VonTeresa Tothschließen
Pinke Eier sind ein eindeutiges Indiz dafür, dass sich eine Apfelschnecke in Ihrem Garten befindet. Dann gilt es unbedingt den Pflanzenschutzdienst zu verständigen.
Kassel – Die Temperaturen steigen wieder, die Gartensaison beginnt. Wer mit noch nicht begonnen hat, sollte sich ranhalten: einige Pflanzen sollten idealerweise schon im Februar gestutzt und geschnitten werden. Doch mit den aufblühenden Pflanzen halten auch unbeliebte Gäste wieder Einzug in den Garten: fiese Schädlinge, die einem die Freude an den bunten Blumen schnell wieder nehmen können.
Schnecken gehören zu den hartnäckigsten Schädlingen im Garten
Besonders auf Schnecken dürften Hobbygärtner nicht gut zu sprechen sein. Denn sie fressen alle jungen Triebe von Pflanzen, Salat oder auch Blumen radikal ab. Ganz vorn mit dabei ist die Nacktschnecke. Doch es gibt noch eine andere Schneckenart, die zur Gefahr für den Garten werden kann: die sogenannte Apfelschnecke.
| Tier | Apfelschnecke |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Ampullariidae |
| Herkunft | Südamerika, Afrika, Asien |
| Anzahl der Arten | 175 |
Was für manch einen womöglich erstmal wie ein leckeres Hefe-Dessert klingt, kann für die selbst gepflanzten Blumen, Kräuter und Salate ein jähes Ende bedeuten. Denn viele Apfelschnecken-Arten ernähren sich von lebenden Pflanzen, wie das Branchen-Portal heimbiotop.de erläutert. Wenn Sie in Ihrem Garten also pinke Eier entdecken, sollten alle Alarmglocken läuten.
In der EU gilt ein Einfuhr- und Handelsverbot für Schnecken – trotzdem laden sie manchmal im Garten
Die Apfelschnecke ist für ihre kleinen, leuchtend pinke Eier bekannt. 15 bis 50 Eier können die Tiere legen – vorzugsweise kleben sie diese an Pflanzenteile oder Steine. Sollten Sie solche Eier in ihrem Garten entdecken, müssen Sie den Fund unverzüglich dem Pflanzenschutzdienst ihres Bundeslandes melden. Denn es handelt sich um eine invasive Art, die nicht nur Pflanzen zerstört, sondern auch einheimische Tiere vertreiben kann.
In der EU gilt ein strenges Einfuhr- und Handelsverbot, um die Ausbreitung der Apfelschnecke zu verhindern. Laut hausgarten.net sollen die Kriechtiere im Ebro-Delta in Spanien in der Vergangenheit bereits ganze Reisfelder vernichtet haben. Illegalerweise verwenden manche Menschen die Schnecken dennoch für ihre Aquarien, da sie diese effektiv von Algen befreien. Büxen sie aus oder werden ausgesetzt, kann es also passieren, dass sie die kleinen Schädlinge in ihrem Garten entdecken.
Ebenfalls eine große Gefahr für den Garten stellen Blutläuse dar. In Kolonien greifen sie vor allem Obstbäume an – doch es gibt einige Tipps, mit denen Sie die Ausbreitung der Blutläuse verhindern können.
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