Bunte Grenze

Farbenfroher Sichtschutz: Legen Sie im Frühjahr eine Blütenhecke an

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Eine Hecke bildet einen natürlichen Sichtschutz im Garten, am besten pflanzt man sie im Frühjahr. Besonders hübsch und für Bienen attraktiv sind dafür blühende Pflanzen.

Eine weiß, pink oder gelb blühende Hecke im Garten ist nicht nur eine attraktive Abgrenzung zum Nachbarn. Sie bietet außerdem einen leichten Schutz vor Lärm. Wenn man sich dafür entscheidet, eine blühende Hecke zu pflanzen, tut man damit oft auch Insekten und Vögeln einen großen Gefallen. Hecken lassen sich zwar auch im Herbst nach dem Laubfall pflanzen, doch das Frühjahr vor dem Austrieb ein sehr guter Zeitpunkt, da die Pflanzen gut anwachsen können.

Hecke als Sichtschutz pflanzen: Mit Blüten besonders hübsch

Eine Spierenhecke zieht ab Mai mit zahlreichen weißen Blüten Blicke und Insekten auf sich.

Die meisten blühenden Hecken verlieren im Winter ihre Blätter, aber dafür bieten sie im Laufe des Jahres viel Abwechslung für das Auge. Eigentlich ist es meist eher eine Aneinanderreihung von Sträuchern als eine akkurate Heckenreihe. Im Frühjahr zeigen sich die bunten Blüten und ziehen je nach Sorte zahlreiche Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Im Herbst bilden viele Sträucher leuchtende Früchte, beispielsweise die Hagebutten einer Wildrosenhecke.

Folgende schnittverträgliche Pflanzen eignen sich besonders als blühende Hecke:

  • Deutzie: Blüht weiß bis rosa von Mai bis Juli.
  • Garten-Eibisch: Blüht pastellfarben von weiß bis blau von Juli bis September.
  • Kornelkirsche: Blüht gelb von Ende Februar bis April.
  • Weigelie: Blüht weiß-rosa bis satt Pink von Ende April bis Juni.
  • Rispen- und Tellerhortensien: blühen in Weiß, Blau- und Rosatönen von Juli bis Oktober.
  • Spiere: Blüht weiß von Mai bis Juni.
  • Weißdorn: Blüht weiß von April bis Juni.
  • Wildrosen von Apfelrose bis Zimtrose: Blühen in zahlreichen Pastellfarben von Mai bis Juli.
  • Wolliger oder Gewöhnlicher Schneeball: Blüht weiß von April bis Juni.

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Ebenfalls als Hecke geeignet, aber nicht sehr bienenfreundlich, sind der weißblühende Kirschlorbeer, die gelbe Forsythie oder Bauernhortensien, die nur Scheinblüten tragen.

Manche Sträucher wie der duftende Liguster oder Feuerdorn sind immergrün und werden am besten im Herbst gepflanzt. Andere zeigen im Herbst eine besonders schöne Blattfärbung.

Was man beim Pflanzen beachten sollte

Beim Anlegen einer blühenden Hecke gehen Sie genauso vor wie bei einer normalen Hecke, sie können allerdings auch mehrere Sorten pflanzen, die zum Teil zeitversetzt oder in anderen Farben blühen. Diese sollten dann aber ähnlich hoch und breit wachsen, um den Rückschnitt zu erleichtern. Wichtig ist so oder so der richtige Standort der Art, also ob sie Sonne oder eher Halbschatten benötigt oder wie der Boden beschaffen ist.

Gar nicht fad: Zehn immergrüne Bodendecker, die Ihren Garten zum Blickfang machen

Kleines Immergrün (Vinca minor) mit vielen blauen Blüten in der Nahaufnahme
Das Kleine Immergrün (Vinca minor) ist ein Klassiker unter den Bodendeckern und sehr ausbreitungsfreudig. © alimdi/Imago
Eine Schwedische Zwergmispel oder Kriechmispel (Cotoneaster suecicus) in Nahaufnahme
Die Schwedische Zwergmispel oder Kriechmispel (Cotoneaster suecicus) gibt es auch als Strauch mit panaschierten Blättern. © blickwinkel/Imago
Dickmännchen bzw. Ysander (Pachysandra terminalis), Blätter mit Raureif
Das Dickmännchen oder Ysander ist ein immergrüner Halbstrauch für Schatten bis Halbschatten.  © blickwinkel/Imago
Eine Gelapptblättrige Waldsteinie (Waldsteinia geoides) mit vielen gelben Blüten und blühenden Vergissmeinnicht
Von April bis Juni zeigt die Waldsteinie (Waldsteinia geoides) auch im Schatten ihre gelben Blüten. © McPHOTO/Imago
Die Schaumblüte (Tiarella) mit Blättern in Nahaufnahme
Die Schaumblüte (Tiarella) bietet im Frühling zarte Blütenkerzen und im Winter eine schöne Laubfärbung. © Panthermedia/Imago
Eine Gelbbunte Kriechspindel (Euonymus fortunei) im Beet
Die Kriechspindel (Euonymus fortunei) ist sehr attraktiv, robust und lässt sich auch als Hecke oder Strauch ziehen.  © imagebroker/Imago
Eine Walderdbeerpflanze im Gras mit vielen roten Früchten
Auch die Walderdbeere ist mit ihren essbaren Früchten ein immergrüner Bodendecker für Sonne und Halbschatten. © blickwinkel/Imago
Eine orange blühende Flaumige Elfenblume der Sorte Orangenkönigin
Diese Flaumige Elfenblume unterdrückt Unkraut und trägt zu Recht den Namen „Orangenkönigin“. © blickwinkel/Imago
Sich überlappende Blätter der Haselwurz (Asarum europaeum) in Nahaufnahme
Die Haselwurz (Asarum europaeum) bildet auch im Winter einen glänzend-grünen Teppich. © blickwinkel/Imago
Sand-Thymian oder Quendel (Thymus serpyllum) in Nahaufnahme
Sand-Thymian oder Quendel (Thymus serpyllum) lässt sich im Herbst gut vermehren. © imagebroker/Imago

Um eine Hecke aus Sträuchern anzulegen, sollte man im Garten über eine Länge von etwa fünf Meter langen Platz haben. In der Regel ist ein Abstand von einem Meter zwischen den einzelnen Pflanzen und ein halber Meter zur Grundstücksgrenze passend. Noch dichter wird die Hecke, wenn Sie die Möglichkeit haben, sie versetzt zweireihig zu pflanzen. Alle zwei bis drei Jahre ist ein Auslichtungsschnitt sinnvoll, rät das Magazin GartenFlora. Nach der Blüte kann ein leichter Formschnitt erfolgen.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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