VonSandra Sporerschließen
Verborgene Prüfungen von Personalverantwortlichen erregen immer wieder Aufsehen. So soll der Salz-und-Pfeffer-Test ungeduldige Personen identifizieren.
Kassel – Beim Bewerbungsgespräch wollen die Jobanwärter sich natürlich von ihrer besten Seite zeigen. Die Aufgabe der Personaler ist indes, zu prüfen, wie viel Wahrheit an dieser perfekten Fassade dran ist. Dafür greifen einige sogar zu heimlichen Tests, die ihrer Meinung nach das wahre Wesen der Bewerber offenbaren sollen. Einer dieser Tests, der sogenannte Salz-und-Pfeffer-Test, bezieht sich tatsächlich auf die genannten Gewürze und eine Essenseinladung.
Vorsicht bei Essenseinladung im Bewerbungsprozess – Es ist der perfekte Ort für den Salz-und-Pfeffer-Test
Trenton Hughes, ein Personalberater, warnte in einem Beitrag auf X davor, eine Einladung zum Essen während des Bewerbungsprozesses auf die leichte Schulter zu nehmen. Dies sei ein Test.
Der potenzielle Arbeitgeber achte dabei akribisch auf Details. Dazu gehöre, wie man sich gegenüber dem Servicepersonal verhalte, wie gut die Manieren seien und wie geschickt man Gespräche führen könne. „Das ist eine fantastische Art, Leute zu interviewen“, erklärt Hughes zusammenfassend.
If a company you are interviewing with wants to take you to lunch....
— Trenton Hughes (@trentjhughes) July 3, 2024
It's a test
It's not a celebration lunch...
They will be looking for the following:
How well you interact with staff
How quickly you order
When you sit in comparison to the others
How your manners are…
Salz-und-Pfeffer-Test soll zeigen, ob Bewerber dazu neigen, voreilig zu handeln
Befindet man sich also mit der Personalabteilung oder sogar dem zukünftigen Vorgesetzten im Restaurant, sollte man seine Handlungen sorgfältig überdenken – selbst beim Nachwürzen der Speisen. Der Salz-und-Pfeffer-Test zielt nämlich genau darauf ab. Greift der Bewerber zu den Gewürzen, ohne vorher zu probieren, könnte dies das Aus für den Job bedeuten. Laut focus.de deutet der sofortige Griff zu Salz und Pfeffer nämlich auf Ungeduld und eine Tendenz zu voreiligem Handeln hin.
Wie weit dieser geheime Test verbreitet ist, lässt sich schwer sagen. Dennoch ist es denkbar, dass solche scheinbar unbedeutenden Details in manchen Fällen entscheidend für die Auswahl eines Bewerbers waren. Auch online wird der Test lebhaft diskutiert. Die meisten Bewerber empfinden ihn jedoch eher als lästig und unnötig, denn als brillant. Ähnlich kontrovers wird der Kaffeetassen-Test eines Unternehmers bewertet. (sp)
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