Warnung vor Maniokmehl

Erhöhter Blausäuregehalt: Bundesweiter Rückruf von Mehlprodukt

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Für ein importiertes Mehlprodukt gab es einen Rückruf. Der Grund: zu viel enthaltene Blausäure. Es besteht Vergiftungsgefahr.

Kassel – Maniokmehl erfreut sich bei vielen Köchinnen und Köchen immer größerer Beliebtheit. Als gluten- und getreidefreie Variante zu Weizenmehl, die obendrein noch reich an Ballaststoffen ist, lässt es sich fast genauso vielseitig verwenden.

Das Mehl wird aus der Maniok gewonnen. Einer stärkehaltigen Wurzelknolle, die ursprünglich aus Südamerika stammt. Inzwischen wird sie aber weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten angebaut, wie das Online-Portal utopia.de erklärt. Nun gab es bei einem Produkt aus dieser Pflanze eine Produktwarnung.

Produktwarnung: Maniokmehl enthält zu viel Blausäure

Der Verzehr eines Maniok-Produkts aus Nigeria könnte derzeit nämlich bedenklich sein. Der niederländische Importeur Unidex BV. aus Hillegom hat das Produkt „Cassava Flour“ der Marke „MP People‘s Choice“ daher jetzt zurückgerufen, informiert das Portal lebensmittelwarnung.de.

Das Maniokmehl wurde vom Importeur zurückgerufen, da der in der EU geltende Höchstwert an Blausäure zu hoch ist.

Der Grund: In dem Produkt wurde ein erhöhter Blausäuregehalt festgestellt. Betroffen sind Produkte im 910-Gramm-Beutel mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30.12.2023.

Betroffenes Produkt: Cassava Flour, MP People's Choice
Hersteller/Importeur:Unidex BV. aus Hillegom (Niederlande)
Lotnummer: MP301222
Mindesthaltbarkeitsdatum:30.12.2023
Produktgröße:910 Gramm (Beutel)

Blausäure ist giftig – Sie kommt auf natürliche Weise in der Maniokpflanze vor

Blausäure (Cyanid) ist eine giftige Substanz, die natürlicherweise in einigen Pflanzen enthalten ist, auch in der Maniokwurzel, wie das Bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erklärt. Deshalb sind die Knollen im rohen Zustand auch giftig.

Bei einer Blausäurevergiftung kann das Blut keinen neuen Sauerstoff mehr aufnehmen. Im schlimmsten Fall kann dann sogar Herzstillstand drohen, wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) erläutert.

Der Höchstgehalt für Blausäure in Produkten wurde von der EU festgelegt

Deshalb wurde der Höchstgehalt von Blausäure in Maniokprodukten 2022 von der EU festgelegt. Für Maniokmehl darf er laut einer Verordnung bei maximal 10 Milligram pro Kilo liegen.

Einen dringenden Rückruf gab es auch bei Kartoffel-Fertigprodukten, da sich Fremdkörper darin befinden, deren Verschlucken gefährlich werden könnte. Edeka ist momentan sogar doppelt von Rückruf-Aktionen betroffen. So musste ein Salami-Produkt wegen enthaltener Kunststoffteile zurückgerufen werden. Außerdem musste ein Lachs-Produkt von Edeka zurückgerufen werden. Der Grund: Es ist mit Bakterien belastet.

Rubriklistenbild: © lebensmittelwarnung.de

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