Häufiger Fehler

Restmüll, Altpapier oder Bio? In diesen Müll gehört Küchenrolle wirklich

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Die Küchenrolle landet oft im falschen Müll – denn vielen scheint nicht klar zu sein, wie sie korrekt entsorgt wird. Doch welche Tonne ist die richtige?

Wer seine Umwelt nicht über Gebühr belasten möchte, sollte nicht nur bewusst konsumieren, sondern auch korrekt den Müll trennen. Allerdings verzweifeln Millionen Deutsche regelmäßig an der Frage, welcher Abfall in welche Tonne gehört – und begehen typische Fehler. Die Gesetzeslage macht es durch Änderungen den Bürgern zusätzlich nicht so leicht. So gilt ab Januar 2025 ein neues EU-Gesetz, welches die Entsorgung von alten Kleidern regelt. Aber auch bei Alltagsgegenständen wie der Küchenrolle wissen viele Menschen nicht, ob diese in den Restmüllbehälter, zum Altpapier oder in den Bio-Müll gehört.

Das Küchenpapier, umgangssprachlich auch Zewa nach dem gleichnamigen Markenprodukt genannt, ist ein nützlicher Helfer im Haushalt. Gerade, wer Kinder hat, ist nicht nur in der Küche darauf angewiesen. Auch im Bade- oder Kinderzimmer ist schnell mal ein Malheur passiert, das es dann schnell zu beseitigen gilt, damit es keine Rückstände an Boden oder Wänden hinterlässt. Doch ebenso rasch, wie es benutzt wurde, wird es dann auch weggeschmissen. Dabei stellt sich die Frage, wohin damit.

Fehler bei Mülltrennung vermeiden: So wird die Küchenrolle korrekt entsorgt

Korrekterweise muss der Küchenkrepp in Baden-Württemberg in der Restabfalltonne entsorgt werden, darauf weist die Stadt Stuttgart hin. Es handelt sich um einen sogenannten Hygieneabfall. In der blauen Tonne ist die Küchenrolle dagegen falsch aufgehoben, da die kurzen Holzfasern nicht recycelt werden und die Verschmutzungen die Verwertungsprozesse erschweren können, informiert der „BR“.

Wenn das Küchenpapier nicht mit Fett oder anderen problematischen Schadstoffen in Kontakt gekommen ist, dürfen kleinere Mengen davon auch in die Biotonne wandern. Auch auf den eigenen Komposthaufen im Garten können Verbraucher demnach Tücher, die zum Beispiel zum Einwickeln von Obst- und Gemüseabfall verwendet wurden, geben. Die Stadt Stuttgart empfiehlt allerdings zur Vermeidung von Geruchsbildung sowie zum Zwischenlagern von Biogut zerknülltes Zeitungspapier als ökologische Alternative. 

Viel Küchenpapier als Abfall? Verbraucherschützer informieren: So geht es besser

Zudem sollten umweltfreundliche Supermarktgänger beim Einkauf bei Kaufland, Lidl und Co. darauf achten, ob das Küchenpapier mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet ist, informiert das Verbrauchermagazin „Öko-Test“. Diese Produkte werden zu 100 Prozent aus Altpapier hergestellt und der Einsatz von chlorhaltigen Bleichmitteln ist verboten. 

Die Küchenrolle gehört aus guten Gründen nicht in den Papiermüll.

Was außerdem laut der Verbraucherschutzzentrale NRW sinnvoll ist: Stofftaschentücher und -servietten verwenden und statt zur Küchenrolle besser zu sauberen Baumwollhandtüchern greifen. Kosmetiktücher fürs Gesicht lassen sich durch Mikrofasertücher ersetzen. Nicht vergessen allerdings: Die Stoff-Alternativen müssen regelmäßig gewaschen werden, damit sie hygienisch sind. Am besten mit Vollwaschmittel.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Gstettenbauer/Ulrich Wagner/Montage:Echo24.de

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