VonMaximilian Hertelschließen
Ein neuer Rückruf betrifft die Sesampaste „Tahin“, welche bundesweit in den Filialen von Kaufland erhältlich ist. Es besteht Salmonellengefahr.
Kassel – Dass nicht nur tierische Produkte von Salmonellen kontaminiert sein können, zeigt der neueste Rückruf einer Sesampaste bei Kaufland. Doch das ist nicht der einzige Salmonellen-Fall bei pflanzlichen Produkten. Ausgerechnet in dem veganen Rügenwalder Mühlen-Hack wurden ebenfalls Salmonellen-Bakterien gefunden. Immer wieder gibt es in ganz Deutschland Rückrufaktionen, bei denen Verbraucher auf gefährliche Stoffe oder andere Mängel in Lebensmitteln hingewiesen werden.
Rückruf von DILEK Sesampaste bei Kaufland – Salmonellen nachgewiesen
Laut dem Verbraucherportal lebensmittelwarnung.de ist ein Produkt des Herstellers ANATOL GmbH & Co. Großhandels KG von einem Rückruf für ganz Deutschland betroffen. Der Grund: In dem 300 Gramm Glas der DILEK Sesampaste „Tahin“ wurden Salmonellen nachgewiesen. Erhältlich ist das betroffene DILEK-Produkt bundesweit in den Filialen von Kaufland. Aus der Rückrufinformation am 07. März geht hervor, dass der Hersteller das Produkt freiwillig zurückgerufen habe. Betroffen sei demnach bisher nur eine einzige Charge:
| Produktname | DILEK Sesampaste “Tahin” 300g |
|---|---|
| Mindesthaltbarkeitsdatum | 16.10.2026 |
| Kennung der betroffenen Charge | EH23.101623 |
Weiter heißt es in dem Schreiben, dass lediglich in einem einzelnen Glas der Sesampaste „Tahin“ Salmonellen nachgewiesen wurden. Trotzdem wird vom Verzehr abgeraten. Andere Produktionschargen des gleichen Produkts seien allerdings „einwandfrei und in gewohnter DILEK-Qualität“. Die ANATOL GmbH & Co. Großhandels KG bitte alle Kunden, „ungeöffnete oder bereits angebrochene Produkte dieser Charge in die Kaufland-Märkte zurückzubringen“. Der Kaufpreis werde erstattet.
Salmonellen nicht nur in tierischen Produkten
Salmonellen sind eine Bakterien-Gattung und laut dem deutschen Infektionsschutz Ursachen einer typischen Lebensmittelinfektion. Am häufigsten gelangen Salmonellen über Lebensmittel in den Magen-Darm-Trakt von Menschen, in welchem sich die Erreger vermehren und zu Symptomen wie Durchfall und Erbrechen führen. Besonders häufig würden Salmonellen durch rohes oder nicht ausreichend gebratenes oder gekochtes Fleisch übertragen werden.
Wenn auch deutlich seltener, können neben tierischen Erzeugnissen auch pflanzliche Nahrungsmittel Salmonellen enthalten. Ebenfalls nicht ausgeschlossen ist laut dem Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) eine Übertragbarkeit der Bakterien von Mensch zu Mensch. Doch dies sei eher unwahrscheinlich und komme nur selten vor. Um eine Infektion mit Salmonellen zu vermeiden, solle unbedingt darauf geachtet werden, die Kühlkette nach dem Einkauf nicht länger als nötig zu unterbrechen. Kühlpflichtige Produkte wie Fleisch und Eier sollen außerdem erst nach einer ausreichenden Erhitzung über 70 Grad verzehrt werden. (mh)
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