Rezept für Leckerlis

Einfach und unkompliziert: Gesunde Hundekekse ohne Getreide zum Selbermachen

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Nur das Beste für den Hund – mit getreidefreien und selbst gemachten Hundekeksen gelingt das im Handumdrehen. Alle wichtigen Infos von den Zutaten bis zur Zubereitung.

Hunde sind die besten Freunde des Menschen und verdienen dementsprechend nur das Beste. Wie wäre es mit selbstgebackenen Keksen ohne Getreide für Ihren Vierbeiner? Mit wenig Aufwand gelingen Ihnen gesunde Leckerlis, die ganz ohne Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker auskommen, wie Allen Barkly schreibt. Vor allem für Allergiker-Hunde oder solche mit Lebensmittelunverträglichkeit seien die selbstgebackenen Kekse eine Alternative zu konventionellen Leckerlis. Eine Hündin, die gerne zum Tierarzt geht, weil dort Hundekekse auf sie warten, sehen Sie hier.

Wieso ist Getreide nicht für alle Hunde geeignet?

Selbstgemachte Hundekekse ohne Getreide sind vor allem für Allergiker-Hunde von Vorteil. (Symbolbild)

Während für gewöhnlich Mehl die Grundzutat von Hundekeksen ist, achten Hundebesitzer häufig auf eine gluten- oder getreidefreie Ernährung ihrer Vierbeiner, da insbesondere pflanzliche Proteine, aber auch Gluten Allergien und Unverträglichkeiten bei den Fellnasen auslösen können.

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Rezeptidee: Hundekekse mit Leberwurst

Neben dem Vorteil, dass Sie bei den selbstgebackenen Keksen die Inhaltsstoffe genau im Überblick haben, sind sie zudem auch günstiger. Eine Variante, deren Zutaten schnell besorgt sind, finden Sie hier.

Folgende Zutaten benötigen Sie für die getreidefreien Hundekekse:

  • 180 Gramm Maismehl (sofern Sie auf Getreide verzichten möchten, eignet sich beispielsweise Buchweizenmehl)
  • 1 Ei
  • 1 geraspelte Karotte
  • 60 Gramm Leberwurst
  • 10 Gramm Olivenöl
  • Etwas Wasser
  • Nach Belieben: Gemüse, Fisch, Fleisch, Joghurt, Quark oder Käse

Das Rezept für Hundekekse kann individuell an den Geschmack und die Vorlieben Ihres Hundes angepasst werden. Sie haben die Möglichkeit, Zutaten wegzulassen, die Ihr Hund nicht verträgt, und sie durch Alternativen zu ersetzen. So können Sie die Hundekekse nach Wunsch anpassen oder variieren, um sicherzustellen, dass sie Ihrem Hund besonders gut schmecken. Ein Rezept für Hundeeis aus Naturjoghurt finden Sie hier.

Die Zubereitung der Hundekekse ohne Getreide ist ganz einfach:

  1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  2. Geben Sie das Mais- oder Buchweizenmehl mit dem Ei, der geraspelten Karotte, der Leberwurst und dem Öl in eine Schüssel. Vermischen Sie die Masse, bis ein Teig entsteht.
  3. Wird der Teig zu fest, geben Sie etwas Wasser hinzu, kneten ihn erneut durch und rollen ihn anschließend gleichmäßig aus.
  4. Mit einem Keksausstecher stechen Sie jetzt die Kekse aus dem Teig heraus und platzieren sie auf einem Backblech.
  5. Anschließend schieben Sie das Blech in den Ofen und lassen die Kekse für rund 25 Minuten backen.
  6. Bevor Sie Ihrem Vierbeiner den ersten Keks zum Verkosten geben, lassen Sie sie auskühlen, um Verbrennungen zu vermeiden.

„Würstchenhunde“ & Co. – Tierarzt verrät, welche zehn Hunderassen er sich nicht anschaffen würde

Ein Chow-Chow liegt im Garten auf einer Mauer und sonnt sich.
Zum Chow-Chow sagt Ben, der Tierarzt: „Ich bin mir sicher, dass es ein paar Nette unter ihnen gibt. Aber ich finde einfach, dass sie oft kein sehr nettes Temperament haben. Sie können sehr distanziert sein und beim Tierarzt sind sie oft sehr aggressiv. Es ist ziemlich schwer, ihnen einen Maulkorb anzulegen und sie leiden ziemlich häufig an Augenproblemen. Die violetten Zungen sind außerdem ein bisschen nervtötend.“ © blickwinkel/Imago
Ein Cavalier King Charles Spaniel schnüffelt in einer Wiese.
„Sie sind die liebenswertesten Hunde und wenn ich mir eine Hunderasse aussuchen würde, würde ich mich für den Cavvy entscheiden, wenn er nicht so viele gesundheitliche Probleme hätte. So gut wie alle bekommen die gleiche Art von Herzkrankheit: die Mitralklappenerkrankung, was bedeutet, dass viele von ihnen ihre letzten Tage hustend und stotternd verbringen, nach Luft ringen und schließlich an Herzversagen sterben. Meiner Meinung nach ist es nicht fair, einen Hund zu züchten, bei dem die Wahrscheinlichkeit einer Krankheit so hoch ist“, sagt Tierarzt Ben über den Cavalier King Charles Spaniel. © Zoonar/Imago
Drahthaar-, Rauhhaar- und Langhaardackel auf dem Rasen stehend.
Auch für einen Dackel würde sich der Tierarzt nicht entscheiden: „Dackel sind auch wirklich liebenswerte Hunde und einige meiner Lieblingspatienten sind ‚Würstchenhunde‘, aber jeder vierte von ihnen entwickelt im Laufe seines Lebens Rückenprobleme, die von einfachen Schmerzen bis hin zu kompletten Lähmungen reichen können. Dies bedeutet häufig, dass sie an der Wirbelsäule operiert werden müssen, was natürlich ein gewaltiges Unterfangen ist und eine sehr lange Erholungszeit nach sich zieht. Sie sind ebenfalls fantastische Persönlichkeiten, aber bieten einfach zu viel Potenzial für Herzschmerz.“ © VWPics/Imago
Zwei Shar Pei-Welpen stehen neben Holzstoß.
Der Shar Pei gehört ebenfalls zu den Hunderassen, die sich Tierarzt Ben nicht zulegen würde: „Sie haben sogar eine Krankheit, die nach ihnen benannt ist, namens Shar-Pei-Fieber. Es gibt Leute, die weniger übertriebene Shar Peis züchten, aber die meisten von ihnen sind zu faltig. Sie sind so faltig, dass man ihnen die Augenlider festtackern muss, damit die Haare nicht auf ihren Augen reiben. Sie bekommen ständig Hautprobleme und sie haben winzige, enge Ohrkanäle. Beim Tierarzt versuchen sie oft, die Mitarbeiter zu beißen. Die meisten Shar Peis, die ich sehe, haben eine Menge gesundheitlicher Probleme.“ © imagebroker/Imago
Ein Mops blickt traurig nach unten.
Flachgesichtige oder brachycephale Hunderassen: „Hunderassen wie Französische Bulldoggen oder Bulldoggen oder Möpse: Die Gesellschaft hat die Tatsache normalisiert, dass diese Hunde schnauben, weil sie nicht gut atmen können. Es gibt Exemplare, die gesünder sind als andere. Aber sie sind so anfällig für so viele Probleme. Probleme mit der Wirbelsäule, Hautprobleme, Augenprobleme. Die Tatsache, dass mehr als die Hälfte von ihnen einen Kaiserschnitt vornehmen lassen muss, um zu gebären, ist ethisch bedenklich genug, sodass ich niemals einen haben möchte. Wenn Sie damit einverstanden sind, ist das in Ordnung, aber ich persönlich finde es nicht sehr fair.“ © Panthermedia/Imago
Porträt eines Dobermanns.
Einen Dobermann würde sich Ben privat niemals zulegen: „Ich habe schon viele wirklich Liebenswürdige getroffen, aber es ist schockierend, wie viele von ihnen eine Herzkrankheit namens ‚Dilatative Kardiomyopathie‘ bekommen. Über die Hälfte, also die Mehrheit der Dobermänner, bekommt diese Art von Herzerkrankung. Die Prognose ist in der Regel recht schlecht und ich habe schon einen Dobermann gesehen, der deshalb vor meinen Augen tot zusammengebrochen ist, noch bevor ich einschreiten konnte. Das war traumatisch genug, um niemals selbst einen besitzen zu wollen.“ © Panthermedia/Imago
Ein Border Collie apportiert am Strand einen Stock.
Für manche überraschend, gehört auch der Border Collie zu den Hunderassen, die Doc Ben sich nicht zulegen würde: „Sie sind zwar ziemlich gesund, sie neigen etwas zu Epilepsie, aber ich finde einfach, dass sie eine Hunderasse sind, die sich nicht gut an das Leben als Haustier anpassen kann. Ihr Gehirn braucht konstante Stimulation, sie wollen arbeiten und wenn sie nicht durchwegs beschäftigt werden, können sie schnell durchdrehen. Ich habe schon einige Kollegen gesehen, die sehr ängstlich waren oder zwanghaftes Verhalten entwickelt haben, wie etwa sich dauernd im Kreis zu drehen. Ich würde mir einen holen, wenn ich ein Hirte wäre, aber ich bin keiner und ich glaube nicht, dass mein Lebenswandel ihnen geben könnte, was sie brauchen.“ © Shotshop/Imago
Ein Boxer sitzt im Gras und blickt aufmerksam auf etwas.
Auch einen Boxer würde der Tierarzt als Welpe für sich nicht wählen: „Ich habe viele wirklich süße Artgenossen getroffen, aber die Liste von Problemen, für die sie genetisch bedingt anfällig sind, ist ganz schön schockierend.“ Laut einem Buch, das er in die Kamera hält, gibt 74 Erkrankungen, für die Boxer anfällig sind: Dazu gehören Aortenverengung, Gehirntumore, Hautkrebs oder Hornhautgeschwüre. „Ich habe zu viele Boxer mit all diesen Problemen gesehen und ich finde das einfach nicht fair.“ © YAY Images/Imago
Eine Deutsche Dogge steht auf der Wiese und blickt in die Ferne.
Genauso zählt Ben die Deutsche Dogge zu den Hunderassen, die er für problematisch hält: „Ich glaube, tief in meinem Herzen bin ich einfach kein Fan von großen Hunden. Mein Auto ist nicht groß genug, genauso wie mein Haus, die Tierarztrechnungen sind gigantisch, weil alle Medikamente nach Gewicht berechnet werden, was mehr Geld kostet. Oft werden sie auch nur etwa sieben Jahre alt und mir würde es schwerfallen, einen Hund zu lieben und ihn dann innerhalb so kurzer Zeit zu verlieren, aber jeder so wie er meint.“ © imagebroker/Imago
Fünf Flat Coated Retriever am Strand am Wasser.
Obwohl Veterinärmediziner Ben den Flat Coated Retriever für einen wunderbaren Familienhund hält, würde er ihn sich nicht privat zulegen: „Ich weiß einfach zu viel. Wenn man ein Veterinäronkologe ist (was ich nicht bin), bekommt man viele dieser Hunde zu sehen. Sie sind sehr anfällig für eine aggressive Krebsart namens Histiozytäres Sarkom. Sie sind das Vorzeigeobjekt dieser Erkrankung: Rund 50 Prozent aller Flat Coats sterben an Krebs. Natürlich müssen sie an irgendetwas sterben, aber ich persönlich würde diesen Liebeskummer vermeiden wollen.“ © imagebroker/Imago

Drei Tipps, mit denen die Hundekekse länger haltbar werden

Für gewöhnlich sind Hundekekse aus dem Supermarkt mit Konservierungsstoffen versehen. In den selbstgebackenen Keksen wird auf Zusätze dieser Art verzichtet. Um die Leckerlis trotzdem länger haltbar zu machen, finden Sie hier einige Tipps:

  • Die selbstgebackenen Hundekekse trocknen: Nach dem Backen bei etwa 60 °C für circa 30 Minuten im Backofen bei leicht geöffneter Klappe nachtrocknen lassen.
  • Die richtige Lagerung ist entscheidend: Damit durch die enthaltene Feuchtigkeit kein Schimmel entstehen kann, die Aufbewahrungsdose nicht mit einem Deckel verschließen oder die Kekse in eine typische Keksdose aus Blech packen. Noch besser funktioniert die Aufbewahrung in einem Stoffsäckchen.
  • Ab in die Gefriertruhe damit: Sollten Sie gerne auf Vorrat backen, frieren Sie die gerade nicht benötigten Kekse am besten ein. Damitlässt sich die Haltbarkeit der Kekse um ein gutes Stück verlängern.

So können Sie gut und gerne ein paar Kekse mehr backen und sie in den Vorratsschrank packen.

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