VonFranziska Kaindlschließen
Beim Wäschewaschen kann eigentlich nicht viel schiefgehen – oder doch? Manchmal schadet es nicht, sich einiger typischer Fehler noch einmal bewusst zu werden.
Nach dem Waschen fühlt man sich in der Kleidung gleich wieder viel wohler – sie duftet schön und ist frei von Schmutz. Aber selbst wer schon oft genug gewaschen hat, kann immer noch dazu lernen. Denn während manche Fehler sich sofort rächen, gibt es andere, die erst mit der Zeit ihre Folgen offenbaren. Hier fünf Fehler, die Sie beim Wäschewaschen vermeiden sollten:
1. Reißverschlüsse und Knöpfe beim Waschen nicht geschlossen
Spätestens wenn die Wäsche mit Löchern und Laufmaschen aus der Waschmaschine kommt, stellt sich die Frage, wie das nur passieren konnte. Oft ist die Antwort einfacher als vielleicht gedacht: Reißverschlüsse und Knöpfe anderer Kleidungsstücke können nämlich beim Herumwirbeln im Gerät für viel Unheil sorgen. Das passiert insbesondere, wenn beides vor dem Waschen nicht ordentlich verschlossen wurde – in den Zähnen der Reißverschlüsse verhaken sich nämlich leicht dünne Stoffe, wie zum Beispiel von Blusen. Auch scharfkantige Knöpfe können Schaden anrichten, wenn sie nicht geschlossen sind.
2. Zu viel in die Waschmaschine stopfen
Wieso zweimal Waschen, wenn auch alles auf einmal geht? Was vielleicht verlockend klingen mag, sollten Sie sich lieber genau überlegen. Ist die Waschmaschine nämlich zu voll, wird die Wäsche darin nicht mehr richtig sauber – und dann kann man im Prinzip wieder von vorne anfangen. Außerdem saugen die Textilien in diesem Fall zu viel von dem Wasser auf, sodass sich das Waschpulver schlimmstenfalls nicht richtig auflösen kann. Die Folge: Es bleiben Waschmittelrückstände auf der Kleidung zurück.
Natürlich sollten Sie eine Waschmaschine auch nicht zu leer laufen lassen – das wäre eine Verschwendung von Wasser und Energie. Achten Sie also auf die Herstellerangaben dazu, wie viel das Gerät beladen werden darf und versuchen Sie sich dieser Grenze zu nähern. Prinzipiell sollte die Trommel aber zu Dreiviertel gefüllt sein.
3. Wäsche wenden vergessen
Vor dem Waschen sollten Sie schon einmal die Kleidungsstücke heraussortieren, die besonders empfindlich sind und auf links drehen. Wird dies vergessen, dann können zum Beispiel Pailletten, Knöpfe oder Aufdrucke auf dem Oberteil viel schneller Schaden nehmen – und vielleicht sogar die übrige Wäsche in Mitleidenschaft ziehen. Im Inneren der Waschmaschine werden die Kleidungsstücke nämlich ordentlich herumgewirbelt und aneinander oder an die Trommel gerieben. Daher empfehlen manche Hersteller schon auf dem Etikett, die Textilien vor dem Waschen einmal zu wenden.
4. Kleidung unnötig oft waschen
Es kann nie zu sauber sein – oder nicht? Tatsächlich ist bei manchen Textilien weniger mehr. Das trifft vor allem auf Kleidungsstücke zu, die nur einmal getragen wurden oder überhaupt nicht verschmutzt, sondern einfach pauschal im Wäschekorb gelandet sind. Halten Sie sich das gute Stück einfach mal an die Nase, um festzustellen, ob es müffelt – wenn ja, dann ab in die Waschmaschine, wenn nicht, dann genügt es vielleicht auch einmal, das Kleidungsstück an die Frischluft zu hängen. Denn jeder Waschgang ist auch eine Strapaze für die Textilien und verbraucht Wasser und Strom.
Wussten Sie zum Beispiel, dass Jeans eigentlich überhaupt nicht für die Wäsche vorgesehen sind? Viele Hersteller verweisen darauf, dass das beliebte Kleidungsstück beim Waschen nur an Passform und Farbe verlieren würde. Stattdessen würde es vollständig genügen, die Jeans zu lüften.
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5. Waschmaschine nach dem Waschen nicht offen gelassen
Oft wird die Waschmaschinentür nach getaner Arbeit sofort wieder geschlossen. Das sollten Sie aber lieber nicht machen: Denn nicht nur die Wäsche, sondern auch die Waschmaschine muss erst einmal trocknen – ansonsten drohen Keime und Schimmel. Lassen Sie die Tür nach dem Waschen also mindestens eine halbe Stunde lange offen, damit die restliche Feuchtigkeit entweichen kann.
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