24 Modelle im Vergleich

Reichweite von E-Autos im Winter: Test zeigt teils deutliche Einbrüche

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Kälte bereitet E-Autos immer noch Probleme – unter anderem sinkt die Reichweite. Ein Test in Norwegen offenbart teils deutliche Einbrüche.

Im Jahr 2024 erlebte die Elektromobilität in Deutschland einen deutlichen Rückschlag. Die Anzahl der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge sank im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 25 Prozent. Der Wegfall des Umweltbonus für Elektroautos Ende 2023 führte dazu, dass vor allem die hohen Anschaffungskosten viele Interessenten abschreckten. Zudem bestehen bei vielen potenziellen Kunden weiterhin Bedenken hinsichtlich der Reichweite von Elektrofahrzeugen. Obwohl die Reichweite in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist, gibt es im Winter oft erhebliche Einbußen.

Bei winterlichen Bedingungen haben Elektroautos so ihre Schwächen – unter anderem sinkt die Reichweite. Ein Test zeigt nun, wie verschiedene E-Auto-Modelle bei Kälte abschneiden. (Symbolbild)

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Elektroautos im Wintertest: Teils starke Reichweiten-Abweichungen zum WLTP-Wert

Ein Test des norwegischen Automobilclubs NAF in Zusammenarbeit mit dem Autoportal Motor untersuchte nun, welche Fahrzeugmodelle bei Kälte besonders gut abschneiden und welche nicht. Von den 24 getesteten Modellen erzielten das Model 3 von Tesla und der Polestar 3 die besten Ergebnisse: Beide legten jeweils 531 Kilometer zurück, bevor die Batterien leer waren. Der Polestar 3 lag damit nur fünf Prozent unter seinem offiziellen WLTP-Wert, während der Tesla mit einer WLTP-Angabe von 702 Kilometern eine Abweichung von 24 Prozent aufwies.

Der Peugeot E-3008 zeigte die größte Diskrepanz zu den Normangaben, da seine Batterie bereits nach 347 Kilometern leer war. Die WLTP-Angabe lag bei dem Fahrzeug bei 510 Kilometer, was einer Abweichung von 32 Prozent entspricht. Die geringsten Abweichungen verzeichneten der Polestar 3 mit minus 5 Prozent, der BYD Tang mit minus 9 Prozent und der elektrische Mini Countryman mit minus 11 Prozent.

Sicher durch die kalte Jahreszeit: Zehn Tipps, wie Sie Ihr Auto winterfest machen

Winterreifen auf schneebedeckter Straße
Reifen wechseln: Die speziellen Profile sowie die Gummimischung von Winterreifen sorgen bei kalten Temperaturen für einen besseren Grip. Der ADAC empfiehlt eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern. Die Faustregel besagt, Winterreifen „von O bis O“ zu nutzen – also von Oktober bis Ostern. Spätestens im November sollten die Sommerreifen ab sein.  © Wolfgang Filser/IMAGO
Gummidichtung an Autotür wird gepflegt
Dichtungen pflegen: Bei Minustemperaturen frieren die Gummidichtungen an den Autotüren schnell zu. Eine regelmäßige Reinigung und Pflege hält sie im Winter geschmeidig. Dafür können Sie spezielle Gummipflegeprodukte nutzen.  © IMAGO
Frau enteist Autotürschloss
Schlösser schützen: Auch die Türschlösser können im Winter anfrieren. Hier helfen Grafitspray oder spezielle Schmieröle. Ein vereistes Schloss lässt sich mit einem Türschlossenteiser wieder öffnen. Am besten haben Sie das Produkt in der kalten Jahreszeit stets griffbereit.  © IMAGO
Batterietest mit einem Voltmeter
Batterie checken: Kalte Temperaturen setzen der Autobatterie besonders zu. Ein Batterietest zeigt, ob sie noch ausreichend Ladekapazität hat. Dazu können Sie ein Volt – oder Multimeter nutzen. Die Batteriespannung sollte nicht unter zwölf Volt liegen.  © IMAGO
Autos fahren im Nebel auf der Straße
Beleuchtung kontrollieren: Im Winter schrumpft das Tageslicht auf ein Minimum. Umso wichtiger ist es, dass sämtliche Leuchtmittel am Auto einwandfrei funktionieren. Nehmen Sie sich die Zeit und überprüfen Sie alle Fahrzeuglichter. Nur wenn Fernlicht, Nebelscheinwerfer, Bremsleuchte etc. einsatzfähig sind, können Sie sicher fahren.  © IMAGO
Bremse in Autoreifen
Bremsen prüfen: Rutschige und vereiste Straßen fordern ein Maximum an Bremsleistung. In der dunklen Jahreszeit ist es unabdingbar, dass Bremsscheibe und Bremsbeläge einwandfrei funktionieren. Ansonsten müssen sie schnellstmöglich ausgetauscht werden.  © D. Kerlekin/IMAGO
Überprüfung des Frostschutzmittelstandes im Kühlmittel des Autos
Ausreichender Kühlerfrostschutz: Ohne entsprechenden Schutz gefriert das Kühlmittel im Winter. Das kann schlimmstenfalls den Motor zerstören. Den Frostschutz können Sie in einer Werkstatt kontrollieren lassen oder selbst überprüfen. Dafür benötigen Sie ein spezielles Messgerät, das es in Baumärkten oder Tankstellen zu kaufen gibt.  © Mikalai Sayevich/IMAGO
Mann füllt Scheibenwischwasser im Auto nach
Scheibenwischwasser austauschen: Um die Scheibenwischer auch bei eisigen Temperaturen nutzen zu können, brauchen Sie einen frostbeständigen Scheibenreiniger. Wichtig ist, dass das Sommer- und Wintermittel nicht vermischt werden, da der Frostschutz so nicht garantiert werden kann.  © IMAGO
Scheibenwischanlage wird kontrolliert
Scheibenwischanlage kontrollieren: Vor dem Winter sollten Sie die Funktionstätigkeit und Einstellung der Scheibenwischer überprüfen. Bei Rissen und anderen Verschleißerscheinungen sollten sie ausgetauscht werden.  © IMAGO
Auto wird poliert
Lack pflegen: Streusalz, Nässe und Schnee können den Autolack ganz schön beanspruchen. Daher empfiehlt es sich, das Fahrzeug vor dem Winter gründlich zu waschen und eine Lackversiegelung oder Wachs aufzutragen.  © IMAGO

Diese zehn Autos kamen im Test am weitesten:

ModellZurückgelegte DistanzWLTP-Wert (Abweichung)
Polestar 3531 Kilometer560 Kilometer (minus 5 Prozent)
Tesla Model 3531 Kilometer702 Kilometer (minus 24 Prozent)
Porsche Taycan499 Kilometer592 Kilometer (minus 16 Prozent
Kia EV3499 Kilometer 590 Kilometer (minus 15 Prozent)
BYD Tang482 Kilometer530 Kilometer (minus 9 Prozent)
Audi Q6 e-tron481 Kilometer616 Kilometer (minus 22 Prozent)
Hongqi EHS7452 Kilometer540 Kilometer (minus 16 Prozent)
VW ID.7 GTX Tourer440 Kilometer571 Kilometer (minus 23 Prozent)
Ford Explorer437 Kilometer525 Kilometer (minus 17 Prozent)
Lotus Emeya 436 Kilometer500 Kilometer (minus 13 Prozent)

So hoch waren die WLTP-Abweichungen der getesteten E-Autos im Durchschnitt

Im Durchschnitt lagen die 24 getesteten Fahrzeuge 18,6 Prozent unter den WLTP-Angaben, während es im Vorjahr noch 22,4 Prozent waren. Die Tester führten die Unterschiede jedoch eher auf die Wetterbedingungen und die Fahrbedingungen zurück als auf technische Verbesserungen der Fahrzeuge. Trotz der Tatsache, dass Elektroautos heute weiter fahren können als noch vor einigen Jahren und die Akkus laut Forschern deutlich langlebiger sind als angenommen, bleiben die erheblichen Reichweiten-Abweichungen von den Normwerten ein Problem für potenzielle Käufer. Schließlich möchten diese wissen, wie weit das Fahrzeug unter realen Bedingungen tatsächlich fahren kann.

Rubriklistenbild: © HalfPoint Images/Imago

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