Mit dritter Sitzreihe

Škoda Vision 7S: Erste Ausfahrt in der siebensitzigen Elektrocrossover-Studie

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Die seriennahe Studie des Vision 7S zeigt, dass Škoda nach oben strebt. Wir haben ein paar Meter in dem elektrischen Prototypen gedreht.

Ein Škoda der Über-60.000-Euro-Klasse – vor Jahren undenkbar, doch längst nicht mehr unmöglich. Wer sich den Škoda Enyaq in der Topausstattung bestellt, ist in Sphären unterwegs, die früher einer Premiummarke vorbehalten waren. Doch es geht noch besser: Ende 2025 / Anfang 2026 bringen die Tschechen einen siebensitzigen Elektrocrossover auf den Markt, der diesen Rahmen noch sprengen dürfte. Fünf Meter lang, Platz für bis zu sieben Personen und ein Leistungsspektrum bis 265 kW / 360 PS – das ist das Serienmodell der Konzeptstudie Škoda Vision 7S. Wir haben mit dem Prototyp eine kurze Runde gedreht und konnten uns zumindest von einigen Details einen Eindruck machen.

Die Studie Vision 7S gibt einen Ausblick auf einen siebensitzigen Elektro-Škoda.

Škoda Vision 7S: Erste Ausfahrt in der siebensitzigen Elektrocrossover-Studie

„Mit der Konzeptstudie Vision 7S geben wir einen konkreten Ausblick auf ein völlig neues Škoda-Modell, mit dem wir unser Produktportfolio und unseren Kundenstamm abrunden werden“, sagt Škoda-CEO Klaus Zellmer. Der Škoda Vision 7S beziehungsweise das spätere Serienmodell mit noch unbekannten Namen basiert auf dem modularen Elektrobaukasten, auf dem zahlreiche Elektromodelle des VW-Konzerns unterwegs sind. Das leicht vergrößerte Akkupaket von bis zu 89 kWh soll Reichweiten bis 600 Kilometer garantieren. Das Leistungsspektrum dürfte vom 150 kW / 204 PS starken Hecktriebler bis zum 360 PS starken Allradler reichen. 

Im Innern orientiert sich die Konzeptstudie am aktuellen Enyaq, bietet jedoch noch ein puristischeres Ambiente und einen 14,6 Zoll großen Touchscreen, der sich für eine Filmpause beim Nachladen mit bis zu 200 Kilowatt von einem Hochkantmodell in ein Querformat drehen lässt. Die Vordersitze drehen sich nach innen und lassen sich für zusätzlichen Komfort umlegen, sodass auch die Fondpassagiere einen freien Blick auf den Bildschirm haben. Für den guten Blick auf den Bildschirm lassen sich Steuer und Kombiinstrument nach vorne wegschieben.

Der Hochkant-Bildschirm der Škoda-Studie Vision 7S lässt sich fürs Filmegucken in der Ladepause auch ins Querformat drehen.

Škoda Vision 7S: Sitze der zweiten Reihe lassen sich einzeln verschieben

Der Zugang zur dritten Reihe wird durch die einzeln verschiebbaren Sitze der zweiten Reihe erleichtert, und wenn mehr Gepäckraum benötigt wird, können die Sitze der dritten Reihe auch flach zusammengeklappt werden. „Wir wissen, dass ein Armaturenbrett, das nur aus einem riesigen Bildschirm besteht, modern und sauber aussieht, aber unsere Untersuchungen zeigen, dass die Kunden es vorziehen, einige physische Knöpfe und Befehle für häufig genutzte und wichtige Funktionen zu haben, und das hatten wir im Hinterkopf, als wir dieses Interieur entworfen haben“, erläutert Innenraumdesigner Peter Ola. 

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

Bei der kurzen Fahrt lässt sich über die Qualitäten des Škoda Vision 7S und des späteren Serienmodells kaum etwas sagen. Der Prototyp ist mit einem innovativen Steer-by-Wire-System unterwegs, bei dem das Lenkrad keine direkte Verbindung mehr zu der Vorderachse hat. Das ganze System wirkt direkt und beinahe sportlich. Bremspedal und das Gaspedal sind bei dem Prototyp betont schwer zu bedienen, doch daran gewöhnt man sich nach ein paar Metern schnell. Wir sind gespannt, was das Serienmodell bietet – an den Interessenten dürfte es kaum mangeln. (Joaquim Oliveira/press-inform)

Rubriklistenbild: © Škoda

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