VonFranziska Kaindlschließen
Neben Blumen und Hecken gehören Bäume für die meisten Hobbygärtner zum Garten dazu. Aber wie wähle ich den richtigen für mich aus?
Ein blühendes Reich direkt vor der Haustür, das sorgt jeden Tag für ein kleines Lächeln im Gesicht. Ganz ohne Arbeit und Pflege geht es aber leider nicht – damit sich Blumen, Hecken und Sträucher jedes Jahr aufs Neue in vollster Pracht zeigen, müssen Hobbygärtner viel Zeit in ihren Garten investieren. Auch ein schöner Baum gehört für die meisten zur grünen Oase dazu. Die meisten kaufen sich einfach einen, der gefällt. Dabei schadet es nicht, sich ein paar mehr Gedanken über den passenden Baum für den heimischen Garten zu machen.
Vier Fragen, die Sie sich vor dem Kauf eines Baumes stellen sollten
Wie groß ist der Garten?
Bevor Sie sich für einen Baum entscheiden, sollten Sie sich vor Augen führen, wie groß Ihr heimischer Garten ist und wie der Durchmesser der ausgewachsenen Krone der ausgewählten Pflanze sein wird. Zum einen muss der Abstand zum Nachbargrundstück eingehalten werden, zum anderen kann der Garten schnell sehr klein wirken, wenn ein riesiger Baum alles regelrecht überschattet. Zu einem kleinen Garten passen zum Beispiel der beliebte Kugelahorn, eine Kulturbirne oder Zierkirschen. Haben Sie etwas mehr Platz in ihrem grünen Reich, dann bietet sich auch eine Rosskastanie, ein Ginkgo oder ein Walnussbaum an. Aber auch das Wurzelwerk sollten Sie bei Ihren Überlegungen nicht außer Acht lassen: „Wenn der Raum für die Wurzel etwa durch ein Betonfundament auf einer Seite begrenzt ist, ist das Risiko für den Baum bei einem schweren Sturm größer“, sagt Achim von Falkenhayn, der eine eigene Baumschule betreibt, laut der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).
Soll der Baum Schatten spenden?
Der Baum soll vornehmlich dazu dienen, auf der Terrasse für Schatten zu sorgen? Dann sollten Sie genau auf das Blattwerk achten. Besonders dicht ist das Blätterdach von Platanen, dem japanischen Fächerahorn oder dem Trompetenbaum. Wer gerne Schatten mit ein paar Lichtsprenkeln mag, kann auch Birken oder Weiden wählen. Als Schattenspender bietet sich auch ein Apfelbaum an, der auf einem Hochstamm veredelt ist, wie Uwe Schachschal, Gärtner im Egapark Erfurt, laut MDR rät. Dort beginnt die Baumkrone erst in einer Höhe von rund 1,80 Metern, was wunderbar zum Verweilen im Schatten einlädt.
Wie viel Pflege sind Sie bereit, zu betreiben?
Ein Baum im Garten ist immer mit etwas Aufwand verbunden, doch manche Stämme sind etwas pflegeleichter als andere. Dazu gehört unter anderem der Amerikanische Amberbaum, der Temperaturen von bis minus 24 Grad aushält und somit winterhart ist. Im Herbst ist er ein besonderer Hingucker, weil sich das Laub wunderschön dunkel verfärbt. Aber auch Kugelbäume sind äußerst beliebt, weil sie eine charakteristische Form haben und klein bleiben, wie Oliver Fink, Vorsitzender des Verbands der GartenBaumschulen BdB (GBV), laut dem Portal Wohnglück informiert. Pflegeleicht seien sie obendrein, weil sie kaum geschnitten werden müssten.
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Wie viel darf ein Baum kosten?
Natürlich spielt auch der Preis bei der Anschaffung eines Baumes eine Rolle. Wer in einer Baumschule oder in Gärtnereien einkauft, zahlt in der Regel nach Stammumfang, gemessen ein Meter über dem Boden, wie FAZ informiert. Die meisten Hobbygärtner würden sich für einen Baum mit 12 bis 14 Zentimeter Umfang entscheiden, also in etwa einem Durchmesser von 4 Zentimetern. In diesem Stadium sind Bäume zwischen vier und fünf Meter hoch sowie sechs bis acht Jahre alt. Eichen oder Apfelbäume in dieser Größe seien dann ab rund 250 Euro zu haben, wobei die Eiche etwas teurer sei. Das klingt erst einmal nach viel Geld, allerdings haben Gartenfans dann bereits einen kleinen, gutgepflegten Baum mit Krone. Wer weniger ausgeben will, kann sich auch einen kleineren holen, muss sich aber dann noch etwas gedulden, bis er im Garten etwas hermacht.
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