Rosenstecklinge brauchen oft lange, bis sie endlich Wurzeln schlagen. Ein simples Hausmittel aus der Küche kann das Wachstum beschleunigen – und schützt gleichzeitig vor Krankheiten.
Sobald man sich vergewissert hat, dass die gewünschte Rose nicht unter Sortenschutz steht, kann man mit der eigenen kleinen Rosenzucht loslegen – der beste Zeitpunkt hierfür liegt zwischen Ende Mai und August. Es gibt im Wesentlichen nicht mehr zu tun, als ein paar Triebe auszuwählen, zurechtzuschneiden, als Stecklinge direkt ins Beet oder in Töpfe einzupflanzen und zu wässern. Und zu warten. Denn etwas Geduld sollte man nun mitbringen, bis die Rosenstecklinge Wurzeln schlagen. Oder man behandelt sie mit einem Klecks Honig, um das Ganze zu beschleunigen und den empfindlichen Trieb vor Keimen zu schützen.
Wirkung von Honig auf Stecklinge
Nachdem man den Rosensteckling zurechtgeschnitten hat und bevor man ihn in die Erde setzt, benutzen viele Profis noch ein Bewurzelungspulver mit Wachstumshormonen aus dem Handel, auch Wurzelaktivator genannt, um die Wurzeln schneller wachsen zu lassen. Viele Hobbygärtner schwören hier auf Honig, der die Rolle als Hausmittel übernehmen soll: Das Naturprodukt versorgt den Trieb mit Nährstoffen und hat antibakteriell und fungizid wirkende Inhaltsstoffe wie Flavonoide und Enzyme, die Bakterien und Pilze an der Schnittstelle abtöten. Der Steckling kann seine Energie also ganz in das Wachstum stecken und muss keine schädlichen Mikroorganismen bekämpfen.
Rezept für die Rosensteckling-Behandlung mit Honig
Um Honig als Bewurzelungsmittel anzuwenden, löst man einen Teelöffel Honig in etwa 200 Milliliter warmem Wasser auf und stellt den Steckling für sechs bis zwölf Stunden in das Honigwasser. Pur sollte man die Schnittstelle nicht mit Honig bestreichen, da er diese sonst verkleben kann. Anschließend steckt man den Trieb wie gehabt in die Erde.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um Rosen über Stecklinge zu vermehren? Der ideale Zeitraum für die Vermehrung von Rosen über Stecklinge liegt zwischen Ende Mai und August. In dieser Phase sind die Triebe kräftig genug, aber noch nicht zu stark verholzt. Wählen Sie gesunde, blühfähige Triebe aus und schneiden Sie diese fachgerecht zu. Achten Sie darauf, dass die gewünschte Rose nicht unter Sortenschutz steht.
Welche alternativen Methoden gibt es zur Bewurzelung von Rosenstecklingen? Neben Erde und Honigwasser können Sie Rosenstecklinge auch in eine Kartoffel oder eine Banane stecken. Diese natürlichen Pflanzgrundlagen versorgen den Trieb mit Feuchtigkeit und Nährstoffen und wirken als natürlicher Wurzelaktivator. Die Methode ist besonders bei experimentierfreudigen Hobbygärtnern beliebt und liefert erstaunlich gute Ergebnisse. Probieren Sie verschiedene Varianten aus.