Gefährlicher Stich

Hund von Biene gestochen – Wenn es plötzlich anschwillt

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Gerade noch tobt ihr Hund über die Wiese, plötzlich jault er auf. Auf der Schnauze: eine gerötete Einstichstelle. Jetzt unbedingt auf Veränderungen achten.

In den meisten Fällen ist ein Bienen- oder Wespenstich zwar ziemlich schmerzhaft für den Hund, aber in der Regel ungefährlich. „Schnelles Handeln ist gefragt, wenn das Insekt verschluckt oder das Tier in den Rachen- oder Halsbereich gestochen wird“, weiß Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. Denn viele Hunde schnappen gerne danach und kassieren daraufhin eine dicke Schnauze. Erwischt es die empfindlichen Schleimhäute im Rachenbereich, kann es zu starken Schwellungen und Atembeschwerden führen.

Hund von Biene gestochen – Tier jetzt genau beobachten, rät Experte

Was hat er denn auf einmal? (Symbolbild)

Manche Hunde reagieren auch allergisch auf das Bienengift. Lebensbedrohliche Symptome wie Zuschwellen der Luftröhre, Atemnot, Kreislaufkollaps oder Schock sind die Folge. Darum sollte man einen Bienenstich nie unterschätzen und das Tier genau beobachten, rät Tierarzt Prof. Dr. Theo Mantel.

Zehn Hunderassen mit dem stärksten Biss

Malinois werden auch als belgische Schäferhunde bezeichnet. Durch ihre hohe Aufmerksamkeit eignen sie sich als Wachhunde und werden auch als Diensthunde bei Polizei und Militär eingesetzt. Weil sie viel Energie besitzen, müssen sie entsprechend ausgelastet werden. (Symbolbild)
Platz 10: Der Malinois oder auch belgische Schäferhund hat eine Beißkraft von 200 PSI. Die Rasse ist sehr aufmerksam und eignet sich deswegen auch als Wachhund. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Wegen ihres üppigen Fells, werden Chow-Chows auch als „Löwenhunde“ bezeichnet. Sie sind zwar sehr ausgeglichene Tiere, aber auch etwas eigensinnig. In der Regel werden sie bis zu 56 Zentimeter groß. (Symbolbild)
Platz 9: Die flauschigen und ausgeglichenen Chow-Chows können mit bis zu 220 PSI zubeißen. Die Rasse kommt aus China und wird dort auch „Löwenhund“ genannt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Weil Holländische Schäferhunde so athletisch und lernwillig sind, werden sie häufig als Diensthunde bei Polizei, Militär und Zoll eingesetzt. Ihre Vorfahren sind die gleichen, wie die der Mallinois, den belgischen Schäferhunden. (Symbolbild)
Platz 8: Holländische Schäferhunde beißen mit 225 PSI zu. Sie sind sehr lernwillig und sportlich. Mit den Mallinois sind sie verwandt. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Mit einer Beißkraft von 235 PSI sind American Pit Bull Terrier früher oft in Hundekämpfen zum Einsatz gekommen. Die Rasse ist dadurch als äußerst aggressiv in Verruf geraten. Bei guter Erziehung aber, sind auch sie sehr freundliche Hunde. (Symbolbild)
Platz 7: American Pit Bull Terrier haben eine Beißkraft von 235 PSI. Durch Hundekämpfe sind sie in Verruf geraten. Doch bei guter Erziehung sind sie sehr menschenfreundlich. Deswegen werden sie heute auch, trotz ihres Stigmas, als Assistenz- und Therapiehunde eingesetzt. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Deutsche Schäferhunde wurden zwar zum Hüten gezüchtet, haben aber auch einen starken Jagdtrieb. Zubeißen können sie mit 240 PSI. Ihr Gebiss ist in erster Linie auf das Fangen, Festhalten, Zerreißen und das Zerkleinern der Beute spezialisiert. (Symbolbild)
Platz 6: Deutsche Schäferhunde wurden zwar zum Hüten gezüchtet, haben aber auch einen starken Jagdtrieb. Zubeißen können sie mit 240 PSI. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Hunde der Rasse American Bulldog sind loyal und freundlich. Ihre Statue ist klein, aber kräftig. So auch ihr Kiefer, mit dem sie eine Beißkraft von 300 PSI erreichen können. (Symbolbild)
Platz 5: Der American Bulldog ist klein und muskulös. Sein breiter, kräftiger Kiefer kommt auf eine Beißkraft von 300 PSI. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Rottweiler sind sehr aufmerksam und können auch ein ausgeprägtes Schutzverhalten an den Tag legen. Mit ihrem kräftigen Gebiss erreichen sie Kräfte von bis zu 330 PSI. (Symbolbild)
Platz 4: Rottweiler können mit 330 PSI zubeißen. Sie sind bekannt für ihr freundliches und tapferes Wesen. Doch auch für ihre Körperkraft und ihren starken Kiefer. (Symbolbild) © teamwork/Imago
Der English Mastiff gilt als ruhig und würdevoll, aber auch tapfer und beschützend. Rüden können bis zu 100 Kilogramm schwer werden. Mit einer Beißkraft von 560 PSI ist auch ihr Kiefer besonders kräftig. (Symbolbild)
Platz 3: Den drittstärksten Hundekiefer besitzt der English Mastiff. Mit 560 PSI kann er zupacken. Sein Wesen ist ruhig und beschützend, weswegen er sich auch sehr gut als Wachhund eignet. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Der Dobermann gilt als sensibel und oft wird ihm ein aggressiver Charakter nachgesagt. Auch wenn sie nicht so schwer werden, haben sie dennoch eine Beißkraft von bis zu 600 PSI. (Symbolbild)
Platz 2: Auch wenn der Dobermann gerade mal bis zu 45 Kilogramm schwer wird, hat er dennoch eine sehr große Beißkraft von 600 PSI. (Symbolbild) © Zoonar/Imago
Der Kangal-Hirtenhund kann mit 740 PSI kräftiger als ein Löwe zubeißen. Der Kangal ist ein Herdenschutzhund und wird zur Überwachung von Nutztieren eingesetzt. (Symbolbild)
Platz 1: Den stärksten Kiefer unter den Hunderassen hat der Kangal-Hirtenhund. Mit ganzen 740 PSI kann er zubeißen und ist damit sogar kräftiger als ein Löwe, der auf 691 PSI kommt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Handelt es sich um einen Bienenstich, so sollte als erstes, mit einer stumpfen Pinzette vorsichtig der Stachel entfernt werden, damit sich die Wunde nicht entzündet. Anschließend wird sie gekühlt. Am besten mit kalten und nassen Umschlägen. Wer Kühlakkus im Gefrierfach hat, kann auch diese nehmen, jedoch sollten sie nie direkt auf die Haut gelegt werden. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Vierbeiner die Stelle nicht aufkratzt oder aufbeißt. Bei einem allergischen Schock sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Denn hier droht Lebensgefahr. Extreme Atembeschwerden bis hin zu Erstickungsanfällen, starken Schwellungen, allgemeiner Schwäche, Erbrechen und Durchfall können darauf hinweisen.

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Für eine schnelle Hilfe greifen einige Besitzer auf ein paar Hausmitteln zurück. So verwenden manche ein „in Essig getränktes Geschirrtuch“ als Verband. Andere nehmen eine „frisch geschnittene Zwiebel“, um die Entzündung „herauszuziehen“. Auch „kühle Quarkwickel“ kommen zum Einsatz. Wichtig ist vor allem, dass die Atmung und der Gesamtzustand ständig beobachtet und kontrolliert wird. Sollte keine Besserung eintreten, ist der Tierarzt gefragt. Und das lieber einmal zu viel, als zu wenig.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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