Mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Schritt für Schritt erklärt: Wie stellt man die Spiegel beim Auto richtig ein? 

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Eine optimale Spiegeleinstellung kann vor Unfällen bewahren. Die folgende Anleitung erklärt, wie Sie Innen- und Außenspiegel richtig positionieren.

Bevor Fahrschüler zum ersten Mal Gas- und Bremspedal bedienen, lernen sie üblicherweise, wie man Autositz und Spiegel richtig einstellt. Erst dann ist die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet. Autofahrer brauchen die bestmögliche Sicht auf die Straße, um alle wichtigen Verkehrsvorgänge zu beobachten.

Richtige Einstellung reduziert toten Winkel

Ein korrekt justierter Innenspiegel sowie richtig eingestellte Außenspiegel helfen dabei, den Überblick zu bewahren und tote Winkel (vor dem in Frankreich mit einem Aufkleber gewarnt wird) zu minieren. Nicht nur für Fahranfänger ist es essenziell, eine Rundumsicht zu haben. Je besser Autofahrer den Verkehr im Blick haben, desto schneller können sie reagieren und senken so das Unfallrisiko.

Vor dem Fahrtantritt sollten alle Autospiegel korrekt eingestellt werden.

Im Alltag kommt es immer wieder vor, dass Fahrer einen Wagen teilen oder ausleihen. Vor dem Losfahren müssen Sitz sowie Seiten- und Rückspiegel überprüft und gegebenenfalls zurechtgerückt werden. Die folgenden Anleitungen erklären Schritt für Schritt, wie man die Spiegel beim Auto richtig einstellt.

Innenspiegel einstellen: So geht‘s

Der Innenspiegel (den es immer öfter auch als digitale Version gibt) ermöglicht es, den Verkehr von hinten zu beobachten, ohne den Kopf drehen zu müssen. So stellen Sie ihn richtig ein:

1. Nehmen Sie Ihre angeschnallte Fahrposition ein und stellen Sie sicher, dass Sie aufrecht sitzen. Achten Sie darauf, die Sitzposition während des Einstellungsprozesses nicht zu ändern, da dies das Ergebnis beeinflussen kann.

2. Lokalisieren Sie den Innenspiegel: Normalerweise befindet er sich am Dachhimmel in der Mitte des Fahrzeugs, oberhalb des Windschutzscheibenrahmens. Er kann manuell oder automatisch verstellbar sein.

3. Passen Sie den Spiegel so an, dass Sie das gesamte Sichtfeld der Heckscheibe erfassen können. Der Spiegel sollte parallel zur Heckscheibe ausgerichtet sein. Dies ermöglicht eine optimale Sicht nach hinten, ohne dass blinde Flecken entstehen.

4. Überprüfen Sie die Einstellung: Lehnen Sie sich leicht nach vorne und nach hinten, um sicherzustellen, dass Sie alle Bereiche der Heckscheibe im Spiegel sehen können. Sie sollten in der Lage sein, den gesamten Bereich hinter Ihrem Fahrzeug ohne Einschränkungen zu erfassen.

Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Streit um Tempolimit für Ortsdurchfahrt
Zum 9. November 2021 ist der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Wer innerorts 16 bis 20 Stundenkilometer zu schnell fährt und geblitzt wird, zahlt statt wie früher 35 nun 70 Euro. © Sebastian Gollnow/dpa
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder.
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder. © Uwe Anspach/dpa
 Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. M
Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. (Symbolbild) © Arne Dedert/dpa
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläuterte.
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläutert hatte. Dies gelte dann, wenn Radfahrer vorschriftswidrig auf einem Gehweg fahren.  © Paul Zinken/dpa
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen.
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen.
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen. (Archivbild/Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa
Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.
Wer keine Rettungsgasse bildet oder die sogar selbst zum schnelleren Vorankommen mit dem Auto nutzt, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.  © Patrick Seeger/dpa
Polizei-Kontrollaktion zu Drogen und Alkohol
Lkw-Fahrer, die gegen die neu eingeführte Pflicht verstoßen, mit dem Lastwagen beim Rechtsabbiegen innerorts nur mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren, werden mit 70 Euro zur Kasse gebeten. (Archivbild/Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa
Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.
Auto-Poser aufgepasst: Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.  © Patrick Pleul/dpa

Außenspiegel justieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Seitenspiegel bieten einen erweiterten Sichtbereich um das Fahrzeug und sind wichtig, um den rückwärtigen Verkehr zu beobachten und Spurwechsel sicher durchzuführen.

1. Nehmen Sie Ihre normale Fahrposition ein.

2. Stellen Sie den linken Außenspiegel horizontal ein: In der rechten Spiegelecke sollte der hintere Teil des Fahrzeugs zu einem Drittel erkennbar sein. Achten Sie darauf, den Spiegel nicht zu stark nach außen zu neigen, da dies die Sicht seitlich des Fahrzeugs beeinträchtigt. Der Spiegel sollte leicht Richtung Straße geneigt sein. 

3. Vertikal wird der Spiegel so eingestellt, dass die Horizontlinie ungefähr in der Mitte liegt. Das gewährleistet gute Sichtverhältnisse auf den Verkehr von hinten. In der unteren Hälfte des Spiegels ist also die Straße zu sehen, während die obere Hälfte Fahrzeuge, Bäume und den Himmel zeigt.

4. Passen Sie den Spiegel an, bis er die gewünschte Sicht bietet. Am besten benutzen Sie die linke Hand dafür. Auf diese Weise verändern Sie Ihre Sitzposition nicht.

5. Wiederholen Sie den Vorgang für den rechten Seitenspiegel. Hier sollte die Fahrzeugflanke in der linken Spiegelecke zu sehen sein. Bei der vertikalen Einstellung sollte die Horizontlinie wieder mittig liegen.

6. Überprüfen Sie, ob Sie den Bereich hinter und neben Ihrem Fahrzeug in beiden Seitenspiegeln sehen können. Die Außenspiegel sollten eine klare Sicht auf den Straßenverkehr ermöglichen.

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Autospiegel: Vorsicht, toter Winkel!

Bei einer korrekten Einstellung ermöglichen die drei Spiegel eine umfassende Sicht auf den Verkehr. Trotz dieser technischen Hilfsmittel gibt es einen Raum, der beim Autofahren nicht einsehbar ist: der sogenannte tote Winkel. Kleine Bereiche hinter und neben dem Fahrzeug können selbst von den Spiegeln nicht erfasst werden. Gefährlich wird das insbesondere beim Überholen oder Spurwechsel. Deshalb sollte bei jedem Abbiegevorgang zusätzlich der Schulterblick verwendet werden. Dabei dreht sich der Fahrer kurz über die Schulter um und schaut in den Bereich, der von den Spiegeln nicht erfasst wird.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

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