VonStella Henrichschließen
Auf ihrer Webseite warnt die Sparkasse aktuell vor betrügerischen SMS in ihrem Namen. Die Cyberkriminellen wollen an persönliche Daten der Kunden kommen.
München ‒ Die Sparkasse warnt aktuell vor neuen Phishing-Nachrichten, die in ihrem Namen verschickt werden. Die Betrüger versenden einen Hinweis per SMS. Darin werden die Kunden darauf hingewiesen, sich für das pushTAN 2.0 Verfahren erneut zu registrieren. „Es bleiben Ihnen sechs Stunden“, heißt es in dem Text. Anschließend folgt ein Link, auf den die Kunden klicken sollen. Doch Vorsicht ‒ die Sparkasse ist nicht der Absender, die Bank warnt auf ihrer Internetseite vor der betrügerischen SMS.
Aktuell werden betrügerische SMS im Namen der Sparkassen verbreitet. Unter dem Vorwand einer vermeintlich ausstehenden „pushTan 2.0 Registrierung“ wird versucht, Sie zum Aufruf einer betrügerischen Web-Seite zu bewegen.
Es handelt sich hierbei nicht um eine offizielle Benachrichtigung der Sparkasse. Daher die eindringliche Warnung, bloß nicht auf den Link zu klicken, der auf Phishing-Seiten führt. „Bitte geben Sie keine Daten auf den Phishing-Seiten ein. Ihre Daten könnten ansonsten von Betrügern missbraucht werden, um Sie zum Beispiel im Namen Ihrer Sparkasse anzurufen und eine TAN zu erfragen“, warnt das Finanzinstitut. Diese TAN könne anschließend dazu benutzt werden, eine betrügerische Überweisung durchzuführen oder eine digitale Karte der Sparkassen-Card zu erstellen. Die digitale Karte könnte dann wiederum für betrügerische Einkäufe genutzt werden, heißt es in der Warnung weiter.
Betrügerische SMS: Betroffene Kunden sollten Online-Banking-Zugang und Sparkassen-Card sperren lassen
Das Computer-Notfallteam der Sparkassen-Finanzgruppe warnt darum dringend vor diesen SMS. Kunden, die bereits Daten auf den Phishing-Seiten eingegeben haben, sollten ihren Online-Banking-Zugang und auch ihre Sparkassen-Card sperren lassen. Es ist nicht das erste mal, dass Sparkassenkunden vor einer Phishing-Mail mit dem Betreff „pushTAN 2.0“ gewarnt werden. Oftmals sind solche Betrugsmails mit dem Logo des Finanzinstituts versehen, damit die Nachricht täuschend echt aussieht.
Im Anschluss fordert die Phishing-E-Mail dazu auf, sich über einen Link über die Änderungen zu informieren. Ein Einloggen in das eigene Konto sei zudem bequem über einen Button möglich. „Genau das sollten Verbraucher nicht tun, sondern die Mail unbeantwortet in den Spamordner verschieben, um sich vor möglichem Datenmissbrauch zu schützen“, empfehlen Verbraucherschützer immer wieder, um sich vor dieser gängigen Betrugsmasche zu schützen.
Mit unserem brandneuen Verbraucher-Newsletter bleiben Sie immer auf dem neusten Stand in Sachen Verbraucherinformationen und Produktrückrufe.
Denn nicht immer schützt der gesunde Menschenverstand vor betrügerischen Cyberkriminellen, die sich oft sehr geschickt tarnen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät daher, „überlegen Sie erst einmal genau, ob Sie gerade ein Paket erwarten und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Achten Sie zum Beispiel auf Rechtschreibfehler (insbesondere bei Umlauten wie ö, ä, ü) in der SMS und kuriose Zeichenabfolgen innerhalb der Links. Klicken Sie im Zweifel nicht auf diese Links in der SMS.“
So schützen sich Verbraucher vor Phishing-Mails:
- Klicken Sie nicht auf den internen Link, wenn Sie aufgefordert werden, Ihre persönlichen Daten einzugeben.
- Antworten Sie nicht auf die Nachricht, sondern verschieben Sie die Mail in den SPAM-Ordner und sperren den Absender.
Wer allerdings schon auf die Betrugsmasche hereingefallen ist, sollte sein Geldinstitut und auch die Polizei einschalten und anschließend unbedingt sein Virenschutzprogramm auf dem Computer aktualisieren, rät der Verbraucherzentrale Bundesverband. Auch PIN, Passwörter und Sicherheitsfragen sollten umgehend geändert werden, um den Betrügern den erneuten Zugang zu wichtigen persönlichen Daten zu verweigern.
Rubriklistenbild: © Sparkasse

