Gefürchteter Import

Sollten Sie rosafarbene Eier im Garten entdecken, müssen Sie sofort reagieren

  • schließen

Apfelschnecken stellen eine ungewollte, invasive Spezies dar. Diese Eindringlinge können eine Bedrohung für einheimische Flora und Fauna darstellen, wenn sie sich ausbreiten.

Die Eier der Apfelschnecken sind nicht zu übersehen, rosa-pink leuchten sie schon aus der Ferne. Wenn Sie diese in Ihrem Garten oder beim Spaziergang an Pflanzenstängeln oder Steinen finden, sollten Sie schnell handeln. Denn bei der Gattung der Apfelschnecken (Pomacea) handelt es sich um invasive Arten, die massive Schäden an vielen Pflanzenarten verursachen. Vor allem wer selbst ein Aquarium, einen Teich oder einen Nachbarn mit einem solchen hat, sollte die Augen offen halten: Die Apfelschnecken halten sich bevorzugt in der Nähe von Gewässern wie Flüssen oder Bächen auf, oder eben in Teichen.

Apfelschnecken bedrohen heimische Arten und die Ernte

Das auffällige pinkfarbene Eigelege der Apfelschnecken (Pomacea) findet man meist in der Nähe von Gewässern.

Die aus Südamerika stammenden Apfelschnecken haben sich in Nordamerika und Asien ausgebreitet, auch in Spanien, der Schweiz und Frankreich wurden sie schon gesichtet. In Deutschland will man sich vor der Ausbreitung der Schädlinge schützen: Laut dem Julius Kühn-Institut ist die Verbreitung der Gattung Pomacea innerhalb der EU verboten, die Süßwasserschnecken dürfen weder verkauft noch von einem Aquarienbesitzer zum nächsten weitergegeben werden. Apfelschnecken sind bei Aquarienbesitzern nämlich als Algen fressende Putzkolonne beliebt, erklärt Gartenpraxis.de. Das Verbot wird aber von manchen umgangen, sodass die Tiere beispielsweise über den Gartenteich in die Umwelt entwischen können. Auch ein versehentlicher Import über Eier an Aquarien- und Teichpflanzen ist möglich.

Dies gefährdet in andern Ländern schon die Ernten und die Apfelschnecken verdrängen heimische Arten. Natürliche Feinde haben sie in Deutschland keine. Hier ist es den Tieren momentan vielleicht noch zu kühl für eine massive Ausbreitung, doch der Klimawandel könnte es ebenso wie bei der Nosferatu-Spinne oder der Asiatischen Hornisse bald möglich machen.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie im regelmäßigen Newsletter unseres Partners 24garten.de.

Handlungsempfehlungen beim Fund von Apfelschnecken-Eiern

Für den Laien sind die ausgewachsenen Apfelschnecken von heimischen Süßwasserschnecken nicht zu unterscheiden. Bei Verdacht auf einen Fund von Apfelschnecken beziehungsweise deren Eiern muss dies dem Pflanzenschutzdienst des jeweiligen Bundeslandes gemeldet werden. Bei manchen Pomacea-Arten können die Eier auch leuchtend rot, orange oder grün gefärbt sein. Die rote Warnfarbe kann laut Heimbiotop.de auf die Gefährlichkeit der Eier hindeuten, sie können ein tödliches Nervengift enthalten.

Auf seinem TikTok-Kanal IdkSterling warnt ein User aus Seattle sehr anschaulich vor den pinken Gelegen und hat eine etwas rabiatere Handlungsempfehlung, die man hierzulande nicht im ersten Schritt befolgen sollte: „Wenn ihr diese Eier findet, zerquetscht sie sofort“. Denn die Schnecken können sich sehr schnell vermehren, töten einheimische Arten und können Krankheiten übertragen.

@idksterling

♬ Anxiety, suspicion, suspense, mystery(1066149) - Lyrebirds music

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

Kommentare