Schöne Dekoration

Schmucklilien überwintern: Vermeiden Sie drei Fehler, wird sie jedes Jahr schöner

+
Die meisten Schmucklilien (Agapanthus) sind nicht winterhart.
  • schließen

Die Schmucklilie Agapanthus ist eine hübsche Pflanze für den Garten, die die Blicke auf sich zieht und mit jedem Jahr prachtvoller wird – wenn das Überwintern klappt.

Schmucklilien sind wahre Hingucker im Garten. Sie blühen bis etwa Mitte August meist in zartem Hellblau und faszinieren Gartenfans und Gäste gleichermaßen. Sie sind gewissermaßen die Hyazinthen des Spätsommers. Doch irgendwann ist bei bester Pflege die Blüte der Schmucklilie leider vorbei, dann sollte die Pflanze auf den Winter vorbereitet werden, aber richtig.

Schmucklilien pflegen und überwintern: Drei Fehler machen die Pflanze kaputt

Schmucklilien gehören zu den Schmuckliliengewächsen und zur Familie der Amaryllisgewächse und sind somit auch für viele Tiere giftig. Wer die hübschen Pflanzen aber außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren pflanzt, hat vor allem im Sommer viel Freunde daran.

Schmucklilien pflegen und überwintern: Die richtige Pflege

Schmucklilien (Agapanthus) blühen meist ab Juli und bis in den August hinein. Mitte August ist dann so langsam Schluss mit der Blüte. Neu ist die Faszination für die hübschen Gewächse keineswegs, sie waren bereits Teil von Barockgärten. Die Pflanzen stammen ursprünglich aus Südafrika und blühen meist hellblau, aber auch weiß oder in dunklerem Blau.

Schmucklilien freuen sich über folgende Pflege:

  • Standort: Halbschattig bis vollsonnig und windgeschützt; sie eignen sich auch wunderbar als Kübelpflanzen.
  • Boden: Nährstoffreich, kann mit Blähton, Lehm oder Sand angereichert werden. Kübelpflanzen benötigen allgemein eine gute Drainage.
  • Pflege: Schmucklilien sind pflegeleicht und brauchen nur an heißen Sommertagen etwas Sonnenschutz und regelmäßig Wasser. Verwelkte Blüten können Sie herausschneiden.
  • Dünger: Im Beet wird nur im Frühjahr gedüngt, im Topf während der Wachstumszeit regelmäßig.
  • Staunässe unbedingt vermeiden, Trockenheit vertragen Schmucklilien dagegen kurzzeitig gut.
  • Nach den Eisheiligen dürfen Kübel mit Schmucklilien wieder nach draußen oder die Pflanzen werden ins Beet umgesetzt.

Schmucklilien pflegen und überwintern: Vermeiden Sie Fehler beim Überwintern

Schmucklilien sind leider größtenteils keine winterharten Pflanzen, sie müssen vor dem ersten Frost also in ein neues Quartier umziehen. Kübelpflanzen dürfen gemeinsam mit ihrem Kübel nach drinnen umziehen.

So überwintern Sie Schmucklilien richtig und vermeiden dabei drei verbreitete Fehler bei Zeitpunkt, Temperatur und Pflege:

  • Nicht zu spät: Die Pflanzen sollte unbedingt vor dem ersten Frost nach drinnen
  • Winterquartier nicht zu warm: Das sollte kühl sein, die Temperatur sollte unter zehn Grad Celsius liegen. Wird die Pflanze hell überwintert, blüht sie früher als bei Überwinterung in dunklem Raum. Allgemein empfiehlt es sich, immergrüne Exemplare hell zu überwintern.
  • Quartiere: Dafür eignen sich beispielsweise Kalt-Wintergärten, ein Gartenhaus, ein Gewächshaus, in dem kein Frost herrscht oder notfalls der Keller.
  • Nicht zu viel Pflege: Die Erde sollte nie ganz austrocknen, es darf aber keinesfalls zu Wurzelfäule kommen. Meist reicht das Gießen aber jeden Monat oder seltener aus. Gedüngt wird nur bis in den Herbst. Abgestorbene Blätter werden allgemein abgerissen, nicht abgeschnitten.
  • Ab März dürfen die Pflanzen wieder nach draußen, solange die Temperaturen nicht mehr unter minus fünf Grad Celsius fallen. Dann braucht aber der Topfballen einen Schutz, bis es warm genug ist.

Noch mehr spannende Gartenthemen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

10 winterharte Kübelpflanzen, die Balkon und Terrasse noch viel schöner machen

Buchsbäume im Kübel nebeneinander.
Da der Buchsbaum (Buxus sempervirens) immergrün ist, stellt er eine beliebte Kübelpflanze im Winter dar.  © Cora Niele/Imago
Eine weiß blühende Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum).
Jüngere Schneeforsythien benötigen im Winter noch eine leichte Abdeckung.  © Hans-Roland Mueller/Imago
Eine rot blühende Skimmie.
Die Skimmie beeindruckt im Winter mit ihren roten Beeren. © Stock&people/Imago
Roter Fächerahorn im Herbst.
Einen sonnigen Platz mag der hübsche Fächerahorn am liebsten.  © Gottfried Czepluch/Imago
Eine weiß blühende Säckelblume.
Da sie nur bedingt winterhart ist, benötigt die Säckelblume einen leichten Schutz vor Schnee und Eis. © Stock&people/Imago
Bergkiefer in der Sonne.
Kompakte Sorten des Bergkiefers können wunderbar im Kübel gehalten werden.  © Herbert Berger/Imago
Lilafarbene Früchte des Liebesperlenstrauches.
So hübsch sie auch sein mögen – die Früchte des winterharten Liebesperlenstrauches sind ungenießbar.  © Norman Krauß/Imago
Schwarze Apfelbeeren an einem Baum.
Die Schwarze Apfelbeere ist besonders reich an Vitamin C. Die Sorte „Viking“ ist besonders gut als Kübelpflanze geeignet. © Hans-Roland Muelle/Imago
Eine rosa blühende Zwergkirsche.
Obwohl die Zwergkirsche Wärme mag, kommt sie auch gut mit niedrigen Temperaturen zurecht. Besser ist jedoch, wenn man sie zusätzlich leicht abdeckt. © Stock&people/Imago
Eine rot-grüne Glanzmispel.
Die Glanzmispel „Red Robin“ ist schön, aber nur bedingt winterhart, weshalb man sie bei starkem Frost besser leicht abdeckt. © Hans-Roland Mueller/Imago

Damit steht der erfolgreichen Überwinterung der Schmucklilie nichts im Wege. Die Pflanzen bereiten dann jahrelang Freude, werden immer schöner und prachtvoller. Sie sollten erst einen neuen Topf bekommen, wenn sie deutlich aus dem alten herauswachsen. Im nächsten Frühjahr wird die Schmucklilie dann je nach Überwinterungserfolg bald wieder Blüten zeigen.

Kommentare