Geldbedarf

Renten-Experte klärt auf: So viel Geld wird im Ruhestand benötigt

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Die Frage, wie viel Geld für den Ruhestand benötigt wird, ist komplex. Wie hoch das Einkommen sein muss, um den Lebensstandard zu halten, erklärt ein Renten-Experte.

Im Ruhestand reisen, viel mit der Familie unternehmen oder einfach die Zeit genießen: Die Pläne für die Rente können sehr unterschiedlich aussehen. Allerdings hängen sie auch davon ab, wie viel Geld den Senioren für diesen Lebensabschnitt zur Verfügung stehen.

Der Ökonom vom Max-Planck-Institut für Demografische Forschung in Rostock, Christian Dudel, rät, sich frühzeitig mit dem eigenen Geldbedarf für die Rente auseinanderzusetzen. Im Interview bei Zeit Online nannte er einige entscheidende Faktoren. Um das nötige Geld festzulegen, sei wichtig, welches Ziel man in der Rente anstrebe: „Das kommt darauf an, ob Sie Ihren Lebensstandard halten, einigermaßen klarkommen oder bloß Altersarmut vermeiden wollen“, erklärt der Experte.

In der Rente Lebensstandard halten – so viel Geld brauchen Senioren

Den Lebensstandard zu halten, dürfte ein Ziel vieler Rentner sein. Aber wie viel Geld muss dazu monatlich zur Verfügung stehen? Dudel gibt bei Zeit Online seine Erkenntnisse anhand des durchschnittlichen Einkommens zum Besten: Bei wem als Single ohne Kinder monatlich 2840 Euro auf dem Konto landen, der sollte im Ruhestand mindestens 2400 Euro zur Verfügung haben. Damit sollte der finanzielle Standard abgedeckt sein.

Ein Renten-Experte erklärt, wie viel Einkommen Senioren brauchen, um ihren Lebensstandard zu halten.

Doch wie kommt der Experte auf diese Zahl? In einer Untersuchung habe das Max-Planck-Institut das Einkommen von Rentnern mit dem vom Erwerbstätigen verglichen, die ein ähnliches Leben führten. „Dabei stellten wir fest, dass Rentner genau dann mit ihrem Einkommen so zufrieden sind wie Nichtrentner, wenn sie mindestens 85 Prozent von deren Arbeitseinkommen monatlich zur Verfügung hatten“, erklärt Dudel Zeit Online.

Renten-Experte: Mit so viel Einkommen sind Senioren zufrieden

Wer also eine Rentenlücke zum Einkommen in der Arbeitswelt hat, muss sich laut dem Experten keine Gedanken machen. Ein paar Abstriche könne man verkraften, da sich auch die Ausgaben im Alter verändern – beispielsweise wenn das Haus abbezahlt ist.

Weniger entspannt zeigt sich der Ökonom gegenüber Zeit Online, wenn es um das Renteneintrittsalter geht. Denn in vielen Risikoberufen sei es utopisch, dass die Menschen bis zum offiziellen Eintrittsalter arbeiten. Laut seinen Untersuchungen seien viele Betroffene arbeitslos oder bereits in Frührente.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Wolfilser

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