Neuer Trick

Autodiebstahl in weniger als zwei Minuten: Scheinwerfer bieten einfachen Zugang

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Über die Scheinwerfer können Diebe in weniger als zwei Minuten ein Auto stehlen. Dafür braucht es lediglich ein Gerät, das aussieht wie eine Bluetooth-Box.

In modernen Autos sind zahlreiche Helfer verbaut, die den Dieben das Leben schwer machen sollen. Das klappt jedoch nicht immer so gut, alleine 2021 wurde in Deutschland 9.805 Fahrzeuge entwendet. Besonders hoch im Kurs standen dabei SUV. Doch allzu sicher sollten sich Autofahrer nicht fühlen, denn die Diebe werden immer kreativer. Ein neuer Trick ermöglicht es, binnen weniger Minuten ein Auto zu klauen.

Der Ansatzpunkt wirkt dabei erst mal alles andere als logisch. Die Diebe verschaffen sich nämlich über die Scheinwerfer Zugang zum Auto. Entdeckt hat die Methode der Cybersecurity-Experte Ian Tabor, dessen Toyota RAV4 auf diese Weise entwendet wurde.

Autodiebstahl in Minuten: Scheinwerfer bieten leichten Zugang

Schon in den Tagen vor dem Diebstahl hatte Tabor zweimal festgestellt, dass die Stoßstange heruntergerissen und ein Scheinwerfer gelockert worden war. Kurze Zeit nach dem zweiten Vorfall war der Toyota RAV4 dann verschwunden und Tabor ging auf Spurensuche.

Über die Scheinwerfer verschaffen sich die Diebe in unter zwei Minuten Zuganh zum Auto.

Im Dark Web stieß der Cybersecurity-Experte auf ein Gerät (das wie ein gewöhnlicher Bluetooth-Lautsprecher aussieht), mit dem die Langfinger eine sogenannte „CAN Injection“-Attacke durchführen können. Dabei wird über den CAN-Bus eine Vielzahl an Botschaften an das Gateway geschickt. Dabei handelt es sich um eine Schnittstelle, die alle Funktionen im Fahrzeug verbindet.

Das sind die zehn meistgebauten Elektroautos Europas

Ein Renault Zoe
Platz 10 – Renault Zoe: Der französische Stromer ist inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen, dennoch gehört der Renault Zoe auch im Jahr 2022 noch zu den meistproduzierten Elektroautos Europas. © Renault
Ein Audi e-tron
Platz 9 – Audi e-tron: Der erste reine Stromer von Audi gehört auch 2022 zu den meistgebauten E-Autos in Europa. Das Foto zeigt die Sportback-Variante. © Audi
Mehrere Tesla Model Y in Grünheide
Platz 8 – Tesla Model Y: Für den europäischen Markt wird das Tesla Model Y in der Gigafactory in Grünheide bei Berlin gebaut – und es reicht für den achten Platz im Produktions-Ranking. © IMAGO/Jochen Eckel
Ein Audi Q4
Platz 7 – Audi Q4: Ein weiterer Audi gehört zu den meistproduzierten E-Autos Europas: Der Q4 wird wie einige weitere Stromer des VW-Konzerns in Zwickau gefertigt. © Audi
Ein Hyundai Kona
Platz 6 – Hyundai Kona: Ein Koreaner hat es ebenfalls unter die zehn meistproduzierten E-Autos Europas geschafft – der Hyundai Kona wird im tschechischen Hyundai-Werk in Nosovice gebaut. © Hyundai
Ein Peugeot e-208
Platz 5 – Peugeot e-208: Mit dem Peugeot e-208 hat es ein Fahrzeug aus dem Stellantis-Konzern auf den fünften Platz geschafft. © Peugeot
Ein Skoda Enyaq
Platz 4 – Skoda Enyaq: 50.765 Einheiten des Skoda Enyaq verließen im Jahr 2022 das Werk in Tschechien – das reicht für den vierten Platz im europäischen Elektroauto-Produktionsranking. Das Foto zeigt die RS-Version des Stromers. © Skoda
Ein VW ID.3
Platz 3 – VW ID.3: Die Elektro-Kompaktlimousine VW ID.3 wird in Zwickau gebaut – 52.229 Exemplare rollten im Jahr 2022 dort vom Band. © Volkswagen
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4: Auch den zweiten Platz belegt ein Volkswagen – der ebenfalls in Zwickau produzierte ID.4 wurde 63.685 Mal gebaut. © Volkswagen
Ein Fiat 500e
Platz 1 – Fiat 500e: 66.325 Exemplare des italienischen Stromers liefen 2022 in Mirafiori vom Band – damit war er das meistgebaute E-Auto Europas. © Fiat

Autodiebstahl in Minuten: Gerät gaukelt Schlüssel vor

So wird unter anderem dem Smart Key Controller die Botschaft vermittelt, dass ein Schlüssel in der Nähe ist. Entsprechend, lassen sich die Türen öffnen und der Motor starten. Der ganze Vorgang dauert weniger als zwei Minuten. Wie futurezone.at berichtet, ist eine Abwehrstrategie aber bereits entwickelt.

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Doch was haben nun die Scheinwerfer damit zu tun? Ganz einfach: Die Diebe müssen an einen der im Auto verbauten CAN-Busse kommen. Dieser muss möglichst nah an der Außenhülle des Fahrzeugs sein. Zeitgleich soll der Schaden am Fahrzeug aber so gering wie möglich sein und dafür eignen sich die Frontscheinwerfer schlicht am besten.

Rubriklistenbild: © TT/Imago

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