Wildwachsende Heilpflanze

Von Abschürfung bis Mückenstich – warum man immer etwas Schafgarbe bei sich haben sollte

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Sie wächst wild am Feldrand oder in Gärten mit einer Wildblumenwiese: Die Schafgarbe ist eine Heilpflanze für zahlreiche Alltagswehwehchen und verschafft schnell Linderung.

Die Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine faszinierende Heilpflanze, die seit Jahrhunderten für ihre vielfältigen medizinischen Eigenschaften geschätzt wird. Ihre zarten, aromatischen Blüten und Blätter bergen ein breites Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten, die von Abschürfungen und anderen Hautproblemen bis hin zu Verdauungsbeschwerden reichen. Ein Wildpflanzenkenner trägt sie immer bei sich und erklärt, wie man sie im Notfall schnell anwenden kann.

Zerquetschte Schafgarben-Blätter stillen Blutungen und lindern Mückenstiche

Die Schafgarbe (Achillea millefolium) ist seit Jahrhunderten eine Heilpflanze. Aber man darf sie nicht mit dem Schierling verwechseln.

Wer viel im Garten werkelt oder in der freien Natur unterwegs ist, zieht sich schon mal ein paar Schnitzer zu. Wenn es dann blutet und man hat kein passendes Medikament zur Hand, dann empfiehlt Überlebenskünstler Seth Larsen auf seinem TikTok-Blog sagesmokesurvival die Schafgarbe als natürlichen Blutstiller. Sie hat außerdem antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften. Da Schafgarbe in der Natur an zahlreichen Stellen wächst, ist sie oft schnell verfügbar.

Von der Schafgarbe gibt es mehr als 100 Arten, die in der Volksmedizin beliebte Gemeine Schafgarbe oder Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) ist in Deutschland häufig. Sie blüht meistens weiß bis rosa, es gibt aber auch gelbe Sorten. Um ihre blutstillene Wirkung zu nutzen, verwendet Seth Larsen die gefiederten Blätter.

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So kann man einen Schafgarben-Wickel machen, indem man zuvor die frisch gepflückten Blätter zwischen den Händen reibt, mit einem Stein daraufklopft oder auf ihnen kaut – sie schmecken allerdings etwas bitter. Die zerquetschten Blätter legt Larsen direkt auf die offene Stelle der Haut, sei es eine Schürfwunde, ein Schnitt oder nur ein stark juckender Mückenstich. Dies verschafft Linderung und lässt die Haut laut Larsen viel schneller heilen.

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Achtung, Verwechslungsgefahr mit dem Schierling

Wer sich nicht gut auskennt und nicht sicher ist, ob es sich bei der Wildpflanze wirklich um Schafgarbe handelt, sollte jedoch die Finger davon lassen. Denn es könnte sich auch um den sehr giftigen Gefleckten Schierling handeln, der der Pflanze sehr ähnlich sieht und sich beispielsweise durch rot-braunen Flecken am Stängel unterscheidet.

Dies sehen auch die anderen TikTok-User so, freuen sich aber auch über den guten Tipp:

  • „Stell sicher, dass es nicht Schierling ist“
  • „Dein Wissen ist unglaublich! Danke fürs Teilen“
  • „Ich habe es gestern für einen Insektenstich verwendet und es hat besser gewirkt als das im Laden gekaufte“
  • „Wir trinken sie jeden Winter als Tee“
  • „Ich habe Schafgarbe in meinem Heilpflanzen-Kräuter-Garten

Mini-Apotheke aus dem Garten: Zehn Heilpflanzen für kleine Wehwehchen

Dornige Hauhechel
Die Dornige Hauhechel kann als Tee die Beschwerden einer Blasenentzündung lindern.  © Chromorange/Imago
Herstellung von Ringelblumen-Salbe aus Blüten
Ringelblumensalbe ist leicht selbst herzustellen und ein gutes Hausmittel gegen Hautprobleme wie Ekzeme. © imagebroker/Imago
weiß blühender Katzenbart (Orthosiphon aristatum)
Ein hübscher Blütenstrauch, der für Blasen- und Nierenerkrankungen eingesetzt wird: Der Katzenbart, auch bekannt als Java-Tee.  © blickwinkel/Imago
rot blühende Indianernesseln (Monarda didyma)
Die prächtige Indianernessel oder Goldmelisse hilft als Tee gegen Übelkeit, Kopfschmerzen oder Einschlafstörungen. © blickwinkel/Imago
Mann sammelt Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria)
In den Blüten des Madesüß-Strauchs stecken ätherische Öle, die Salicylsäure enthalten und wie eine Kopfschmerztablette wirken.  © imagebroker/Imago
Ysop-Blüten
Bitterstoffe und Gerbstoffe im Ysop lindern Husten und Verdauungsbeschwerden. © blickwinkel/Imago
Salbeitee in Tasse mit Teesieb
Salbei-Tee aus getrockneten oder frischen Blättern hilft bei Entzündungen im Hals-Rachen-Raum und ist verdauungsfördernd. © imagebroker/Imago
Gelb blühendes Johanniskraut
Eine Zierde in jedem Garten – Johanniskraut wird bei Angst und nervöser Unruhe angewendet. © Shotshop/Imago
Fläschchen Lavendelöl und Lavendelblüten
Lavendelöl gilt als nervenstärkend bei innerer Unruhe und Stress. © Shotshop/Imago
Zistrose hat zarte, leicht zerknittert wirkende Blüten, die bei Bienen und Hummeln beliebt sind.
Zistrose ist ein Blickfang in jedem Garten und eine heilkräftige Pflanze.  © Imago


Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Ines Alms sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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