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Die richtige Rückschnitt-Methode sorgt jetzt noch für eine prächtige Hibiskus-Blüte

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Mit seinen großen, bunten Blüten ist der Hibiskus oder Garten-Eibisch ein echter Blickfang. Damit diese auch üppig blühen, ist ein Rückschnitt im zeitigen Frühjahr von Bedeutung.

Die opulenten Blüten des Garten-Eibisch (Hibiscus syriacus) erinnern an hawaiianische Blumenkränze. Ein hochgewachsener Strauch wirkt im Garten daher immer sehr eindrucksvoll, wenn er ab Juli in voller Blüte steht. Da der Hibiskus die Knospen jedoch nur an diesjährigen jungen Trieben bildet, sollte man ein Verkahlen durch einen jährlichen Rückschnitt vermeiden.

Hibiskus schneiden: Rückschnitt im Frühjahr sorgt für mehr Blüten

Man muss den Hibiskus nicht zurückschneiden, fördert damit aber die Blütenbildung. (Symbolbild)

Bei frühlingsblühenden Sträuchern wie Forsythien oder Flieder wartet man bis nach der Blüte, um sie zurückzuschneiden, da sie am älteren Holz blühen. Der Garten-Eibisch hingegen zeigt, ebenso wie der Schmetterlingsstrauch, erst im Sommer seine Knospen, daher verträgt er zwischen Februar und März noch einen kräftigen Rückschnitt in das mehrjährige Holz. Auf diese Weise machen alte Zweige neuen Trieben Platz.

Dabei sollte man für einen Strauch oder Hochstamm folgendermaßen vorgehen:

  • Wählen Sie einen frostfreien Tag und schneiden Sie die letztjährigen Triebe um etwa ein Drittel bis auf drei bis fünf Augen zurück, sodass die natürlich buschige Form erhalten bleibt.
  • Ist die Pflanze älter oder schief gewachsen, lohnt es sich laut Gartenflora.de, den Hibiskus etwa bis auf eine Höhe von etwa einem halben Meter zurückzuschneiden – dadurch wird die Pflanze verjüngt, auch wenn die Blüte unter Umständen für ein Jahr ausfällt.
  • Entfernen Sie nach innen oder zu dicht wachsende Triebe und abgestorbene Äste. Auch kranke Zweige sollte man bis auf das nächste gesunde Auge entfernen, damit sich beispielsweise Pilzkrankheiten nicht ausbreiten.
  • Um einen Hochstamm buschiger zu formen, macht man Schnitte immer oberhalb eines nach außen stehenden Auges, sodass die neuen Triebe nach außen wachsen, rät der YouTube-Blog CRVideo Tutorials. Die Orientierung an der Wuchsrichtung eines schlafenden Auges gilt auch für Eibisch-Sträucher, die man auf diese Weise in die gewünschte Form bringen möchte.

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Ursachen für ausbleibende Blüte des Hibiskus

Wer etwas später dran ist, kann den Eibisch noch bis Anfang April zurückschneiden – allerdings nur, wenn die Pflanze noch keine neuen Blätter ausgetrieben hat. Außerdem sollten keine starken Nachtfröste mehr drohen. In Ausnahmefällen ist ein Rückschnitt auch im Herbst möglich.

Schere weg: 10 Pflanzen, denen ein Rückschnitt im Winter nicht gut tut

Eiskristalle auf einer Wildrose
Hier sind sich alle Hobbygärtner einig: Im Winter ist es tabu, Rosen zu schneiden. © Wassilis Aswestopoulos/Imago
Reife Walnüsse am Baum
Nussbäume wie den Walnussbaum sollte man nach dem Blattaustrieb vom Frühjahr bis zum Juni schneiden, sonst „blutet“ er viel aus. © CHROMORANGE/Imago
Grüne Blätter und Rispen des Sommerflieders sind mit Raureif überzogen.
Man sollte es lieber nicht drauf ankommen lassen: Einen Winterschnitt bestraft manch Sommerflieder mit ausbleibender Blüte © CHROMORANGE/Imago
Ein mit Raureif überzogenes Federborstengras
Ziergräser wie das Federborstengras bieten im Winter nicht nur Nützlingen Schutz, sie sind ohne Rückschnitt auch selber besser vor Frost geschützt. © Manfred Ruckszio/Imago
Blühendes gelbes Heiligenkraut und blauer Lavendel
Sowohl Heiligenkraut als auch Lavendel schneidet man im Winter nicht zurück. © Manfred Ruckszio/Imago
Stare in einem Pflaumenbaum im Herbst
Steinobstsorten wie Pflaumen können an den frischen Schnittstellen erfrieren. © Panthermedia/Imago
Sonnenhut-Samenstände mit Raureif
Die meisten Stauden, wie zum Beispiel den Sonnenhut, sollte man im Winter sich selbst überlassen.  © Panthermedia/Imago
Eine Hand pflückt Himbeeren.
Im Gegensatz zu Herbsthimbeeren darf man Sommerhimbeeren nicht im Winter schneiden. Sonst wars das mit der Ernte. © Cavan Images/Imago
Blühende Bauernhortensie
Die meisten Hortensienarten, wie die Bauernhortensie, legen schon im Winter die Blüten für das nächste Jahr an. Wer hier falsch schneidet, geht im Sommer leer aus. © bodenseebilder.de/Imago
Blühender Forsythienstrauch mit Schnee
Wie viele Frühblüher wird die Forsythie erst nach der Blüte im Frühling zurückgeschnitten. © agefotostock/Imago

Wenn der Hibiskus im Sommer nur wenige Blüten trägt, kann dies am Standort liegen, der sonnig sein sollte. Bekommt er zu wenig Wasser während des Wachsens, wirft er Knospen zuweilen sogar vor der Blüte ab. Dies passiert auch bei Staunässe. Während der Blühphase benötigt der Hibiskus viel Dünger.

Rubriklistenbild: ©  McPHOTO/Imago

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