Säure neutralisieren

Vom Teelöffel Senf bis zur Kartoffel: Hausmittel bei Sodbrennen

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Gerichte mit viel Fett und Getränke mit Alkohol fördern Sodbrennen. Das unangenehme Aufstoßen von Magensäure kann mit Hausmitteln bekämpft werden.

Üppiges Essen an den Weihnachtsfeiertagen und Silvester, ausschweifende Grillabende oder eine Cocktail-Verkostung: Alles Aktionen, die bei vielen Sodbrennen zur Folge haben. Sie sind sich nicht sicher, ob Sie betroffen sind? Folgende Symptome sind typisch für Sodbrennen:

  • Brennendes Gefühl, das vom Oberbauch oder aus der Region hinter dem Brustbein nach oben zum Hals strahlt
  • Aufstoßen
  • Schluckbeschwerden
  • Brennen im Rachen
  • Schlechter Geschmack im Mund
  • Starkes Völlegefühl
  • Übelkeit und Brechreiz

Die Ursache hinter Sodbrennen: Wenn der Magen stark gedehnt wird, kann sich der Verschluss am Mageneingang vorübergehend lockern. Infolge steigt Luft oder Mageninhalt nach oben auf. Der saure Magensaft reizt die Schleimhäute der Speiseröhre, was die typischen Sodbrennen-Symptome auslöst. Wenn Magensaft länger auf die Schleimhaut der Speiseröhre einwirkt, kann sie sich entzünden und schmerzen, heißt es weiter vonseiten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.

Senf schmeckt nicht nur zu Leberkäse und Bratwurst: Bei Sodbrennen kann das Lebensmittel lindernde Wirkung entfalten.

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Hausmittel bei Sodbrennen: stilles Wasser, Buttermilch, Senf bis Kartoffel

Man muss nicht immer zu Medikamenten greifen: Auch viele Hausmittel zeigen Wirkung bei Sodbrennen-Symptomen. Dr. Andreas Strack und Dr. Mario Kolar von der Praxisklinik Darmstadt empfehlen folgende Hausmittel:

  • Lauwarmes, stilles Wasser oder Kräutertee mit Kamille, Kümmel oder Fenchel: Die Magensäure wird so verdünnt, was die Beschwerden häufig lindert.
  • Sauerkraut: Dieses wirkt neutralisierend und kann in Form von Sauerkrautsaft oder pur getrunken bzw. gegessen werden.
  • Buttermilch oder Milch: Enthaltenes Eiweiß und Fett binden die Magensäure, was das unangenehme Brennen beenden kann.
  • Heilerde-Pulver: Eingerührt in Wasser, soll Heilerde Sodbrennen den Garaus machen.

Schnell schlank und fit: Acht gesunde Zuckeralternativen

Reissirup auf einem Löffel
Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering. © J. Pfeiffer/Imago
Kokosblütenzucker in Schale und Kokosnuss
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden. © J. Pfeiffer/Imago
Ahornsirup auf Waffel
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. © Kia Cheng Boon/Imago
Birkenzucker in Schale und Löffel
Xylit wurde ursprünglich aus Birkenholz gewonnen, deshalb ist er auch als Birkenzucker bekannt. Wie die Krankenkasse AOK weiter informiert, wird er heute allerdings aus Maiskolbenresten, Stroh oder anderen Hölzern hergestellt. Der Zuckeralkohol hat deutlich weniger Kalorien als Zucker. © J. Pfeiffer/Imago
Birkenzucker in Schale und Löffel
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker. © J. Pfeiffer/Imago
Gesundes Frühstück, Müslischüssel mit Obst
Agavensirup ist ein Süßungsmittel, das aus der Agavenpflanze gewonnen wird. Hier gilt wie bei Apfeldicksaft: Sie sollten das Produkt in Maßen genießen, weil es hauptsächlich aus Fruchtzucker besteht. Agavensirup hat aber weniger Kalorien als Zucker, was ihn zum besseren Diät-Begleiter macht. Auch für die Umwelt ist der Kauf von Agavendicksaft eher schädlich, auch wegen der langen Transportwege. Sie wollen nicht auf Agavensirup verzichten? Greifen Sie in dem Fall am besten zum Bio-Produkt.  © Imago
Griechischer Joghurt mit frischen Früchten steht neben einem Glas voller Honig
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt. © Imago
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker.
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. © Marijan Murat/dpa
  • Mandeln, Haselnüsse, Cashewkerne, Sonnenblumenkerne: Klein zerkaut soll der Nuss-Brei die Magensäure binden können.
  • Kartoffeln, reife Bananen oder Vollkornprodukte: Diese Lebensmittel enthalten Stärke, die die überschüssige Magensäure binden kann.
  • Haferflocken: Bei Sodbrennen einfach Haferflocken zerkauen oder mit Wasser oder Milch aufkochen und so ein Haferporridge herstellen. Das stärkehaltige Getreide kann überschüssige Magensäure gut aufnehmen und durch den hohen Gehalt an Schleimstoffen wirken die Flocke wie ein Schutzschild für die Schleimhäute.

Auch weitere Hausmittel können versucht werden. So sollen die in Senf enthaltenen Senföle Magensäure binden können und so lindernde Wirkung entfalten.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Jürgen Pfeiffer/Imago

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