Nicht zu zimperlich

Wie Sie Rispenhortensien im Frühjahr laut Experten schneiden sollten

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Ein starker Rückschnitt ab Februar ist der Schlüssel zu prächtig blühenden Rispenhortensien. Mit dieser Anleitung gelingt es Ihnen einfach.

Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) sind für ihre beeindruckenden Blütenrispen bekannt, die ab Juli ihre volle Pracht entfalten. Sie sind mit der Blüte etwas später dran als Bauernhortensien und das liegt unter anderem an einer grundlegend anderen Rückschnittmethode der beiden Hortensien-Arten. Der fachgerechte Rückschnitt im Frühjahr ist entscheidend, um die Gesundheit, eine schöne Wuchsform und Blühfreudigkeit dieser Pflanzen zu gewährleisten.

Warum sollte man Rispenhortensien im Frühjahr kräftig schneiden?

Beim Frühjahrs-Rückschnitt der Rispenhortensie sollte man nicht zurückhaltend sein.

Bauernhortensien werden im Frühjahr, wenn überhaupt, nur spärlich zurückgeschnitten. Rispenhortensien hingegen bilden ihre Blüten nur an den neuen Trieben des aktuellen Jahres. Ein kräftiger Rückschnitt im zeitigen Frühjahr, etwa Ende Februar oder Anfang März, fördert das Wachstum und sorgt für größere Blütenstände. Der Zeitpunkt ist ideal, da die Pflanzen jetzt noch nicht ausgetrieben haben und der Schnitt die Knospenbildung nicht gefährdet. Je beherzter man zur Schere greift, desto kräftiger wird auch der Austrieb, erklärt Schnittzeiten.de. 

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Wie man Rispenhortensien richtig schneidet

Um das volle Potenzial Ihrer Rispenhortensien auszuschöpfen, ist der richtige Schnitt entscheidend. Gärtnerin Antje große Feldhaus erklärt auf ihrem Blog Gern im Garten, welche Schritte Sie für mehrere Jahre alte Sträucher beachten sollten:

  • Schneiden Sie alle vorjährigen Zweige auf ein bis zwei Knospenpaare zurück.
  • Achten Sie vor allem bei einer älteren Hortensie darauf, ein stabiles Grundgerüst an Leittrieben zu erhalten. Diese sollten 40 bis 50 cm hoch bleiben.
  • Kürzen Sie einjährige Bodentriebe bis auf etwa 20 cm Höhe ein.
  • Entfernen Sie sehr dünne außenstehende Seitentriebe ebenerdig.
  • Vermeiden Sie lange Stummel über den Knospenpaaren, damit es zu einer schnelleren Wundheilung kommt.

Welche Hortensiensorte passt am besten in meinen Garten?

Blüten einer Gartenhortensie (Hydrangea macrophylla), pink, blau
Die Bauern- oder Gartenhortensie (Hydrangea macrophylla) ist ein Klassiker. Ihre Blütezeit ist lang, von Juni bis Oktober. Die Blütenfarbe der Ballhortensien ist je nach Boden oft beeinflussbar in Weiß, Rosa- oder Blautönen. Es gibt auch Sorten mit tellerförmigen Blüten (Lacecap). Die Bauernhortensie steht gern im windgeschützten Halbschatten. © imagebroker/Imago
Eichenblatthortensie (Hydrangea quercifolia)
Von Juli bis September blüht die Eichenblatthortensie (Hydrangea quercifolia) weiß oder leicht rosa. Im Herbst bekommt die bis zu zwei Meter hohe Pflanze ein attraktives, rot-braunes Laub. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. © blickwinkel/Imago
Weiß und rosa-rot blühende Rispenhortensie ‚Vanille-Fraise‘
Die bis zu vier Meter hohe Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) blüht ab Juli wie ein Flieder. Im Gegensatz zu den meisten anderen Arten mag sie auch sonnige Standorte und ist sogar bei Insekten beliebt.  © Zoonar/Imago
Schneeballhortensie Annabelle (Hydrangea arborescens)
Die Schneeballhortensie ‚Annabelle‘ ist eine Waldhortensie (Hydrangea arborescens), die sogar für Anfänger geeignet ist. Bis in den Herbst blühen an dem kompakten Strauch im lichten Schatten riesige Bälle in Weiß, selten Pink. © blickwinkel/Imago
Samthortensie (Hydrangea sargentiana)
Die Samthortensie (Hydrangea sargentiana) hat außergewöhnliche, zweifarbige Blütendolden, die gern von Bienen besucht werden. Im Halbschatten steht der bis zu 3,5 Meter hohe Strauch am besten. © Depositphotos/Imago
Girlandenhortensie im Kübel
Die neuartige Girlandenhortensie in Weiß, Rosa oder Hellblau ist etwas Besonderes: Sie blüht auch an den Seitentrieben und von Jahr zu Jahr mehr, benötigt dafür aber viel Dünger. Ideal für den Kübel. © Pond5 Images/Imago
Japanische Berghortensien (Hydrangea serrata)
Im Schatten fühlen sich die filigranen Japanischen Berghortensien (Hydrangea serrata) wohl. Diese Tellerhortensien werden meist nur etwa einen Meter hoch. © Pond5 Images/Imago
Blühende Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris) an der Hauswand eines Landhauses
Kletterhortensien (Hydrangea petiolaris) können bis zu 15 Meter hoch werden und benötigen eine Rankmöglichkeit. Ihre meist weißen Blüten sind von Mai bis Juli eine Bienenweide. Je nach Sorte verträgt sie Sonne, Halbschatten oder Schatten. © Harald Lange/Imago
Hüllblatthortensie Hydrangea involucrata
Wer eine Rarität im Garten haben möchte, liegt mit der Hüllblatthortensie (Hydrangea involucrata) richtig. Deren Knospen tragen filigrane Deckblätter. © Zoonar/Imago
Bauernhortensie Ayesha (Hydrangea macrophylla Ayesha)
Ebenfalls sehr außergewöhnlich: Die zu den Bauernhortensien zählende Flieder-Hortensie ‚Ayesha‘, deren Blütenfarbe je nach pH-Wert des Bodens variiert.  © blickwinkel/Imago

Häufige Fehler beim Rückschnitt vermeiden

Ein typischer Fehler ist, die Rispenhortensien nicht regelmäßig, also jährlich, zu schneiden. Ohne Rückschnitt können sie bis zu vier Meter hoch werden und verlieren an Blütenfülle. Manche schneiden die Pflanze zu spät im Jahr, das gefährdet oder verzögert die Blüte.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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