Beamtenpension

Rente in Deutschland – was Polizisten im Ruhestand wirklich bekommen

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Die Diskussion um die Rente in Deutschland nimmt wieder an Fahrt auf. Im Zentrum der Debatte: Die Beamtenversorgung. Aber wie viel Pension erhalten Polizeibeamte eigentlich?

Das Thema Rente wird in Deutschland derzeit heiß diskutiert. Nicht zuletzt, weil die Bundesregierung das Rentenpaket II auf den Weg gebracht hat. Das Ziel der Ampelkoalition: Die Renten sollen auch in Zukunft mit den Löhnen in Deutschland steigen. In diesem Zuge wird auch die Abschaffung der Beamtenversorgung diskutiert.

Schließlich zahlen Beamte nicht in die Deutsche Rentenversicherung ein, weshalb der Begriff „Rente“ im konkreten Fall eigentlich irreführend ist. Denn die sogenannte Beamtenversorgung wird aus den laufenden Steuereinnahmen finanziert, wie das „Handelsblatt“ berichtet, weshalb sie auch unter dem Begriff „Pension“ bekannt ist. Doch wie hoch ist die Pension eines Beamten, zum Beispiel eines Polizisten?

Rente in Deutschland: So wird die Pension für Polizisten berechnet

Es ist allgemein bekannt, dass an Polizeibeamte hohe Anforderungen gestellt werden – sowohl an die körperliche als auch an die geistige Fitness. Deshalb können Polizisten beispielsweise schon mit 60 Jahren in den Ruhestand gehen, wie die „Tagesschau“ berichtet. Für andere Arbeitnehmer steigt das Renteneintrittsalter in Deutschland kontinuierlich bis auf 67 Jahre an. Zudem ist die Pension – wie die Rente für Beamte eigentlich heißt – fast doppelt so hoch wie die reguläre Rente der Deutschen Rentenversicherung. Wie wird die Pension für Polizeibeamte berechnet und mit welcher Summe können sie nach ihrer Dienstzeit genau rechnen?

Wie bei einer „normalen“ Rente wird die Höhe der Pension der Landespolizisten von mehreren Faktoren beeinflusst. Für die Berechnung des Ruhegehalts sind die Dienstjahre relevant. Diese sind laut dem Finanzratgeber „levelv-finanz.de“ von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Daher gibt es – je nach Bundesland – auch Unterschiede bei der Berechnung der Pension. Während in einigen Bundesländern der Durchschnitt der letzten drei Dienstjahre zur Berechnung herangezogen wird, werden in anderen Bundesländern die besten fünf Jahre der letzten zehn Dienstjahre berücksichtigt.

  • Durchschnitt der letzten drei Jahre: Bei dieser Methode werden die letzten drei Dienstjahre berücksichtigt und daraus der Durchschnitt als Grundlage für die Pension errechnet.
  • Die besten fünf Jahre der letzten zehn Jahre: Diese Methode ermöglicht es, die Jahre mit dem höchsten Gehalt innerhalb der letzten zehn Jahre zu wählen. Dies kann besonders vorteilhaft sein, wenn es in den letzten Dienstjahren Gehaltserhöhungen gegeben hat.

Rente für Beamte: So viel Geld bekommen Polizisten im Ruhestand

Ein Polizeibeamter in Bayern hat in den besten fünf Jahren seiner letzten zehn Dienstjahre ein Durchschnittsgehalt von 5.000 Euro bezogen. Bei einem Ruhegehaltssatz von 71,75 Prozent erhält er damit ein monatliches Ruhegehalt von rund 3.588 Euro. 71,75 Prozent ist der Höchstruhegehaltssatz für Beamte, wie das Bundesministerium des Innern und für Heimat mitteilt.

Ein Polizist in Berlin, der in den letzten drei Jahren durchschnittlich 4.200 Euro verdient hat, kommt auf eine Pension von 3.015 Euro. Aufgrund fehlender Sonderregelungen für belastende Tätigkeiten muss der Berliner Polizist möglicherweise bis 65 arbeiten, während sein Kollege in Bayern vielleicht schon mit 63 in den Ruhestand gehen kann, wie „levelv-finanz.de“ weiter berichtet. In beiden Fällen entsteht eine erhebliche Rentenlücke – eine Lücke, die nur durch private Vorsorge geschlossen werden kann.

Rubriklistenbild: © Blatterspiel/Imago/Collage: echo24.de

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