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Schilddrüsenvergrößerung: Fühlen Sie einen Knoten am Hals? Das könnte ein Anzeichen sein

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Ein Knoten im Hals könnte auf eine Erkrankung der Schilddrüse hinweisen. Wann Sie eine Schwellung im Halsbereich ernst nehmen sollten.

Eine vergrößerte Schilddrüse kann unterschiedliche Ursachen haben. Neben einer ernsthaften Erkrankung wie einem Tumor steckt in vielen Fällen eine Fehlfunktion der Schilddrüse hinter den Beschwerden. Rund 20 bis 30 Prozent der Deutschen leiden an einer vergrößerten Schilddrüse. Schilddrüsenknoten gehören damit zu den häufigsten Beschwerden bei einer Schilddrüsenunterfunktion. Da der Kropf jedoch meist bereits früh sichtbar ist, lässt sich die Veränderung in der Regel gut behandeln.

Schilddrüsenvergrößerung: Fühlen Sie einen Knoten am Hals?

Eine Schilddrüsenvergrößerung ist in den meisten Fällen harmlos – kann aber auch auf eine Erkrankung der Schilddrüse hindeuten (Symbolbild).

Die Schilddrüse befindet sich unterhalb des Kehlkopfes an der Luftröhre. Da das schmetterlingsförmige Organ an verschiedenen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt ist, kann eine Erkrankung zu unterschiedlichen Symptomen wie Herz-Kreislauf-Symptomen, Verdauungsbeschwerden, innerer Unruhe und einem veränderten Gewicht führen.

Ist die Schilddrüse aufgrund einer Fehlfunktion krankhaft angeschwollen, sprechen Experten von einem Struma. Doch obwohl die Schwellung im Hals zu unangenehmen Beschwerden beim Schlucken führen kann, muss ein Knoten im Hals keinesfalls auf eine schwerwiegende Krankheit hindeuten. So können unterschiedliche Ursachen für eine Schwellung verantwortlich sein. Gutartige Knoten lassen sich zudem gut behandeln. Nicht immer treten in Folge einer vergrößerten Schilddrüse Beschwerden auf, manche Betroffene bemerken das Struma daher erst, wenn ein Arzt sie darauf hinweist.

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Schilddrüsenvergrößerung: Was ist ein Struma?

Eine vergrößerte Schilddrüse zählt zu den häufigsten Anomalien bei einer Erkrankung des Organs. Schwillt die Schilddrüse an, lässt sich dies meist bereits von außen – beispielsweise beim Schlucken – erkennen. Der Kropf führt zudem nicht selten zu einem inneren Engegefühl und Schluckbeschwerden. Eine Schilddrüsenvergrößerung kann jedoch auch völlig symptomlos verlaufen. In diesem Fall wird die vergrößerte Schilddrüse daher meist erst zufällig beim Abtasten durch den Arzt entdeckt.

Häufig ist zudem nicht die komplette Drüse angeschwollen, aber ein Knoten zumindest tast- oder sichtbar. Ist die Schwellung bereits fortgeschritten, können Beschwerden neben einem Engegefühl im Hals auch Heiserkeit, Probleme beim Schlucken und im schlimmsten Fall Atembeschwerden auftreten. Ist der Knoten auf eine Schilddrüsenunter- oder -überfunktion zurückzuführen, können zudem Symptome wie Müdigkeit, Gewichtsabnahme und Herzbeschwerden hinzukommen.

Schilddrüsenvergrößerung: Jodmangel als Ursache

Häufigste Ursache für eine Schilddrüsenvergrößerung ist ein Jodmangel. Der Körper benötigt Jod, um die Schilddrüsenhormone Thyroxin (T3) und Trijodthyronin (T4) zu bilden. Diese sind für verschiedene lebenswichtige Stoffwechselvorgänge verantwortlich. Nehmen Patienten über die Nahrung zu wenig Jod auf oder kann der Körper das Jod nicht verarbeiten, versucht die Schilddrüse durch übermäßiges Wachstum so viel wie möglich des Spurenelements aufzunehmen. Langfristig kann dies zur Bildung eines Kropfes, auch Struma genannt, führen.

Neben einem Jodmangel können laut dem Deutschen Schilddrüsenzentrum jedoch auch folgende Ursachen hinter einer vergrößerten Schilddrüse stecken:

  • Krankheiten wie Morbus Basedow oder Hashimoto-Thyreoiditis
  • Gut- und bösartige Knoten in Folge einer Krebserkrankung
  • Nebenwirkungen verschiedener Medikamente
  • Schwangerschaft

Schilddrüsenvergrößerung: Diagnose und Behandlung

Bei einem Knoten am Hals gilt es unbedingt einen Arzt aufzusuchen. Mittels Tastuntersuchung oder Ultraschall kann dieser dann den Kropf feststellen. Laut Apotheken Umschau gilt dabei ein per Ultraschall gemessenes Drüsenvolumen von über 18 Milliliter (bei Frauen) und 25 Millilitern (bei Männern) als krankhaft. Weitere Untersuchungen können dann Klarheit über mögliche Ursachen des Kropfs geben.

Obwohl die Behandlung von den individuellen Befunden und Beschwerden des Patienten abhängt, ist der Großteil der Schilddrüsenknoten harmlos und muss daher nicht aggressiv behandelt werden. Um der Vergrößerung in Folge eines Jodmangels entgegenzuwirken, kann die Einnahme von Schilddrüsenhormonen und Jod empfehlenswert sein. Weitere Therapieoptionen ist neben einer Radiojodtherapie eine Schilddrüsenoperation. Diese kommt jedoch meist nur in Folge einer Krebserkrankung infrage.

Schilddrüsenunterfunktion: Elf Lebensmittel können bei Hashimoto helfen

Rote Paprika
Hashimoto-Patienten sollten vor allem auf entzündungshemmende Lebensmittel setzen. Paprika zählt zu den Gemüse- und Obstsorten, die Vitamin C (Ascorbinsäure) enthält. Auch Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Fenchel, Sanddorn, Hagebutte, Kiwi, schwarze Johannisbeeren und Zitrusfrüchte eignen sich gut. © Francis Joseph Dean/Dean Picture/Imago
Olivenöl wird aus einer Karaffe getropft.
Pflanzenöle wie Olivenöl, aber vor allem auch Weizenkeimöl und rotes Palmöl liefern Vitamin E und sind deshalb bei Hashimoto empfehlenswert. Es handelt sich zudem um Antioxidantien, die recht hitzebeständig sind.  © zidi/Panthermedia/IMAGO
Äpfel
Bei Hashimoto sind Gemüse- und Obstsorten in den Farben rot, blau oder violett besonders empfehlenswert. Dazu zählen Äpfel, Beeren, Granatäpfel, Kirschen und Pflaumen. Sie enthalten Polyphenole. Diese Antioxidantien kommen besonders in den Blättern von Pflanzen vor. Auch Oliven und Olivenöl, Soja, Getränke wie Grüntee, Kaffee, (dunkler) Kakao, Rotwein und viele Gewürze wie Oregano, Zimt enthalten sie. © Francis Joseph Dean/Dean Picture/IMAGO
Eine Kiste mit roten Tomaten
Neben Papaya, Grapefruit, Karotten, Feldsalat, Grünkohl und Wassermelonen liefern auch Tomaten Carotinoide wie Lycopin und Beta-Carotin. Sie zählen ebenfalls zu den Antioxidantien. Reife Tomaten enthalten viel Lycopin, Dosentomaten und Tomatenmark sogar noch wesentlich mehr. © Maksim Konstantinov/IMAGO
Ananas liegt auf Untergrund
Ananas enthält Bromelain, das nicht nur entzündungs-, sondern auch gerinnungshemmend ist.  © YAY Images/IMAGO
Löffel mit Kurkuma.
Kurkuma (Gelbwurz) und Currypulver liefern Curcumin. Es hilft nicht nur bei Hashimoto, sondern insbesondere auch bei Arthrose, da es schmerzlindernd ist. Es soll zudem auch Krebs hemmen.  © Hans-Joachim Schneider/IMAGO
Chillischoten
Chili- und Paprikaschoten enthalten Capsaicin. Dabei handelt es sich um ein in verschiedenen Paprikasorten natürlich vorkommendes Alkaloid, das schmerzlindernd und durchblutungsfördernd wirkt. © Georg Schierling/IMAGO
Eine Hand hält einen Bund Hagebutten.
Hagebutte, die ganze Frucht als Pulver – nicht im Hagebuttentee, liefert Galaktolipide. Sie haben eine entzündungshemmende Wirkung. Allerdings sind sie fettlöslich und zerfallen bei Erhitzen über 40 Grad. Als Marmelade haben die Hagebutten deshalb weniger heilende Eigenschaften. © F. Hecker/Imago
Frau füllt eine Tüte mit Walnüssen.
Walnüsse enthalten neben Leinsamen, Leinöl, Chia-Öl, Walnussöl, Rapsöl sowie verschiedenen Fischarten (z.B. Lachs, Hering, Makrele, Sardelle) Omega-3-Fettsäuren. Diese wirken entzündungshemmend und sind deshalb gerade für Hashimoto-Patienten essenziell. Zudem können sie bei bei regelmäßiger Einnahme nachweislich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.  © David Munoz/IMAGO
Ein Bauer zeigt auf einem Markt einem Kunden Knoblauch in seiner Hand.
Knoblauch und Zwiebeln enthalten Sulfide und wirken antibaktierell und gefäßschützend. © Liang Sen/IMAGO
Mandeln
Mandeln wirken ebenfalls entzündungshemmend und liefern neben anderen Lebensmitteln Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Zink, Eisen, Selen. Diese erhalten Sie auch über dunkles Kakaopulver, Sojaprodukte, Hülsenfrüchte, Sesam, Vollkorngetreide, Kürbiskerne, Spinat, Beerenobst, Geflügel, Lachs, Leber und dunkelgrünes Blattgemüse. © IMAGO/Alex Salcedo

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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