VonKai Hartwigschließen
Ein Aushang an einer Supermarkt-Filiale fiel einem Kunden ins Auge. Einem Prominenten wurde der Zutritt verwehrt – oder etwa nicht?
Siegen – Auch im Supermarkt sollte man sich an gewisse Benimmregeln halten. Alles ist beim Einkaufen nicht erlaubt. Wer die Regeln bricht, muss mit Konsequenzen rechnen. Dabei kann eine Filiale von Rewe, Aldi, Lidl oder der Konkurrenz hart durchgreifen und von ihrem Hausrecht Gebrauch machen. Schlimmstenfalls droht Kunden ein Hausverbot – von diesem war nun auch ein deutscher Superstar betroffen.
Supermarkt-Hausverbot für deutschen Superstar? „Kein Zutritt“ für Scooter-Frontmann H.P. Baxxter
An einer Supermarkt-Filiale in Nordrhein-Westfalen entdeckte ein Kunde ein Schild. Darauf war unmissverständlich zu lesen: „Kein Zutritt für Hunde, Scooter, Inliner“. Einen Schnappschuss des Schildes postete ein User bei reddit. Beim Blick auf besagtes Schild fiel dann weniger der zitierte Satz ins Auge, sondern vielmehr die dazugehörigen Verbotssymbole. Ob es sich um ein echtes Schild oder eine Fotomontage handelt, ließ sich nicht zweifelsfrei sagen. Eine Anfrage von IPPEN.MEDIA an Mix Markt blieb vorerst unbeantwortet.
Während Hund und Rollschuhe noch wenig überraschend in einem durchgestrichenen Kreis unter besagtem Satz zu finden waren, kam das Bild eines bekannten Sängers an dieser Stelle doch unerwartet: H.P. Baxxter war dort ebenfalls abgebildet. Der Frontmann der Band Scooter ist in dem Supermarkt auf den ersten Blick wohl dementsprechend nicht erwünscht.
Der Schnappschuss entstand wohl im Eingangsbereich der Siegener Filiale der Supermarktkette Mix Markt. Diese ist nach Angaben auf der Unternehmenshomepage ein „Supermarkt für russische Produkte, polnische Lebensmittel und rumänische Spezialitäten“.
reddit-Gemeinde rätselt über Scooter-Schild in Supermarkt – „Der hat bei mir daheim auch Hausverbot“
Hatte sich der in Ostfriesland geborene H.P. Baxxter (mit bürgerlichem Namen Hans Peter Geerdes) in dem Markt in NRW möglicherweise schon einmal schlecht benommen? Auf reddit nahm die Diskussion um das kuriose Verbotsschild jedenfalls Fahrt auf. „Die wollen nur nicht, dass Hans Peter dasselbe abzieht wie in der Edeka-Werbung“, vermutete ein Nutzer. Er erinnerte sich offenbar an einen alten Werbespot mit dem Scooter-Frontmann aus dem Jahr 2015. Der Clip endete damit, dass H.P. Baxxter sich in einer Edeka-Filiale auf ein Kassenband stellte, um seine größten Hits durch den Markt zu gröhlen.
Andere Nutzer reagierten auf den reddit-Beitrag, indem sie Scooter-Hits zitierten. „Allzeit Hartkern!“, scherzte einer – frei nach dem Song „Always Hardcore“. Ein anderer User wollte wissen: „Wie viel kostet der Fisch?“ Mit „How much is the fish?“ waren Scooter vor einigen Jahren in den Charts erfolgreich. Passenderweise hatte dieses Lied auch in dem angesprochenen Edeka-Spot mit H.P. Baxxter eine zentrale Rolle eingenommen. Mit deutlich weniger Humor kommentierte ein weiterer Nutzer das Verbotsschild um den Scooter-Frontmann. „Drecksmusik, der hat bei mir daheim auch Hausverbot“, schrieb er unmissverständlich.
Doch zurück zum Grund für das vermeintliche Supermarkt-Hausverbot für H.P. Baxxter und Scooter: Auch wenn die Erklärung, der Sänger habe sich einst dort daneben benommen, naheliegend erscheinen mag – ein Fehlverhalten des bekannten Musikers ist ziemlich sicher nicht der Grund für das Scooter-Hausverbot. Vielmehr dürfte der Mix Markt in Siegen zu einem Wortwitz gegriffen haben, als er sein Verbotsschild kreierte.
Supermarkt nutzt H.P. Baxxter und Scooter-Wortwitz für Verbotsschild
Bekanntermaßen wird der Bandname Scooter auch als Begriff für ein Fortbewegungsmittel genutzt: Den Tretroller. Diesen fahren nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsenen. Zudem werden die von einem Elektro-Motor angetriebenen Roller als E-Scooter bezeichnet. Ob sich Supermarkt-Kunden in der Vergangenheit auf Rollern durch die Gänge der Mix-Markt-Filiale bewegt haben und dort so für Chaos gesorgt haben, ist nicht überliefert.
Unterdessen jubelte jüngst ein Familienvater über einen besonderen Einkaufswagen im Supermarkt. Er wusste zuvor gar nicht, „dass es die überhaupt gibt“. Ähnlich begeistert zeigte sich kürzlich auch ein US-Ehepaar, das zum allerersten Mal in einem deutschen Supermarkt einkaufte. (kh)
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