Gefahr von der Tageszeit abhängig?

Herzinfarkt-Risiko: Gefahr ist am Vormittag zwischen 6 und 12 Uhr am größten

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Wenn sich bei Ihnen oder einem Angehörigen morgens Schweißausbrüche, Rückenschmerzen und Brustschmerzen zeigen, könnte es ein Herzinfarkt sein.

Es gibt verschiedene Symptome, die auftreten können, wenn Menschen einen Herzinfarkt erleiden – bei Frauen machen sich die Beschwerden häufig anders bemerkbar und die Folgen sind oft schwerer. Entgegen der Annahme, dass ein Herzinfarkt im Moment des größten Stress-Levels entsteht, können sich Vorfälle tatsächlich unabhängig von der Tageszeit und mit unterschiedlicher Ausprägung der Beschwerden bemerkbar machen. Mediziner stellen jedoch fest, dass Herzinfarkte am häufigsten in der Früh auftreten.

Herzinfarkt eher morgens: Risiko zwischen 6 und 12 Uhr am größten

Das Herzinfarkt-Risiko ist in den frühen Morgenstunden am größten. (Symbolbild)

Wer an sich selbst oder an jemand anderem typische Symptome eines Herzinfarkts wie plötzliche, heftige Schweißausbrüche bemerkt, sollte auf keinen Fall lange zögern, sondern umgehend die wichtigsten Erste-Hilfe-Schritte beachten. Laut Ärzteblatt sollen Herzinfarkte am häufigsten zwischen 6 Uhr morgens und 12 Uhr mittags auftreten. Auch andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen oder plötzlicher Herztod scheinen einem Tagesrhythmus zu folgen, sie ereignen sich ebenso gehäuft morgens oder vormittags.

Es soll einen Zusammenhang zwischen einem plötzlichen Herzinfarkt und der inneren, „biologischen Uhr“ des Menschen geben. Damit der Körper am frühen Morgen in Schwung kommt, wird der Blutdruck erhöht und auch die Ausschüttung von Stresshormonen wird aktiviert. Für Menschen, die ohnehin unter Bluthochdruck oder möglicherweise Herz-Rhythmus-Störungen leiden, kann dann die Gefahr eines Herzinfarkts besonders groß sein, wie es Focus Online berichtet.

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Nüsse bremsen die Arterienverkalkung.
Nüsse bremsen die Arterienverkalkung. Sie enthalten Ballaststoffe, Magnesium, mehrfach ungesättigte Fette, Vitamin E und Antioxidantien – alles Bestandteile, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Vor allem in Mandeln, Hasel- und Erdnüssen ist reichlich Vitamin E enthalten, das die Aufnahme der schädlichen LDL-Fettpartikel im Blut verhindert und so vor Arteriosklerose schützt. (Symbolbild) © Achim Sass/Imago
Spinat ist reich an Folsäure, das vor Arterienverkalkung schützt.
Spinat ist reich an Folsäure, die vor Arterienverkalkung schützt. Es enthält viel Vitamin D und E, welche die Aufnahme des schlechten LDL-Cholesterin verhindert, wodurch weniger Ablagerungen entstehen und die Arterien nicht verengt werden. (Symbolbild) © Vitalina-Rybakova/Imago
Olivenöl senkt Blutdruck und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Arteriosklerose reduziert wird.
Laut „Deutscher Herzstifung“ senkt Olivenöl nachweislich das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Ablagerungen in den Gefäßen, der Arteriosklerose, ebenfalls vermindert wird. Die Gefahr, an einer Herzkranzgefäßerkrankung zu erkranken, reduziert sich erwiesenermaßen. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Zwiebel und Knoblauch wirken als natürliche Gefäßputzer, da ihre enthaltenen Öle Arteriosklerose vorbeugen.
Zwiebel und Knoblauch geben unseren Gerichten nicht nur den nötigen Pfiff, sie wirken auch als natürliche Gefäßputzer, da ihre enthaltenen Öle Arteriosklerose vorbeugen. Vor allem Knoblauch kann das Herz gesund halten: Die Knolle regt die Stickstoffproduktion im Körper an und verbessert dadurch die Dehnbarkeit und Elastizität unserer Arterien. (Symbolbild) © YAY Images/Imago
Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindern die Bildung von Blutgerinnseln und verhindern Arterienverkalkung.
Der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindert die Bildung von Blutgerinnseln und wirkt der Plaques-Bildung an den Wänden der Arterien entgegen. (Symbolbild) © foodandmore/Imago
Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche die Zellen elastisch halten und verhindern, dass die Arterien verstopfen.
Laut „Medical Tribune“ reduziert der Verzehr von Avocado schädliche Lipoproteine. Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche die Zellen elastisch halten und verhindern, dass die Arterien verstopfen. Also ruhig öfters mal Guacamole auf den Speiseplan nehmen, den auch hierzulande beliebten Avocado-Dip der mexikanischen Küche. (Symbolbild) © Artjazz/Imago
Besonders Red Delicious oder Granny Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine, die Blutgerinnseln und Arterienverkalkung vorbeugen.
Besonders Red Delicious oder Granny Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine. Das sind Stoffe, die die Fähigkeit besitzen, Blutgerinnseln vorzubeugen. Darüber hinaus können sie auch die Arterien elastisch halten und stärken. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Vor allem rote Grapefruits können erhöhte Blutfettwerte, ein Hauptrisiko für das Entstehen von Arteriosklerose dar, senken.
Grapefruits sind nicht nur reich an Vitamin C, sie helfen auch beim Abnehmen. Zudem haben israelische Forscher herausgefunden, dass vor allem rote Grapefruits stark erhöhte Blutfettwerte positiv beeinflussen können. Erhöhte Blutfettwerte stellen ein Hauptrisiko für das Entstehen von Arteriosklerose dar, so die „Deutsche Apotheker Zeitung“. (Symbolbild) © Lubo Ivanko/Imago
Anthocyane der Heidelbeere sollen die Gefäße elastisch halten und so vor Arterienverkalkung schützen.
Blaubeeren gehen immer, als Dessert oder Snack zwischendurch – vor allen Dingen, weil sie durch ihre sekundären Pflanzenstoffe, die sogenannten Flavonoide, freie Radikale im Körper unschädlich machen. Anthocyane, die Wirkstoffe der Heidelbeere, sollen Entzündungen im Körper entgegenwirken, die Gefäße elastisch halten und so vor Arterienverkalkung schützen. (Symbolbild) © Larissa Veronesi/Imago
Grüner Tee enhält Procyanidine, das die Elastizität der Arterien steigert.
Wie Äpfel enthält auch grüner Tee Procyanidine, das die Elastizität der Arterien steigert und den Sauerstoff sowie die Nährstoffe besser zu den Geweben, Muskeln und Organen transportieren kann. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Herzinfarkt eher morgens: Innere Uhr spielt eine zentrale Rolle

Die innere Uhr besteht aus einem komplexen Satz von Genen, die im Gehirn ihre Wirkung entfalten. Diese justiert auf molekularer Ebene unter anderem Körpertemperatur und Stoffwechsel des Menschen. Forscher vermuten, dass diese Zentraluhr mit fast allen Körpergeweben in Verbindung steht und Reaktionen auslösen kann – eben auch in den Gefäßen zum Herz.

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Ob ein Herzinfarkt in der Nacht oder am Tag auftritt, hat jedoch keinen Einfluss auf den Schweregrad der Folgen, wie eine Studie belegt. Die Häufung der Herzinfarkte sowie Herzrhythmusstörungen in den Morgenstunden lenkt die Aufmerksamkeit der Forscher auf den 24-Stunden-Rhythmus des Menschen, der auch mit dem Einfluss des Lichtes in Verbindung steht. Die „innere Uhr“ beeinflusst eine ganze Reihe von körperlichen Abläufen und Reaktionen beim Menschen, darunter auch die Hormonausschüttung und den Schlaf-Wach-Rhythmus.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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