VonSven Schneiderschließen
20 Standorte bleiben bestehen, neun Filialen laufen weiterhin unter dem bekannten Namen. Der Schuhhändler Reno hat das Insolvenzverfahren überstanden.
Hamm - Ende März 2023 hatte Schuhhändler Reno Insolvenz angemeldet. Die deutschlandweit vertretene Traditionsmarke musste sich den Folgen der Corona-Pandemie und der Inflation beugen. Am 1. Juni begann das Insolvenzverfahren. Die Aussichten auf Erfolg waren verschwindend gering. Nun die erfreuliche Nachricht: Reno bleibt bestehen und rettet 20 Standorte.
Schuhhändler Reno übersteht Insolvenzverfahren: 20 Standorte gerettet
„Mit einem Erhalt von mehr als 20 Standorten – darunter neun Filialen, die weiter unter dem Namen Reno laufen – kann nach Abschluss des Insolvenzverfahrens die Traditionsmarke Reno fortbestehen“, ließ Insolvenzverwalter Immo Hamer von Valtier am Montag in einem Statement verlauten. Dabei betonte er, dass anfangs so gut wie keine Hoffnung auf ein zufriedenstellendes Ergebnis bestand.
Schon seit Monaten befindet sich die Modebranche in einer schweren Krise. Ebenfalls im Juni wurde das Insolvenzverfahren des Mode-Riesen Peek & Cloppenburg in Düsseldorf eröffnet. Der Modehändler Zapata musste sowohl alle Filialen als auch den Online-Shop schließen. Dem Schuhhändler Reno hingegen ist jetzt eine Teilsanierung geglückt.
Reno bleibt Ostdeutschland erhalten: Zahlreiche Filialen bereits geschlossen
Bedeutet: Neun Filialen in Ostdeutschland bleiben weiterhin unter dem Namen Reno geöffnet. Sie wurden bereits im Juni von der Kienast-Gruppe übernommen wurden. Die hannoversche Unternehmensgruppe ist keine unbekannte. Schon 2016 übernahm sie Shoe4You, 2019 stieg sie bei Schuhpark Fascies ein. „Das Reno-Filialportfolio passt perfekt zur Marktstrategie unseres Unternehmens, mit dessen Übernahme wir unsere Präsenz nochmals stärken können“, wird Firmeninhaber und Geschäftsführer Peter-Phillip Kienast in einer Mitteilung vom Juni zitiert.
Auf Nachfrage von wa.de erklärte Kienast, in welchen Städten Filialen unter dem Namen „Reno“ wiedereröffnet haben:
- Berlin-Marienfelde
- Berlin Britz
- Pirna
- Annaberg-Buchholz
- Kamenz
- Strausberg
- Dresden Weixdorf
- Bernau
- Olbernhau
- Fürstenwalde
Nach Angaben der Kienast-Gruppe soll Personal von Reno auch in die erhaltenen Standorte übernommen werden. Um wie viele Arbeitnehmer es sich dabei handelt, ist noch unklar. Für die übrigen der zuletzt 180 Standorte von Reno wurde hingegen keine Lösung gefunden. Die Standorte wurden mittlerweile geschlossen. Allein in Nordrhein-Westfalen war Reno in 18 Städten vertreten.
Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

