- VonStefanie Fischhaberschließen
In einem Käse wurde ein schädlicher Inhaltsstoff nachgewiesen. Der Hersteller warnt eindringlich vor dem Verzehr und ruft das Produkt zurück.
Hamburg - Plastikverpackungen können schädlich für Umwelt und Gesundheit sein. Doch nicht nur die Verpackung selbst, sondern auch der Aufdruck kann eine Gefahr darstellen: Wenn Stoffe von der Verpackung in den Inhalt gelangen, kann das die Gesundheit beeinträchtigen. Der Hersteller Trienon GmbH startete deshalb einen Rückruf für den Schafskäse der Marke „Notos“.
Update: Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mitteilt, hat der Hersteller das Mindesthaltbarkeitsdatum des betroffenen Produktes ausgeweitet. Der Rückruf umfasst nun auch die Produkte, deren MHD bis einschließlich zum 19.07.2022 reicht.
Rückruf von Notos Schafskäse: Schädlicher Stoff kann Nieren und Leber gefährden
Bei dem betroffenen Produkt wurde laut einer Mitteilung während Kontrollen eine erhöhte Menge der schädlichen Photoinitiatoren nachgewiesen. Das Produkt „Bulgarischer Schafskäse in Salzlake gereift“ der Marke Notos wurde deshalb aus den Regalen genommen. Der Rückruf gilt für alle Produkte mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis einschließlich 19.06.2022 in der 200-Gramm-Verpackung.
Der Hersteller rät dringend vom Verzehr des Käses ab: Wie produktwarnung.eu informiert, wurde der Grenzwert von 0,6 Mikrogramm leicht überschritten. Die Photoinitiatoren kommen häufig in Druckerfarbe vor und konnten durch den Aufdruck in das Lebensmittel gelangen. Die gesundheitlichen Auswirkungen des Stoffes werden als kritisch angesehen: So können nach dem Konsum zum Beispiel Geschwüre an Leber und Niere auftreten.
Produktrückruf: Verbraucher werden vor Verzehr gewarnt - Rewe nimmt Käse aus dem Sortiment
Der Hersteller entschuldigte sich für den Rückruf. Kundinnen und Kunden, die das Produkt bereits erwarben, sollen es gegen Erstattung des Kaufpreises bei ihrem Supermarkt zurückgeben. Der Schafskäse wurde unter anderem im Sortiment von Rewe und Norma geführt. Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gilt der Rückruf für die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfahlen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. (sf)
Probleme machte die Kunststoffverpackung auch bei einem anderen Käse: Wegen Verschluckungsgefahr musste ein Mozzarella zurückgerufen werden. Mit unserem brandneuen Verbraucher-Newsletter bleiben Sie immer auf dem neusten Stand in Sachen Verbraucherinformationen und Produktrückrufe.
