Die Sibirische Katze ist eine wahre Schönheit. Sie ist am liebsten draußen, bindet sich aber auch eng an ihren Menschen.
Die Sibirische Katze kommt, wie der Name schon vermuten lässt, aus Russland. Bereits im 19. Jahrhundert waren die langhaarigen Katzen in Europa bekannt. Doch erst in den achtziger Jahren wurden sie gezielt gezüchtet. Eine Sibirische Katze von einem seriösen Züchter kann bis zu 1.600 Euro kosten. Doch auch in den Tierheimen warten viele Rassekatzen auf ein neues Zuhause.
Aussehen: Wildkatze im Mini-Format
Die Sibirische Katze ist eine wahre Schönheit. Sie sieht aus wie eine Wildkatze im Mini-Format und hat Ähnlichkeit mit der Norwegischen Waldkatze. Sie ist mittelgroß, muskulös und kann bis zu acht Kilogramm auf die Waage bringen. Ihr Fell ist besonders flauschig und kann sowohl kurz als auch mittellang sein. An seinen besonderen Eigenschaften ändert das nichts: Im kalten Winter hält das Fell dank viel Unterwolle schön warm. Steigen die Temperaturen, fällt die Unterwolle aus und es wird zum leichten Sommerkleid. Charakteristisch für die Sibirische Katze sind der üppige Kragen und ein buschiger Schwanz. Mit ihren plüschigen Pfoten kann sie sich auch im tiefen Schnee gut fortbewegen. Welche Farben erlaubt sind, ist je nach Zuchtverband unterschiedlich. Auch die Ragdoll-Katze ist für ihr flauschiges Haarkleid bekannt.
Charakter und Verhalten: Kumpeltyp mit Freiheitsdrang
Die Sibirische Katze ist eher selbstständig, unkompliziert und neugierig. Ihren Freiheitsdrang sollte man nicht unterschätzen. Deshalb brauchen die abenteuerlustigen Tiere mindestens einen gesicherten Garten, in dem sie sich austoben können. Schlechtes Wetter kennt die Sibirische Katze nicht. Sie jagt und klettert für ihr Leben gern – auch bei Regen und Schnee. Ihr dichtes Fell soll sogar wasserabweisend sein. Auch wenn sie ihre Freiheit liebt, bindet die Sibirische Katze sich eng an ihren Menschen. Sie ist sehr sozial und sollte daher nicht allein, sondern mit Artgenossen gehalten werden. Im Gegensatz zu anderen Katzen liebt sie Wasser. Wer ein Faible für Langhaarkatzen hat, wird auch die Maine Coon-Katze lieben.
Die Sibirische Katze gilt als ursprünglich, gesund und robust. Für die Fellpflege sollte man besonders im Fellwechsel genug Zeit mitbringen und lose Haare ausbürsten. Ansonsten sind wie bei allen anderen Katzen regelmäßige Checks beim Tierarzt, Wurmkuren und Impfungen wichtig.
Für wen geeignet?
Aufgrund ihres großen Bewegungsdrangs sind Sibirische Katzen keine Wohnungskatzen. Ihre Halter sollten die Katzensprache beherrschen und Wert auf eine gute Katzenerziehung legen. Wer Lust und genügend Zeit hat, sich mit seinem Haustier zu beschäftigen, wird in der Sibirischen Katze einen treuen Freund auf vier Pfoten finden.