Sonne vermeiden

Wohnwagen reinigen: Was man tun und was man unbedingt lassen sollte

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Den Wohnwagen nach dem Camping-Urlaub zu reinigen, ist quasi Pflicht. Unsere fünf Tipps helfen bei der idealen Reinigung.

Der Urlaub ist vorbei und zu Hause stellt sich vielen Wohnwagenbesitzern ohne privaten Stellplatz zunächst vor allem eine Frage: Wo darf ich den Wohnwagen legal länger abstellen? Wohnwagen-Reisende haben aber auch noch ein Stück Arbeit vor sich: Der Wohnwagen muss wieder ausgeräumt, aufgeräumt, von innen geputzt und im Normalfall auch einmal von außen gereinigt werden. Was man dabei beachten sollte.

1. Der richtige Zeitpunkt: Wann man den Wohnwagen am besten wäscht

Theoretisch kann man seinen Wohnwagen zu jeder Zeit im Jahr waschen. Manche bevorzugen es, den Camping-Anhänger vor dem Urlaub einer Grundreinigung zu unterziehen, damit er auf dem Campingplatz zwischen den anderen Campern strahlt. Andere machen das lieber nach dem Urlaub, wenn sich Sand, Laub, Dreck, Harz, Vogelkot und andere Reste vom Ausflug noch nicht ganz so stark festgesetzt haben und leichter zu entfernen sind.

Gehört dazu: Der Wohnwagen muss gereinigt werden, auch auf dem Dach.

Wichtig ist dabei nur, dass der Camping-Anhänger hin und wieder überhaupt geputzt wird. Werden Dreck und andere Naturreste an der Fassade oder auf dem Dach des Wohnwagens belassen, können sie mit der Zeit die Außenverkleidung angreifen, was einerseits nicht besonders schön aussieht und andererseits auch zu Schäden – wie etwa Undichtigkeiten – führen kann.

2. Der richtige Ort: Wo man den Wohnwagen am besten wäscht

Welcher der beste Waschplatz für den Wohnwagen ist, hängt zum Teil mit dem Wohnort des Besitzers zusammen. In manchen Gemeinden oder Städten ist es laut Camping-checker.de aus Umweltschutzgründen verboten, sein Camping-Gefährt auf dem eigenen Grundstück zu waschen – das ist auch bei Pkw nicht anders. Sollte man in einer solchen Gemeinde wohnen, kann man den Wohnwagen aber auch bequem an einer Tankstelle oder auf dem Selbstreinigungs-Platz einer Waschanlage waschen.

Man sollte gerade im Sommer aber darauf achten, sich dafür ein schattiges Plätzchen zu suchen. Zum einen schützt man sich somit selbst vor einem unangenehmen Sonnenbrand, zum anderen schützt es auch die Verkleidung des Wohnwagens. Wenn Reiniger aufgrund der Sonne schnell eintrocknen, können Flecken entstehen. Außerdem haben viele Wohnwagen metallene Teile in der Verkleidung, die sich bei Sonne erhitzen und unangenehm zu berühren sind.

3. Die richtige Reihenfolge: Wie man den Wohnwagen am besten wäscht

Ob links oder rechtsherum ist ziemlich egal. Schlau ist es aber, den Wohnwagen von oben nach unten zu waschen. Am besten fängt man mit dem Dach an und arbeitet sich nach unten vor, damit beim Waschen einer höheren Region nicht etwa Seifenschlieren auf die bereits geputzten Flächen darunter laufen.

Zehn Tipps zum perfekten Autoputzen - So wird Ihr Fahrzeug strahlend sauber

Das Waschen Ihres Autos im öffentlichen Raum, wie auf der Straße oder auf Parkplätzen, ist in Deutschland nicht erlaubt. Es kann zu Bußgeldern führen, da hierbei das Schmutzwasser ungehindert in die Kanalisation gelangt und die Umwelt belastet wird.
Das Waschen Ihres Autos im öffentlichen Raum, wie auf der Straße oder auf Parkplätzen, ist in Deutschland nicht erlaubt. Es kann zu Bußgeldern führen, da hierbei das Schmutzwasser ungehindert in die Kanalisation gelangt und die Umwelt belastet wird. Das Waschen Ihres Autos auf Ihrem eigenen Grundstück ist in Deutschland grundsätzlich nicht verboten. Allerdings gibt es einige Einschränkungen, die Sie beachten sollten. Sie dürfen das Schmutzwasser nicht in das öffentliche Abwassersystem oder in die Umwelt gelangen lassen. Laut ADAC ist auf unbefestigtem Untergrund wie Rasen, Kies oder Schotter die Autowäsche auf dem eigenen Grundstück zumeist nicht erlaubt. © Stöpper/IMAGO
Das Waschen Ihres Autos in einer professionellen Waschanlage oder einer Selbstbedienungs-Waschbox ist in Deutschland erlaubt und empfohlen. Diese Einrichtungen verfügen über ein Abwassersystem, das Schmutzwasser und Chemikalien ordnungsgemäß entsorgt und somit Umweltbelastungen reduziert
Das Waschen Ihres Autos in einer professionellen Waschanlage oder einer Selbstbedienungs-Waschbox ist in Deutschland erlaubt und empfohlen. Diese Einrichtungen verfügen über ein Abwassersystem, das Schmutzwasser und Chemikalien ordnungsgemäß entsorgt und somit Umweltbelastungen reduziert. © Hartwig Lohmeyer/IMAGO
Vorbereitung: Bevor Sie mit dem Putzen beginnen, parken Sie Ihr Auto im Schatten, um ein zu schnelles Trocknen der Reinigungsmittel und Wasserflecken zu vermeiden. Zudem sollte das Fahrzeug abgekühlt sein, um Schäden am Lack zu vermeiden.
Vorbereitung: Bevor Sie mit dem Putzen beginnen, parken Sie Ihr Auto im Schatten, um ein zu schnelles Trocknen der Reinigungsmittel und Wasserflecken zu vermeiden. Zudem sollte das Fahrzeug abgekühlt sein, um Schäden am Lack zu vermeiden. © Moodboard/IMAGO
Zwei-Eimer-Methode: Benutzen Sie zwei Eimer mit Wasser – einen für die Reinigung und einen zum Ausspülen des Schmutzes vom Schwamm oder der Waschhandschuhe. So verhindern Sie, dass Schmutzpartikel zurück auf das Auto gelangen und Kratzer verursachen.
Zwei-Eimer-Methode: Benutzen Sie zwei Eimer mit Wasser – einen für die Reinigung und einen zum Ausspülen des Schmutzes vom Schwamm oder der Waschhandschuhe. So verhindern Sie, dass Schmutzpartikel zurück auf das Auto gelangen und Kratzer verursachen. © Hartmut Müller-Stauffenberg/IMAGO
Reihenfolge beachten: Beginnen Sie mit der Reinigung der Felgen und Reifen, da diese meist am stärksten verschmutzt sind. Danach widmen Sie sich der Karosserie, gefolgt von den Fenstern und zuletzt dem Innenraum.
Reihenfolge beachten: Beginnen Sie mit der Reinigung der Felgen und Reifen, da diese meist am stärksten verschmutzt sind. Danach widmen Sie sich der Karosserie, gefolgt von den Fenstern und zuletzt dem Innenraum. © IMAGO
Richtige Reinigungsmittel: Verwenden Sie spezielle Autoshampoos und -reiniger, um Lack und Oberflächen nicht zu beschädigen. Vermeiden Sie Haushaltsreiniger, da diese aggressive Chemikalien enthalten können, die dem Auto schaden.
Richtige Reinigungsmittel: Verwenden Sie spezielle Autoshampoos und -reiniger, um Lack und Oberflächen nicht zu beschädigen. Vermeiden Sie Haushaltsreiniger, da diese aggressive Chemikalien enthalten können, die dem Auto schaden. © Jan Sandvik/IMAGO
Weiche Waschutensilien: Nutzen Sie weiche Schwämme, Mikrofaser- oder Lammfell-Waschhandschuhe für die Reinigung der Karosserie. Harte Bürsten oder Schwämme können den Lack zerkratzen und zu Schäden führen.
Weiche Waschutensilien: Nutzen Sie weiche Schwämme, Mikrofaser- oder Lammfell-Waschhandschuhe für die Reinigung der Karosserie. Harte Bürsten oder Schwämme können den Lack zerkratzen und zu Schäden führen. © IMAGO
Gründliches Abspülen: Spülen Sie das Auto nach jeder Reinigungsphase gründlich mit klarem Wasser ab, um Reinigungsmittelrückstände und Schmutz zu entfernen. Ein Hochdruckreiniger ist hierbei besonders effektiv, jedoch sollten Sie darauf achten, genügend Abstand zum Fahrzeug zu halten.
Gründliches Abspülen: Spülen Sie das Auto nach jeder Reinigungsphase gründlich mit klarem Wasser ab, um Reinigungsmittelrückstände und Schmutz zu entfernen. Ein Hochdruckreiniger ist hierbei besonders effektiv, jedoch sollten Sie darauf achten, genügend Abstand zum Fahrzeug zu halten. © Elena/IMAGO
Trocknen: Trocknen Sie das Fahrzeug nach der Wäsche mit einem sauberen Mikrofasertuch, um Wasserflecken und Kalkrückstände zu vermeiden. Lassen Sie das Auto nicht an der Luft trocknen, da dies ebenfalls zu Flecken führen kann.
Trocknen: Trocknen Sie das Fahrzeug nach der Wäsche mit einem sauberen Mikrofasertuch, um Wasserflecken und Kalkrückstände zu vermeiden. Lassen Sie das Auto nicht an der Luft trocknen, da dies ebenfalls zu Flecken führen kann. © Birgit Reitz-Hofmann/IMAGO
Polieren und Wachsen: Einmal im Jahr sollten Sie Ihr Auto polieren und wachsen, um den Lack zu schützen und den Glanz zu erhalten. Achten Sie darauf, spezielle Autopolituren und Wachse zu verwenden und diese nach Anleitung aufzutragen.
Polieren und Wachsen: Einmal im Jahr sollten Sie Ihr Auto polieren und wachsen, um den Lack zu schützen und den Glanz zu erhalten. Achten Sie darauf, spezielle Autopolituren und Wachse zu verwenden und diese nach Anleitung aufzutragen. © IMAGO
Innenraumreinigung: Entfernen Sie zunächst groben Schmutz und Staub mit einem Staubsauger. Reinigen Sie danach Kunststoffoberflächen, Armaturen und Polster mit speziellen Reinigern und einem Mikrofasertuch. Vergessen Sie nicht, auch die Fußmatten zu säubern und die Fenster von innen zu putzen.
Innenraumreinigung: Entfernen Sie zunächst groben Schmutz und Staub mit einem Staubsauger. Reinigen Sie danach Kunststoffoberflächen, Armaturen und Polster mit speziellen Reinigern und einem Mikrofasertuch. Vergessen Sie nicht, auch die Fußmatten zu säubern und die Fenster von innen zu putzen. © Â°ts/IMAGO
Regelmäßige Pflege: Ein sauberes Auto ist nicht nur eine Frage der Optik, sondern auch des Werterhalts. Daher ist es ratsam, Ihr Fahrzeug regelmäßig zu reinigen. Planen Sie mindestens alle zwei bis vier Wochen eine gründliche Außenreinigung ein und widmen Sie sich alle zwei bis drei Monate auch dem Innenraum. Eine jährliche Lackaufbereitung hilft zudem dabei, den Glanz und Schutz zu erhalten.
Regelmäßige Pflege: Ein sauberes Auto ist nicht nur eine Frage der Optik, sondern auch des Werterhalts. Daher ist es ratsam, Ihr Fahrzeug regelmäßig zu reinigen. Planen Sie mindestens alle zwei bis vier Wochen eine gründliche Außenreinigung ein und widmen Sie sich alle zwei bis drei Monate auch dem Innenraum. Eine jährliche Lackaufbereitung hilft zudem dabei, den Glanz und Schutz zu erhalten. © Michael Weber/IMAGO

Außerdem sollte man die Wohnwagen-Seiten nacheinander waschen und nicht alle gleichzeitig einseifen. Gerade wenn es wärmer ist, können die Reiniger schnell vertrocknen und Flecken hinterlassen.

4. Die richtigen Reinigungsmittel: Womit man den Wohnwagen am besten wäscht

Auch bei der Wahl der Reiniger sollte man aufpassen und Produkte nehmen, die speziell für Fassaden von Wohnwagen geeignet sind. Am besten sind die Reiniger nicht zu ätzend und aggressiv, um die Außenverkleidung, die bei Camping-Anhängern im den meisten Fällen aus Kunststoff besteht, nicht zu beschädigen.

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Wer den Hochdruckreiniger zur Hand nimmt, um den Wohnwagen zu reinigen, sollte laut tz.de ebenfalls aufpassen. Ein zu stark eingestellter Wasserdruck kann die Verkleidung beschädigen oder etwa Aufkleber und Logos ausradieren.

5. Der richtige Fensterreiniger: Wie man die Wohnwagenfenster am besten pflegt

Bei der Reinigung des Wohnwagens sind zum Schluss noch die Fenster zu beachten. Da es sich bei Wohnwagenfenstern in den seltensten Fällen um tatsächliche Glasfenster handeln wird, sollten auch keine Glasreiniger dafür verwendet werden. Meist sind Wohnwagenfenster aus einer Art Kunststoff gefertigt, die durch Glasreiniger beschädigt, getrübt werden oder sogar springen können. Besser greift man zu speziellen Kunststoffreinigern, die es zum Beispiel im Baumarkt oder online zu kaufen gibt.

Rubriklistenbild: © Pond5/Imago

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