VonKristina Borgmannschließen
Rückruf von Käse bei Netto, Rewe und anderen: Betroffen ist der Streukäse von zwei Unternehmen. Der Verzehr des geriebenen Mozzarellas könnte gefährlich werden.
Hamm - Ob Pizza oder Gratin - Streukäse ist ein elementarer Bestandteil vieler Gerichte, und einer der Verkaufsschlager aus dem Kühlregal. Jetzt sind bestimmte Produkte allerdings von einem Rückruf betroffen. Mehrere Lebensmittelhändler, darunter Rewe, Netto, Edeka, Hit, Kaufland und Penny, hatten die Produkte „Mozzarella schnittfest gerieben“ zweier Hersteller vertrieben. Jetzt gibt es Warnungen vor dem Verzehr.
Bei vielen Menschen ist Streukäse regelmäßig Teil der Ernährung - deshalb lohnt sich ein Blick in Ihren Kühlschrank, ob sich darin womöglich auch ein vom Rückruf betroffenes Produkt befindet. Denn der Verzehr der betroffenen Produkte kann gefährlich werden.
Käse-Rückruf: „Mozzarella schnittfest gerieben (200 g)“ von Goldsteig betroffen
Dem Portal lebensmittelwarnung.de zufolge handelt es sich um den „Mozzarella schnittfest gerieben (200 g)“ des Herstellers Goldsteig Käsereien Bayerwald GmbH. Der wird in allen deutschen Bundesländern vertrieben. Grund für den Rückruf ist eine mögliche Verschluckungs-/Gesundheitsgefahr.
Möglicherweise befänden sich in einzelnen Packungen des Artikels mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 30. April und 6. Mai 2022 „kleine, weiße, gegebenenfalls scharfkantige Kunststoffstückchen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens Goldsteig. Das Risiko des Eintrags von Kunststoffstückchen in den Packungen sei sehr gering, könne jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Käse-Rückruf: „Jeden Tag Mozzarella gerieben 250 g“ nicht essen
Auch „Mozzarella gerieben 250 g“ von „Jeden Tag“ ist von einem Rückruf betroffen. Inverkehrbringer ist in diesem Fall Die Zentrale Handelsgesellschaft mbH mit Sitz in Offenburg. Auch in diesem Fall kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich in den Packungen bestimmter Chargen Fremdkörper aus Hartplastik befinden. Der Käse in allen Bundesländern außer Hamburg verkauft worden. Betroffen sind Produkte mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 5. Mai (2203090503) und 7. Mai 2022 (2203130507).
Die Zentrale Handelsgesellschaft mbH bittet Kunden, die ein betroffenes Produkt gekauft haben, dieses zu entsorgen, oder es in den Einkaufsmarkt zurück zu bringen. „Der Kaufpreis wird selbstverständlich erstattet, auch ohne Kassenbeleg“, schreiben die Verantwortlichen in einer Pressemitteilung. Vertrieben wird der „Jeden Tag“-Mozzarella unter anderem bei Combi, Famila, Globus, K+K und Real.
Kunden, die betroffene Produkte gekauft haben, können diese beim jeweiligen Discounter oder Supermarkt zurückgeben. Dort soll dann der Austausch des Produkts oder eine Erstattung des Kaufpreises erfolgen.
Käse-Rückruf: Auch andere Produkte können gefährlich sein
Rückruf auch beim Discounter Penny: Der Hersteller warnt dringend vor dem Verzehr von Erdnüssen. Sie können „eines der stärksten Gifte“ der Natur enthalten. Auch ein Schoko-Riegel war kürzlich von einem Rückruf betroffen: Der Hersteller warnte vor Glasstücken in dem Produkt, das unter anderem bei Netto und Edeka verkauft wird.
Doch nicht immer sind es Rückrufe, durch die Verbraucher gewarnt werden. Bei vielen Produkten lohnt es sich, auf Testberichte zu achten. So hat Öko-Test Beunruhigendes festgestellt: Die Fusilli einiger Discounter sind gefährlich. - *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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