Rentnerin verlässt ihre Heimat und lebt nun in Urlaubsparadies – „Habe mich noch nie so frei gefühlt“
VonJulian Mayr
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Viele Rentner träumen davon, den Ruhestand im Ausland zu verbringen. Für eine US-Amerikanerin wurde der Traum wahr. Doch wie hoch sind die Hürden in Panama?
Panama City – Den wohlverdienten Ruhestand auf einem Kreuzfahrtschiff, an einem Strand in der Karibik oder dem Sehnsuchtsort der eigenen Jugend zu verbringen. Was für viele ein Traum ist, wird für so manchen Rentner oder so manche Rentnerin durchaus zur Realität. Natürlich ist das Auswandern besonders im Alter mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Wie das Beispiel einer 71-jährigen AuswandererIn zeigt, kann es den Lebensabend aber noch einmal ungemein bereichern.
Rentnerin (71) entscheidet sich nach Tod von Mutter und Hund zum Auswandern nach Panama
Die US-Amerikanerin Kimberley K. stand in jungen Jahren im Dienst der US Air Force, besuchte bereits Länder wie Großbritannien oder auch Deutschland, wie sie dem Business Insider erzählte. Auch später sollte sie als Musikerin viel umherreisen. „Ich war schon immer ein abenteuerlustiger Mensch und konnte den Gedanken nicht ertragen, im Alter zu stagnieren.“
Nach ihrer Scheidung, sowie dem Tod ihrer Mutter und ihres Hundes, reifte in der Seniorin der Wunsch, auszuwandern. Abgesehen von ihren Geschwistern und Verwandten hielt sie nichts mehr in den USA, sagt sie. Eine eigens engagierte Umzugs-Trainerin sollte ihr dabei helfen, anderswo Fuß zu fassen. Kimberley K. zog einen Umzug nach Bali und Belize in Erwägung, nach einer Erkundungsreise durch Mittelamerika war für sie aber klar: Es sollte Panama sein.
Panama ist beliebtes Auswanderer-Ziel: US-amerikanische Rentnerin schon beim ersten Besuch hin und weg
„Dann kam der große Tag. Ich habe mich noch nie so frei gefühlt wie damals, als ich aus dem Flughafen in Panama trat und die Sonne auf meinem Gesicht spürte“, schwärmt sie über ihren ersten Tag in der neuen Heimat. Auf Facebook fasst sie poetisch zusammen: „In der Wärme Panamas habe ich meinen Platz gefunden“.
Neu ins Leben verliebt: Rentnerin findet in Panama im Ruhestand eine neue Heimat
Seit sie in Panama sei, habe sie sich wieder in ihr Leben verliebt. Neben ihrem neuen Traumzuhause am Meer schätze sie auch das gute Essen, das frische Obst und den köstlichen Fisch, sowie die gute Gesellschaft. Zudem seien die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu den USA deutlich geringer. Für ihre mehr als 230 Quadratmeter große Bleibe zahle sie umgerechnet weniger als 1000 Euro Miete.
Die Top 10 der besten Länder für die Rente im Ausland
Nicht nur in ihr Leben hat sich Kimberley K. wieder verliebt. Auch in Sachen Partnersuche hat sich der Umzug nach Panama ihr zufolge gelohnt. „Ich bin sehr aktiv, deshalb gehe ich eher mit Männern aus, die mindestens zehn Jahre jünger sind als ich. Ich will keinen ‚alten Mann‘, um den ich mich kümmern muss“, gibt sie dem US-Medium zu Protokoll.
Rente von weniger als 1000 Euro genügt – Schwelle für Ruhestand in Panama relativ gering
Während deutsche Rentner eher europäische Länder als beliebteste Auswanderungsziele erachten, ist es für Senioren relativ einfach, nach Panama auszuwandern. Der Staat gibt lediglich vor, dass Rentner über ausreichend finanzielle Mittel verfügen müssen. Konkret bedeutet das, dass Rentner, die nach Panama auswandern wollen, eine monatliche Rente von umgerechnet rund 960 Euro (1000 Balboas) vorweisen müssen.
Möglich ist eine Aufenthaltserlaubnis auch im Falle größerer Investitionen im Land, informiert auch der Finanzdienstleister Monito. Nach fünf Jahren dauerhaften Aufenthalts in Panama können Auswanderer sogar die panamaische Staatsangehörigkeit beantragen.
Bei allen Vorzügen gilt jedoch: Kleinkriminalität ist laut dem Auswärtigen Amt in Panama „weiter verbreitet“. Zudem besteht im mittelamerikanischen Land auch „das Risiko, zufälliges Opfer von Auseinandersetzungen krimineller Banden zu werden.“ (jm)