Charakter und Bedeutung

Fellfarbe: Warum rote Katzen so besonders sind

  • schließen

Rote Katzen gelten als besonders verkuschelt – aber auch als verrückt und schlau. Wir verraten, welche Fakten wirklich stimmen.

Ob Rassen wie Britisch Kurzhaar und die norwegische Waldkatze oder einfach ein wilder Mischling: Katzen gibt es mit allen Felllängen und Farben. Bei vielen Fans der Samtpfoten gelten jedoch Tiere mit einer bestimmten Fellfarbe als besonders lustig, intelligent und frech: Rote Katzen sollen sich so von ihren Artgenossen unterscheiden. Doch hat die Farbe tatsächlich einen Einfluss auf den Charakter der Tiere? Und was zeichnet die orangen Felltiger aus? Wir haben die Antworten.

Rote Katzen: Was rote Katzen so besonders macht

Rote Katze gelten als unkompliziert und anhänglich. (Symbolbild)

Im Gegensatz zu anderen Arten, wie zum Beispiel der Britisch Kurzhaar, ist das Fell von roten Katzen nicht einfarbig. Stattdessen zeichnet sich dort ein ganz bestimmtes Fellmuster ab: das sogenannte “Tabby”. Bei der Musterung gibt es vier verschiedene Variationen – von getigert oder gestromt bis zu getupft und getickt. Farbe und Muster machen rote Katzen zu etwas ganz Besonderem, ähnlich wie auch rothaarige Menschen mit ihrer strahlenden Haarfarbe auffallen. Dabei haben menschliche und tierische Rotschöpfe eine Sache gemeinsam: Verantwortlich für die außergewöhnliche Haar- bzw. Fellpracht ist bei beiden das Pigment Phäomelanin. Außerdem haben rote Katzen besonders viele kleine Flecken – oder Sommersprossen – zum Beispiel auf der Nase oder den Pfoten. Warum sie gerade bei orangen Katzen so häufig vorkommen, ist aber noch unklar.

Rote Katze: Diese Charaktereigenschaften hat sie

Sie flitzen durch die Wohnung, kuscheln wie die Weltmeister und unterhalten ihre Besitzer mit ihren lustigen Ideen: Im Internet kursieren viele Videos mit roten Katzen. Doch sind sie tatsächlich verspielter und anhänglicher als ihre Artgenossen? Diese Fakten stimmen wirklich:

  • Rote Katzen sind beliebt – das ergab eine Studie der University of California, Berkeley. Die Teilnehmer schätzten die Haustiger als besonders nett und anhänglich ein.
  • Die Garfield-Vorbilder sind meistens männlich – nur 20 Prozent der orangen Miezen sind Kätzinnen. Das liegt daran, dass Vater- und Mutterkatze rot sein müssen, damit eine weibliche rote Katze entsteht. Bei Männchen reicht es, wenn das Vatertier eine orange Färbung hat.
  • Ob Garfield oder Bob der Streuner – legendäre orange Katzen in Büchern und Filmen gibt es viele. Ihre positive Darstellung in den Medien ist für viele wohl auch der Grund, eine rote Katze zu kaufen.

Katzensprache verstehen: Zehn Signale, die zeigen, dass Ihre Katze Sie liebt

1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein.
1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Im Allgemeinen gelten Katzen als sehr intelligent.
2. Zeichen: Schnurrt eine Katze beim Schmusen, ist das ein eindeutiger „Liebesbeweis“. (Symbolfoto) © Westend61/Imago
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied.
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied. (Symbolbild) © Ardea/Imago
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert.
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert. (Symbolbild) © Westend61/Imago
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher.
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild)
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste.
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste. (Symbolbild) © Westend61/Imago
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad.
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad. (Symbolbild) © Westend61/Imago
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht.
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Rote Katzen und ihre spirituelle Bedeutung

Heute sind sie TikTok-Stars – doch schon vor Jahrhunderten rankten sich Geschichten rund um die roten Streuner. Eine davon: Die heilige Mutter Maria soll rote Katzen besonders gesegnet haben. Angeblich wärmte eine rote Katze Jesus in seiner Krippe. Um ihr zu danken, spendete die Mutter Gottes ihren Segen und hinterließ ihr Initial auf der Stirn der Katze. Das charakteristische “M” tragen tatsächlich auffallend viele rote Katzen aufgrund ihres Tabby-Musters.

Auch in anderen Weltreligionen tauchen die orangen Streuner auf. Im Islam erzählt man, dass der Prophet Mohammed eines Tages in sein Gebet vertieft war. Währenddessen näherte sich ihm eine giftige Schlange, die er nicht bemerkte. Eine seiner Katzen – angeblich eine rote – aber schon. Sie schützte ihr Herrchen, indem sie dem gefährlichen Tier den Kopf abbiss. Übrigens: Grundsätzlich soll der Prophet ein großer Katzenfreund gewesen sein. Erzählungen nach schnitt er sogar mal einen Teil seines Gewands ab, um eine darauf schlafende Mieze nicht zu stören.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

Kommentare