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Elektrofahrzeuge in Not: Im August erleben Neuanmeldungen einen drastischen Rückgang!

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Ein schwerer Schlag für die Elektromobilität in Deutschland: Im August sind die Neuanmeldungen deutlich gesunken. Ein Fachmann erläutert die Gründe für den Rückgang.

Während Norwegen im August einen Neuzulassungsrekord bei Elektroautos bejubelte, herrscht in Deutschland weiterhin Katerstimmung. Seit Monaten sinkt der Anteil der Stromer immer weiter. Eine Entwicklung, die sich nun auch im August fortsetzte.

Rückgang der Neuzulassungen – nicht nur Elektroautos betroffen

Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sank die Zahl der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 68,8 Prozent auf 27.024 Fahrzeuge. Dies stellt einen erheblichen Rückgang dar, auch im Vergleich zum schwachen Juli. Ein Hauptgrund für den starken Rückgang der Neuzulassungen von Elektroautos ist das Auslaufen der staatlichen Förderung für gewerbliche Käufe zum 1. September 2023. Im August 2023 kam es daher zu einem regelrechten Run auf Elektrofahrzeuge, was die Vergleichszahlen für 2024 verzerrt.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Absatz bei den Elektroautos deutlich eingebrochen.

Nicht nur Elektroautos erlebten einen Rückgang. Insgesamt sank die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im August um 27,8 Prozent auf 197.322 Fahrzeuge. Besonders betroffen waren Fahrzeuge mit Dieselmotoren, deren Neuzulassungen um 24,4 Prozent zurückgingen. Benziner verzeichneten einen Rückgang von 7,4 Prozent. Plug-in-Hybride (PHEV) machten 6,9 Prozent der Neuzulassungen aus, was einem Rückgang von 6,8 Prozent entspricht.

Lieblingsautos der Deutschen in 2023: An Volkswagen führt kein Weg vorbei

Der Škoda Octavia RS als Limousine und Combi.
Platz 10 – Škoda Octavia: Der Kompaktwagen der Tschechen ist neu in den Top-10 und zeitgleich der erste Vertreter der Volkswagen Gruppe. Insgesamt wurde der Octavia vierten Generation 2023 41.819 Mal verkauft. Im Frühjahr 2024 erhält das 2019 vorgestellte Fahrzeug von Škoda ein Update. © Škoda
Mercedes-AMG C 63 S E PERFORMANCE als Coupe und T-Modell.
Platz 9 – Mercedes-Benz C-Klasse: Ebenfalls neu dabei ist die C-Klasse von Mercedes-Benz. Die fünfte Generation des Bestsellera aus Stuttgart kam 2021 auf den Markt. 2023 setzte Mercedes-Benz 44.257 Fahrzeuge ab. © Mercedes-Benz AG
Tesla Model Y.
Platz 8 – Tesla Model Y: Weltweit ist das Elektroauto aus den USA eines der am meist vekauftesten Autos überhaupt. Auch in Deutschland ist das SUV sehr beleibt. Tesla verkaufte in 2023 45.818 Exemplare. Im Vergleich zu 2022 verbesserte sich das Model Y um drei Positionen. © Roland Weihrauch/dpa
Mini Cooper
Platz 7 – Mini Cooper: Das Kultauto der BMW-Tochter kommt auch bei den Deutschen gut an – auch als Stromer. Allerdings nicht mehr so gut, wie noch 2022. Mit 45.938 Neuzulassungen rutscht der Mini im Ranking auf Platz sieben. © Bernhard Filser/BMW Group
Fiat 500 vor rotem Hintergrund.
Platz 6 – Fiat 500: Klein, aber oho. Die Knutschkugel aus Italien lässt auch hierzulande die Herzen schmelzen. 2023 verkaufte sich der Fiat 500 ganze 47.166-mal. © Max Sarotto/Stellantis
VW Passat
Platz 5 – VW Passat: Wer viel Platz sucht, der kommt kaum um den Allrounder aus Wolfsburg herum. Das zeigt sich auch bei den Verkaufszahlen: 47,494 Abnehmer fand der VW Passat. Seit 1973 leistet der Passat nicht nur Familien treue Dienste. 2023 ging die inzwischen neunte Generation an den Start, die es nur noch als Kombi gibt. © Volkswagen
Opel Corsa
Platz 4 – Opel Corsa: Mit 53.669 Exemplaren erfreut sich der Kleinwagen aus Rüsselsheim großer Beliebtheit. Fürs Podium reicht es aber leider nicht. Dennoch konnte sich der Opel Corsa um einen Platz verbessern. © Stellantis
VW Tiguan
Platz 3 – VW Tiguan: Der erste Podiumsplatz geht nach Wolfsburg. Der Tiguan verkaufte sich in 2023 63.958-mal. Besonders beliebt war der SUV bei Unternehmen, auf die drei Viertel der Zulassungen entfielen. © Volkswagen
VW T-Roc.
Platz 2 – VW T-Roc: Noch beliebter als der Tiguan war der T-Roc. VW verkaufte von dem Mini-SUV insgesamt 68.678 Exemplare. Das sind 17 Prozent mehr als 2022. Entsprechend verbesserte sich der T-Roc auf Platz zwei. © Uli Sonntag/VW
VW Golf
Platz 1 – VW Golf: Es kann nur einen geben! Und das ist – wie sollte es auch anders sein – der VW Golf. Der Dauerbrenner aus Wolfsburg war auch 2023 wieder das Lieblingsauto der Deutschen. 81.117 Fahrzeuge setzte Volkswagen ab. Vier Prozent weniger als noch 2022. Aber auch hier steht bekanntlich 2024 ein Facelift ins Haus. © Ingo Barenschee/Volkswagen

Rückgang bei Neuzulassungen: Experte sieht Wirtschaftslage als Grund

Dass auch der Gesamtmarkt schwächelt, hat ebenfalls seien Gründe, wie Constantin Gall von der Beratung EY erklärt der Deutschen Presse-Agentur (dpa): „Die deutsche Wirtschaft kommt nicht in Fahrt, die Konsumbereitschaft und Investitionslaune bei Privatleuten und Unternehmen ist sehr schwach ausgeprägt. Geopolitische Spannungen und kriegerische Auseinandersetzungen drücken zudem auf die Stimmung. Von einer positiven Dynamik ist derzeit nichts zu spüren.“

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Trotz der rückläufigen Zahlen bleibt VW der erfolgreichste Autobauer mit einem Marktanteil von 17,9 Prozent, gefolgt von Mercedes mit 9,9 Prozent und BMW mit 8,2 Prozent. Bei den Segmenten führen weiterhin die SUVs mit einem Anteil von 32,1 Prozent, obwohl auch hier die Neuzulassungen um 31,4 Prozent zurückgingen. Besonders stark betroffen waren die Minis mit einem Rückgang von 71,2 Prozent.

Rubriklistenbild: © Gottfried Czepluch/Imago

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