E-Modelle ID.4 (Foto) und ID.5 zählte das KBA im vergangenen Jahr. © VW
Ein Tesla Model Y auf einer Messe
Platz 1 – Tesla Model Y: Eine Titelverteidigung ist nie einfach – doch Tesla hat es geschafft. Wie schon im Jahr 2022 konnte sich das Model Y auch im Jahr 2023 den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen (45.818) in Deutschland sichern.  © Pond5 Images/Imago

Keine Veränderung bei Dieseln: CO2-Ausstoß so hoch wie vor zehn Jahren

Die CO2-Emissionen von Dieselfahrzeugen sind laut dem Bericht in den letzten zehn Jahren gleich geblieben, während sie bei Benzinern leicht gesunken sind. In diesem Kontext sprechen Wirtschaftswissenschaftler und Klimaforscher auch vom „Rebound-Effekt“: Die durch Effizienzsteigerungen erzielten Einsparungen werden durch intensivere Nutzung und größere Geräte kompensiert.

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Hindernisse bei der Etablierung der Elektromobilität bestehen im Zugang zu Batterierohstoffen, in einer unzureichenden Ladeinfrastruktur und in hohen Anschaffungskosten für Elektroautos. Diese Faktoren könnten dazu führen, dass Verbraucher ältere, umweltschädlichere Fahrzeuge länger in Betrieb halten. In den nächsten Jahren kommen jedoch immer mehr bezahlbare Elektroautos auf den Markt.

Der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

Rubriklistenbild: © Michael Weber/Imago

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